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Nächtliche Ausgangssperren ohne Wirkung?

Foto von einer leeren Fußgängerzone, die von unbesetzten und gestapelten Gastronomiestühlen und -tischen gesäumt wird.

Der Bundestag hat am Mittwoch die "Bundesnotbremse" gebilligt. Sie schließt eine Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr ab einer Inzidenz von 100 ein. Doch nächtliche Ausgangssperren als Mittel zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind heftig umstritten. Einige halten sie für rechtlich nicht haltbar, andere wiederum zweifeln ihre Wirksamkeit an. Letzteres haben Wissenschaftler aus Kassel und Gießen jetzt mit Hilfe der Statistik genauer untersucht. Dazu analysierten sie unter anderem Ausgangssperren, die einige hessische Kreise um den Jahreswechsel herum nachts verhängt hatten.

Die Forscher kamen zu dem Schluss: Nächtliche Ausgangssperren haben auf die Entwicklung der Infektionszahlen kaum einen Einfluss. Anders sähe es dagegen bei früher am Tage beginnenden Ausgangssperren aus. Diese hätten in Ländern wie Portugal, Spanien oder Großbritannien gute Ergebnisse erzielt. Auch die Schließung von Geschäften, Parks oder Museen wirkt sich nach Erkenntnis der Wissenschaftler wenig auf das Pandemiegeschehen aus. Als wirksam erwiesen sich dagegen laut den Zahlen Kontaktbeschränkungen und die Maskenpflicht beim Einkaufen und im Nahverkehr.

Mehr: Statistiker finden keinen Beleg für Nutzen von nächtlichen Ausgangssperren

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Blitzeraktion "Speedmarathon" gegen Raser

Polizist an Blitzgerät

Einmal im Jahr wird in Hessen geblitzt, was das Zeug hält. Beim "Speedmarathon" sind an diesem Mittwoch zwischen 6 und 22 Uhr landesweit wieder rund 500 Polizistinnen und Polizisten an rund 200 Messstellen im Einsatz, um Autofahrerinnen und Autofahrer auf die Gefahren des Rasens hinzuweisen. Die Aktion ist Teil einer europaweiten Kampagne gegen das Rasen.

Polizei und Innenministerium geht es dabei nach eigenen Angaben in erster Linie um Aufklärung. Bei rund der Hälfte der Unfälle mit tödlichem Ausgang im vergangenen Jahr habe überhöhtes Tempo eine Rolle gespielt, so die Beamten. In einer ersten Zwischenbilanz am Mittag attestierte die Polizei den meisten Autofahrerinnen und Autofahrern vernünftiges Verhalten. Doch es gab auch Ausreißer. So war ein Pkw auf der A3 in einer Tempo-100-Zone mit 177 Stundenkilometern unterwegs.

Mehr: Achtung, hier werden Sie am Mittwoch geblitzt

Linken-Chefin Wissler geht von Wiesbaden nach Berlin

Janine Wissler

Knapp zwei Monate nach ihrer Wahl zur Bundesvorsitzenden der Linken steht fest: Nach 13 Jahren ist für Janine Wissler Schluss im Landtag von Wiesbaden. Die 39-Jährige teilte am Mittwoch nun auch offiziell mit, dass sie sich bei der anstehenden Bundestagswahl um ein Mandat bewerben werde, sowohl auf der Landesliste als auch als Direktkandidatin in ihrem Wahlkreis Frankfurt.

"Ich glaube, dass ich viel von dem, was ich in Hessen erlebt und gelernt habe, auf der Bundesebene einbringen kann", sagte Wissler. Bis zur Bundestagswahl wolle sie ihr Landtagsmandat und das Amt als Fraktionsvorsitzende aber "weiter mit ganzer Kraft" ausfüllen.

Mehr: Linken-Chefin Wissler verlässt Wiesbaden in Richtung Berlin

Abiturprüfungen unter Corona-Bedingungen

Ein Schüler und eine Schülerin führen sich Corona-Selbsttest-Stäbchen in die Nase. Die Schutzmaske ist hierfür herunter gezogen. Sie sitzen einzeln an Tischen in einem Klassenzimmer.

Für rund 23.500 Schülerinnen und Schüler haben am Mittwoch die schriftlichen Abiturprüfungen begonnen. Auf dem Plan standen die Leistungs- und Grundkursklausuren im Fach Chemie. Wegen der Pandemie finden die Prüfungen in diesem Jahr unter bestimmten Bedingungen statt: So haben die Abiturientinnen und Abiturienten die Möglichkeit, sich vorher selbst auf das Coronavirus zu testen.

Wer das nicht möchte, muss während der gesamten Prüfungszeit eine medizinische Maske tragen. Wegen der besonderen Situation haben die Schülerinnen und Schüler bis zu einer halben Stunde mehr Zeit. Die Lehrkräfte bekommen außerdem eine zusätzliche Aufgabe zur Auswahl, da wegen der Pandemie häufig weniger Themen im Unterricht behandelt wurden.

Mehr: Corona-Abitur startet in Hessen - mit oder ohne Stäbchen

Das Wetter: Viel Sonne und ein paar Wolken

In der Nacht zum Donnerstag gibt es anfangs bei teils aufgelockerter, teils starker Bewölkung noch vereinzelt etwas Regen oder Schauer. Sonst ist es trocken, und vielfach kommen die Sterne heraus. Die Luft kühlt auf Werte zwischen 4 Grad im Süden und -3 Grad in Nordhessen ab.

Am Donnerstag stellt sich nach oft sonnigem Beginn erneut ein Wechsel aus Sonne und Wolken ein. Im Süden scheint auch am Nachmittag häufig die Sonne. Meist ist es trocken, am ehesten im Norden bilden sich einzelne Schauer. Mit 7 bis 14 Grad wird es kühler als in den vergangenen Tagen. Am Freitag und Samstag gibt es Sonne und Wolken bei Höchstwerten um 16 Grad.

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Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 21.04.2021, 20.15 Uhr