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Krankenhäuser in Hessen: noch keine Triage

Zwei Ärzte stehen um ein Krankenbett einer Intensivstation.

Auf den Intensivstationen liegen immer mehr Covid-19-Kranke. Noch gehe es ohne Triage - also ohne entscheiden zu müssen, wer beatmet wird und wer nicht, sagte der Chef der Hessischen Krankenhausgesellschaft Christian Höftberger im Interview mit hessenschau.de. Doch die Landespolitik tue zu wenig, um die Kliniken und ihr Personal zu entlasten.

Mit 90 Prozent belegten Betten seien die Krankenhäuser gefährlich nah an der Leistungsgrenze. Höftberger fordert deshalb von der Politik, die kleinen Krankenhäuser stärker als bisher einzubeziehen. Aktuell seien in Hessen nicht alle Krankenhäuser für die Versorgung von Corona-Patienten vorgesehen. Dabei könne jede Klinik mit Intensivbetten theoretisch Corona-Patienten versorgen.

Mehr: Chef der Krankenhausgesellschaft: "Die Politik muss die Kliniken wieder viel mehr unterstützen"

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Anklage nach Amokfahrt von Volkmarsen

Ein silberfarbener Kombi fuhr in Volkmarsen in den Rosenmontagszug.

Rund zehn Monate nach der Amokfahrt im nordhessischen Volkmarsen (Waldeck-Frankenberg) hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt Anklage erhoben. Laut einer Mitteilung vom Freitag wird dem 30 Jahre alten Tatverdächtigen versuchter Mord in 91 tateinheitlichen Fällen, gefährliche Körperverletzung in 90 tateinheitlichen Fällen und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen.

Der Angeklagte war am 24. Februar in den Rosenmontagszug gerast und hatte dabei zahlreiche Menschen, darunter viele Kinder, teilweise schwer verletzt. Über die Tathintergründe ist bis heute nichts bekannt.

Mehr: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Amokfahrer von Volkmarsen

Bouffier dämpft Erwartungen

Volker Bouffier

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) rechnet auch im neuen Jahr mit deutlichen Einschränkungen für die Bevölkerung wegen der Corona-Pandemie. "Am 10. Januar ist Corona ja nicht vorbei", sagte der Regierungschef in Wiesbaden. "Ich kann mir schwer vorstellen, dass wir dann schon auf den Zustand von früher zurückkehren." Die Entwicklung in den hessischen Krankenhäusern werde maßgeblich die Entscheidung über weitere Maßnahmen beeinflussen.

Das Jahr 2020 nannte Bouffier ein "Seuchenjahr". Neben der Corona-Krise habe es unter anderem mit den Gewalttaten in Hanau und Volkmarsen sowie dem plötzlichen Tod von Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) schreckliche Ereignisse in Hessen gegeben. "Wir sind eigentlich sehr zuversichtlich in das Jahr gestartet, aber es kam alles völlig anders." Als Fazit sagte Bouffier, 2020 sei das Jahr von Corona gewesen. "2021 muss das Jahr werden, wo wir Corona überwunden haben."

Mehr: Bouffier glaubt nicht an baldige Rückkehr zur Normalität

Es bleibt trocken und mild

In der Nacht zum Samstag gibt es teils Nebel oder Hochnebel, teils ist es klar oder nur locker bewölkt. Die Temperaturen gehen auf 5 bis 0 Grad zurück. 

Am Samstag zunächst regional Nebel oder Hochnebel, der sich im Laufe des Tages meist auflöst. Sonst vielfach sonnig oder nur locker bewölkt und trocken. Am Nachmittag und Abend im Süden und Westen wolkiger. Höchstwerte: 5 bis 11 Grad.

Am Sonntag meist wolkenverhangen und zeitweise Regen oder Nieselregen. Tiefstwerte: 6 bis 0 Grad, Höchstwerte: 4 bis 10 Grad.

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Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 18.12.2020, 20.15 Uhr