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Whistleblower oder Nestbeschmutzer? Polizist fühlt sich kaltgestellt

Rücken von Polizist und Polizistin

Ein Polizist deckt Missstände auf und wird bestraft: Nachdem Andreas Gand aus Bischofsheim (Groß-Gerau) dem südhessischen Polizeipräsidenten in einem Brief rechtswidrige Aktionen seiner Dienststelle beschreibt, wird er vom Präsidium versetzt und sogar angezeigt. Jetzt startet der 51-Jährige eine Landtagspetition.

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Lübcke-Prozess: Knapp vorbei an der terroristischen Vereinigung

Zeichnung von S. Ernst, dessen Anwalt und einem Beamten im Gerichtssaal.

Am Tag 9 des Prozesses um den Mordfall Lübcke wird klar: Es gleicht aus Sicht der Verteidigung einem Vabanque-Spiel, den Angeklagten Stephan Ernst selbst Fragen beantworten lassen. Nachdem Ernst am Mittwoch seinen Verteidiger für sich sprechen ließ, beantwortete er am Freitag zwei Stunden lang selbst Fragen zu seiner Biografie, seiner Beziehung zum Mitangeklagten Markus H. und den Absprachen vor dem Anschlag auf Walter Lübcke.

Als es dann um die gemeinsame Kommunikation über den Messengerdienst Threema ging, bezichtigte er sich beinahe der Gründung einer terroristischen Vereinigung - bevor er die Vernehmung unterbrach, um sich mit seinem Anwalt zu beraten. Danach folgt, wieder einmal, eine Kehrtwende in der Aussage. "Alles in allem verfestigt sich der Eindruck, dass auch nach seinem dritten Geständnis noch lange nicht die volle Wahrheit auf dem Tisch liegt", schreibt dazu hessenschau.de-Reporter Danijel Majić in unserem Prozess-Blog.

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Kostenfreie Tests für Erzieher und Tagespfleger

Corona Test

Während die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus zum Freitag laut Robert-Koch-Institut mit 158 Fällen den höchsten Wert seit dem 8. Mai erreicht hat, bereitet Hessen flächendeckende Tests von allen Personen vor, die unmittelbar mit Kindern arbeiten. Sie können sich nach dem Ende der Sommerferien kostenfrei auf das Virus testen lassen. Das Angebot ist ab dem 17. August bis zum 8. Oktober angedacht, ein Test sei alle 14 Tage möglich, erklärte das Sozialministerium am Freitag in einer Mitteilung.

Mehr: Ticker zu den aktuellen Entwicklungen rund um den Coronavirus in Hessen

In Hessen ertrinken mehr Menschen als im Bundesschnitt

Ein Mann trägt ein T-Shirt der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft "DLRG"

Die Zahl der Badetoten in Hessen ist gestiegen - entgegen dem Bundestrend. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres starben mindestens 18 Menschen, das waren vier mehr als im letzten Jahr, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte. Demnach kamen zwölf Menschen in Flüssen, fünf in Seen und einer in einem Bach ums Leben. Darunter waren auch zwei Kinder. Einer der Gründe für mehr Badetote in Hessen könnte laut DLRG der sonnige Sommer sein: So war das Wetter hierzulande besser als etwa an der Nordsee oder in Bayern.

Mehr: Deshalb ertrinken in Hessen mehr Menschen als im Bundesschnitt

Hessen schwitzt weiter

Das kühle Nass dürfte auch am Wochenende wieder viele Menschen anlocken, denn sie ist da, die Hitzewelle: Am Freitag steigt die Temperatur gebietsweise auf bis zu 35 Grad. Ergiebiger Regen ist nicht in Sicht. Die Nacht zum Samstag ist sternenklar und bei bis zu 21 Grad teils tropisch. Auch am Samstag bleibt es heiß. Im Tagesverlauf bilden sich fast im ganzen Land Quellwolken, es bleibt aber meist trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 32 und 37 Grad. Am Sonntag sind Hitzegewitter möglich, es wird bis zu 38 Grad heiß.

Mehr: Das Wetter in Hessen

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 20:15 Uhr