Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Montag in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - immer um 17:30 Uhr.

Offenbach verschärft Quarantäne-Regeln für Schulen und Kitas

Ein Schüler rennt mit Schultasche über den Pausenhof.

Seit Montag wird an Hessens Schulen wieder im Wechselmodell unterrichtet. Gleichzeitig wächst die Angst vor einer weiteren Ausbreitung der ansteckenderen Variante des Coronavirus. In Offenbach sei die britische Mutation bereits angekommen, das zeigten Laborergebnisse, teilte Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) mit. Die Stadt reagiert deshalb mit einem verschärften Konzept für Schulen und Kitas.

Wird ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet, muss die gesamte Gruppe vorübergehend in Quarantäne. Erzieherinnen und Erzieher bleiben ebenfalls vorerst daheim, bei Lehrerinnen und Lehrern wird die Quarantäne je nach Kontaktsituation im Einzelfall angeordnet. Bestätigt sich, dass sich das Kind mit der Mutation angesteckt hat, müssen alle betroffenen Kinder, Erzieher und Lehrer sowie die im Haushalt lebenden Angehörigen für 14 Tage in Quarantäne.

Handelt es sich nicht um die Mutation, müssen nur die Personen in Quarantäne bleiben, die sich nahe beim infizierten Kind aufgehalten haben. Sie werden nach fünf bis sieben Tagen ebenfalls getestet. Die neue Strategie soll mindestens bis zu den Osterferien beibehalten werden.

Mehr: Schulöffnung und Virusmutation: Wie kann das klappen?

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Raunheimer Briefwähler müssen nochmal ran

Ein Mann hält einen Stift über die ausgebreiteten Stimmzettel zur Kommunalwahl.

Wer in Raunheim (Groß-Gerau) bereits per Brief gewählt hat, muss noch einmal ran. In der vergangenen Woche fiel plötzlich auf, dass die Stimmzettel falsch sind, wie Wahlleiter Tobias Loy sagte. Pro Partei dürfen für die Wahl der Stadtverordnetenversammlung eigentlich nur 31 Kandidaten auf dem Zettel stehen, versehentlich wurden zum Teil aber 40 aufgedruckt. Die Briefwahl wurde daraufhin umgehend gestoppt.

Innerhalb von drei Tagen wurden Loy zufolge neue Zettel gedruckt und inzwischen an alle Bürgerinnen und Bürger versendet, die fehlerhafte Stimmzettel erhalten hatten. Wie viele Menschen das betrifft, wollte Loy auf hr-Nachfrage nicht sagen.

Auch in Hofheim am Taunus gab es Probleme mit den Briefwahlunterlagen. Dabei vertauschte das Wahlbüro die Stimmzettel für die Wahl der Ortsbeiräte: Wahlberechtigte der Kernstadt erhielten beispielsweise einen Zettel mit den Kandidaten für Diedenbergen. Der Fehler betreffe das gesamte Stadtgebiet, teilte die Stadt mit. Allen Wahlberechtigten würden nun neue Unterlagen geschickt.

Mehr: Raunheim und Hofheim verschicken fehlerhafte Stimmzettel

Ex-Frauenministerin Barbara Stolterfoht gestorben

Die ehemalige Familienministerin Barbara Stolterfoht.

Die frühere hessische Frauenministerin Barbara Stolterfoht (SPD) ist tot. Sie starb im Alter von 80 Jahren in Berlin. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) würdigte Stolterfoht als "engagierte Politikerin, die sich in den langen Jahren ihrer Karriere mit hoher Leistungsbereitschaft für eine ausgewogene Sozialpolitik eingesetzt hat." Sie habe ihren Blick stets auf diejenigen gerichtet, die in der öffentlichen Wahrnehmung übersehen wurden.

Die 1940 im Sudetenland geborene Politikerin gehörte seit 1965 der SPD an. Von 1995 bis 1999 war sie in der Regierung des früheren Ministerpräsidenten Hans Eichel (SPD) Ministerin für Frauen, Arbeit und Sozialordnung. Als Kasseler Oberbürgermeister hatte Eichel sie 1984 zur ersten Frauenbeauftragten einer hessischen Kommune berufen. 2012 wurde Stolterfoht für ihre Verdienste um Demokratie, Freiheit und soziale Gerechtigkeit die Wilhelm-Leuschner-Medaille verliehen.

Mehr: Ex-Frauenministerin Barbara Stolterfoht ist tot

Städel-Chef will raus aus Lockdown

Städel-Direktor Philipp Demandt

Die Kunstmuseen in Deutschland wollen schneller raus aus dem Lockdown. 50 deutsche Museumsleiterinnen und -leiter, darunter auch der Chef des Frankfurter Städel Museums Philipp Demandt, haben sich deshalb kürzlich in einem offenen Brief an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) für die baldige Öffnung der Museen ausgesprochen. Museen sind nicht das "Pausenbrot der Gesellschaft", sondern ihre Grundlage, sagt Demandt jetzt in einem Interview mit dem hr.

Die Situation für die Museen sei derzeit schwierig, "weil wir keine richtige Perspektive haben". Spätestens an Ostern sollten die Museen wieder öffnen, findet Demandt. "Insofern hoffen wir, dass wir so bald wie möglich wieder aufmachen können und nicht erst nach allen Geschäften, Baumärkten und Friseuren."

Mehr: Städel-Chef: "Museen sind keine Freizeiteinrichtungen"

Das Wetter: Sonne, Wärme und Sahara-Sand

In der Nacht bringen dichte Wolkenfelder im Norden und Westen etwas Regen, sonst ist es vielfach klar. Dabei kühlt es vor allem in den Tälern auf 7 bis -1 Grad ab, während es auf den Bergen mild bleibt. Am Dienstag ist es meist sonnig, vormittags kann es noch einige Wolken und auch Nebel geben. Die Höchstwerte liegen zwischen 13 und 19 Grad.

Mal abgesehen vom heranwehenden Sahara-Sand, der den Himmel etwas eintrüben kann, bleibt das Wetter am Mittwoch und Donnerstag meist sonnig und trocken. Dabei können Temperaturen bis zu 20 Grad erreicht werden.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 22.02.2021, 20.15 Uhr