Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Donnerstag in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - heute um 18:30 Uhr.

Neue Corona-Einschränkungen für Hessen

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Hessen hat wegen der stetig steigenden Corona-Zahlen die Regelungen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Virus massiv verschärft. Ab Montag gelten nach Angaben von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) für den gesamten November diese neuen Corona-Maßnahmen zusätzlich zu den Beschlüssen vom Mittwoch:

  • hessenweites Alkoholverbot von 23 Uhr bis 6 Uhr.
  • landesweite Maskenpflicht und zwar überall dort, wo kein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Bouffier nannte Verkehrsknoten oder Fußgänerzonen als Beispiele.
  • hessenweite Maskenpflicht in Schulen ab Klasse 5. Es darf Maskenpausen geben.
  • erweiterte Maskenpflicht in Fahrzeugen: Wenn sich in einem Fahrzeug Personen aus mehr als zwei Hausständen befinden, ist eine Alltagsmaske zu tragen.

Mehr: Coronaticker mit aktuellen Meldungen | FAQ-Übersicht

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Wegen der Corona-Pressekonferenz des Ministerpräsidenten ist der Tag in Hessen heute außer der Reihe später veröffentlicht worden.

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Evakuierung und Sprengung nach Bombenfund bei Frankfurt

Karte des zu evakuierenden Bereichs

Ein 250-kg-Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Donnerstag an der Grenze zwischen Maintal-Bischofsheim und Frankfurt-Fechenheim gefunden und am Abend gesprengt worden. Eine Entschärfung sei nicht möglich, hatte die Stadt Maintal (Main-Kinzig) mitgeteilt.

Für die gezielte Sprengung wurde ein Gebiet im Umkreis von 1.000 Metern um den Fundort im Gewerbegebiet West des Ortes gesperrt. Rund 2.500 Anwohner waren betroffen. Der Main wurde vorübergehend für die Schifffahrt gesperrt. Ebenso wurden die A66 und die B8 gesperrt. Der Bahnverkehr zwischen Hanau und Frankfurt wurde ebenfalls eingestellt. Außerdem wurde die Nordwestlandebahn des Frankfurter Flughafens bis zum Abend nicht genutzt.

Mehr: Evakuierung nach Bombenfund notwendig

In drei Wochen keine freien Intensivbetten mehr?

Zwei Ärzte stehen um ein Krankenbett einer Intensivstation.

Eine mathematische Prognose sagt für Hessen voraus: In wenigen Wochen könnte die bisherige Kapazitätsgrenze der Intensivstationen erreicht sein. Ein Wissenschaftler-Team der Universität des Saarlandes rechnet in ihrem "Covid-Simulator" durch, wie sich die Zahlen entwickeln, und erstellt auf Basis des derzeitigen Trends Prognosen.

Für ihr Modell werten die Forscher neben Daten des Robert-Koch-Instituts und Informationen von Ministerien die Daten von über 8.000 Corona-Fällen in Krankenhäusern aus. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Zahl der Infizierten, die so schwer erkrankt sind, dass sie auf die Intensivstation müssen und die derzeit noch freien Kapazitäten dort. Diese Kapazitäten wären bei der derzeitigen Entwicklung in einigen Wochen verbraucht - die Krankenhäuser müssten umschichten und Notreserven mobilisieren.

Mehr: Kapazitätsgrenze Mitte November erreicht

Arbeitsmarkt geht leicht erholt in nächsten Teil-Lockdown

Die Grafik stellt die Arbeitslosenquote im Oktober dar, welche im Vergleich zum Vormonat auf 5,6% gefallen ist.

Im zweiten Monat in Folge sind die Arbeitslosenzahlen in Hessen leicht gesunken, die Arbeitsagentur spricht sogar von einem "nennenswerten" Rückgang im Oktober. Das liege daran, dass sich die Wirtschaft nach dem ersten Corona-Teil-Lockdown im Frühjahr wieder etwas erholt habe. Doch der neue Teil-Lockdown ab Montag wirft bereits seinen dunkelen Schatten voraus.

Mehr: "Nennenswerte" Erholung des Arbeitsmarkts

Wetter: Bewölkt und regnerisch

In der Nacht zum Freitag kann es teils kräftig regnen. In der zweiten Nachthälfte wird es dann trockener bei Tiefstwerten zwischen 11 und 7 Grad.

Der Freitag beginnt ebenfalls bewölkt, vor allem im Norden und Osten Hessens fällt ab und zu Regen. Im Südwesten bleibt es weitgehend trocken, hier kann sogar zeitweise die Sonne scheinen. Höchstwerte: 12 bis 16 Grad.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 29.10.2020, 20:15 Uhr