Was wichtig war, was passiert ist, was Hessen bewegt: der Montag in der Zusammenfassung. Der Tag in Hessen - immer um 17.30 Uhr.

Pilotprojekt mit autonomen Bussen

Autonom fahrender Bus in Bad Soden-Salmünster: Pilotprojekt des RMV

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hat gemeinsam mit Partnern ein Pilotprojekt auf den Weg gebracht. In Bad Soden-Salmünster (Main-Kinzig) sollen künftig Minibusse fahren und das ganz ohne Fahrer. Am Montag wurde der Shuttledienst öffentlich vorgestellt. Der Bus mit dem Projektnamen "Easy" fährt in der osthessischen Stadt auf einer Teststrecke von 1,3 Kilometern Länge.

Dort gab es bisher keine Möglichkeit, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen - weil kein Angebot vorhanden war. An der Strecke liegen unter anderem eine Klinik, ein Parkplatz und die Spessart-Therme. Der Minibus ist mit höchstens elf Stundenkilometern unterwegs und fährt mit Ökostrom. Der Test läuft bis November. Den Probebetrieb ohne Fahrgäste habe der Minibus schon bestanden, berichtete der RMV. Nun sollen auch Passagiere einsteigen können.

Mehr: RMV lässt autonomen Bus mit Fahrgästen auf Straße fahren

Impfnachweis aus Apotheken

Das Logo der CovPass-App ist neben einem Impfbuch auf einem Smartphone zu sehen.

Apotheken in Hessen haben am Montag begonnen, schrittweise digitale Corona-Impfnachweise auszustellen. Vollständig Geimpfte können sich dort nachträglich eine Bescheinigung mit dem für den digitalen Impfpass nötigen QR-Code abholen. Doch nicht alle der insgesamt rund 1.400 Apotheken in Hessen können sofort die digitale Nachweisführung zum Impfpass aushändigen, wie eine Sprecherin des hessischen Apothekerverbandes dem hr sagte. Als Grund nannte sie unter anderem, dass nicht jede Apotheke die technischen Voraussetzungen habe und an das Nachweisportal des Verbandes angeschlossen sei.

Die Website mein-apothekenmanager.de soll ab Montag anzeigen, welche Apotheke in Hessen vor Ort den digitalen Impfpass anbietet. Die Apothekerinnen und Apotheker prüfen Personalausweis und Impfpass und geben die Daten in ein Online-Portal des Robert-Koch-Instituts (RKI) ein. Anschließend wird der QR-Code zum Scannen ausgedruckt. Neben der App CovPass und der Corona-Warn-App des Bundes wird der Nachweis ab Mittwoch auch über die Luca-App möglich sein. Wer bereits in den Impfzentren vollständig geimpft wurde, erhält den QR-Code per Post zugesendet.

Mehr: Beim digitalen Impfnachweis ist noch Geduld gefragt

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"NSU 2.0" als Theaterstück

Szene aus NSU 2.0 am Schauspiel Frankfurt

Das Theaterstück "NSU 2.0" am Schauspiel Frankfurt thematisiert den rechtsextremen Terror der vergangenen Jahre. In dem am Sonntagabend uraufgeführten Stück schlägt der Regisseur die Brücke von dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und der rechtsextremistischen Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) bis hin zum Anschlag von Hanau. Die Schauspielerinnen und Schauspieler wechseln dabei die Perspektiven zwischen Täter, Opfer, Ermittler und Berichterstatter.

Das Stück wird geprägt von den weiterhin offenen Fragen und den Forderungen nach der Freigabe der NSU-Akten. Antworten kann das Stück nicht geben, wohl aber eine Botschaft vermitteln. Die Uraufführung von "NSU 2.0" war pandemiebedingt verschoben worden - und hätte gar nicht aktueller sein können. In der vergangenen Woche hatte die Entdeckung rechtsextremer Chatgruppen innerhalb des Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Frankfurter Polizei den neuesten Polizeiskandal in Hessen ausgelöst.

Mehr: Offene Fragen und Opferperspektiven - "NSU 2.0" als Theaterstück

Prozess gegen IS-Rückkehrerin

Das Oberlandesgericht in Frankfurt von außen.

Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt muss sich die 32-jährige Kim Teresa A. verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt wirft ihr vor, dass sie ihren Mann dabei unterstützte, für den IS zu kämpfen. Während er an der Front war, habe sie ihm, "wie im IS für die Ehefrau eines Kämpfers vorgesehen", den Haushalt geführt und ihn im Krankheitsfall gepflegt, so die Anklagebehörde. Sie habe mit ihrem Mann in mehreren Wohnungen gelebt, aus denen die syrischen Besitzer gewaltsam vertrieben worden waren. Zusätzlich habe sie gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen.

Das Besondere an dem Fall: Die Anklage stützt sich auf Gespräche mit Journalisten. Die beschuldigte Frankfurterin selbst, hatte ihre IS-Geschichte gegenüber Journalisten erzählt. So bezieht die Anklage sich beispielsweise auf das Buch "Maryam A. - Mein Leben im Kalifat", das der Journalist Christoph Reuter 2017 veröffentlicht hatte. In der Ich-Perspektive wird darin der Weg der Frau zum IS beschrieben. Auch die Aussage eines weiteren Journalisten wird hinzugezogen, der geplant hatte, ein Buch über Kim Teresa A. zu schreiben. Die Verteidigung kritisiert dieses Vorgehen stark.

Mehr: Anklage stützt sich auf Gespräche mit Journalisten

Wetter: Erneut sonnig, regional ein paar Tropfen

Der Montag geht weitgehend sonnig und trocken zu Ende. Die Nacht zum Dienstag ist meist sternenklar. Im Verlauf ziehen gebietsweise Schleierwolken durch. Die Temperaturen sinken auf 15 Grad bis 9 Grad.

Am Dienstag ist es zunächst überall sonnig oder gering bewölkt. Am Vormittag ziehen in Nordhessen, später auch in der Mitte mehr Wolken auf. Im Norden und Osten fallen vereinzelt ein paar Tropfen, sonst bleibt es trocken. Im Süden bleibt es länger sonnig, am Nachmittag dominiert hier ein freundlicher Wechsel aus Sonne und Wolken. Mit 23 bis 32 Grad wird es erneut sommerlich warm.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

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