Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Donnerstag in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - immer um 17:30 Uhr.

LH-Aktionäre stimmen für Staatseinstieg

Maschinen der Fluggesellschaft Lufthansa stehen auf dem Areal des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg (BER) abseits der Start- und Landebahn.

Die Lufthansa kann mit deutscher Staatshilfe weiterfliegen. Die Aktionäre stimmten am Abend bei der außerordentlichen Hauptversammlung für eine 20-prozentige Kapitalbeteiligung der Bundesrepublik. Das damit verbundene staatliche Rettungspaket ihn Höhe von neun Milliarden Euro kann somit umgesetzt werden.

Nach der Annahme des Rettungsplans sagte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley: "Wir schaffen das!" Ohne die Zustimmung der Aktionäre hätte Lufthansa Kley zufolge "in den nächsten Tagen Insolvenz anmelden müssen."

Mehr: Lufthansa-Aktionäre stimmen Staatseinstieg zu | Das sind die wichtigsten Fragen zur Lufthansa-Hauptversammlung

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SPD und FDP kündigen Fairplay-Abkommen

Die Tür zum Plenarsaal des Landtags wird desinfiziert.

Im Landtag geht es stimmenmäßig verdammt knapp zu. Schwarz-Grün regiert gerade mal mit einer Ein-Stimmen-Mehrheit. Fehlt ein Abgeordneter wegen Krankheit oder anderer wichtiger Termine, können die Mehrheiten rasch kippen. In der Vergangenheit hatten die Oppositionsfraktionen von SPD und FDP sich an ein Fairplay-Abkommen gehalten, das Pairing. Sie zogen in solchen Ausnahmefällen eigene Leute ab, so dass Schwarz-Grün ihre Ein-Stimmen-Mehrheit behielt.

Doch damit ist jetzt Schluss. Auslöser ist der Streit um den Coronafonds, für den bis zu 12 Milliarden Euro an Krediten aufgenommen werden sollen. Die Verhandlungen mit SPD und FDP endeten im Eklat. Die beiden Oppositionsfraktionen fühlen sich ausgenutzt und ausgebootet - und setzten als Folge ihrer Empörung nun ein Zeichen, indem sie das Faiplay-Abkommen kündigten.

Mehr: Der Landtag kriegt die Krise

AWO soll 600.000 Euro an Stadt zurückzahlen

Ein Schild der AWO vor einem Haufen Geld

Der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Frankfurt soll im Zusammenhang mit zwei Flüchtlingsheimen rund 600.000 Euro an die Stadt Frankfurt zurückzahlen. Für den Betrieb der Unterkünfte habe die AWO weniger Personal eingesetzt als sie gegenüber der Stadt angab. Das Personal stand zwar auf Listen, existierte in Wahrheit aber nicht.

Die Stadt hat das zu viel gezahlte Geld zurückverlangt. Die neue Interimsgeschäftsführung hat diese Forderung zurückgewiesen. Auch für die 18 Kitas, die der Kreisverband in Frankfurt betreibt, hat die AWO offenbar über Jahre zu viel kassiert. Der Umgang der AWO mit öffentlichen Geldern wird am Donnerstagabend im Sozialausschuss eine Rolle spielen.

Mehr: AWO droht Rückzahlung von 600.000 Euro

Warum Haftbefehl die Bismarck-Straße übernehmen soll

Collage: Bismarck-Statue, Rapper Haftbefehl

Die Black-Lives-Matter-Bewegung bringt viele zum Nach- und Umdenken. Ein kritischer Blick auf die Kolonialgeschichte - und schon kann man auf die Idee kommen, dass Reichskanzler Otto von Bismarck in der Multi-Kulti-Stadt Offenbach so gar nicht als Namensgeber für eine Straße taugt. Eine Online-Petition schlägt jetzt vor, dass ein musikalischer Sohn der Stadt der bessere Namensgeber wäre: der Rapper Haftbefehl.

Oder wie wäre es mit Erwin-Kostedde-Straße? Der erste schwarze Nationalspieler schoss zwischen 1971 und 1975 immerhin 80 Tore in 129 Pflichtspielen für die Offenbacher Kickers. Okay, beide vorgeschlagenen Kandidaten fallen aus, denn Straßen werden grundsätzlich nicht nach lebenden Personen benannt. Aber das Gedenken an Bismarck zu hinterfragen, sei grundsätzlich lobenswert, betont Franziska Müller, Mitglied der Gruppe "Kassel postkolonial" im Interview mit hessenschau.de.

Mehr: Ersetze Reichskanzler Bismarck durch Rapper Haftbefehl | "Wir haben den Kolonialrassismus nie aufgearbeitet"

Wetter: Nach der Hitze kommen die Gewitter

Bis zum Abend ziehen noch Wolken durch, die vereinzelt auch Schauer bringen. Nach einer klaren, milden Nacht punktet der Freitag mit viel Sonne - es wird mit bis zu 32 Grad der heißeste Tag der Woche erwartet. Am Abend brauen sich zum Start ins Wochenende vom Rheingau und Taunus bis zum Odenwald Schauer und Gewitter zusammen, die teils heftig werden können. Am Wochenende wird es mit bis zu 28 Grad zwar warm, aber es gibt Schauer und Gewitter, örtlich sind Unwetter möglich.

Mehr: Das Wetter in Hessen

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 25.06.2020, 20:15 Uhr