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Schülersprecher über Schulstart nach Winterferien

Schülerinnen und Schüler sitzen mit Gesichtsmasken bekleidet im Klassenraum vor einem Computer.

Am Montag soll der Unterricht an Hessens Schulen wieder starten. Doch in der Coronazeit sind die Abschlussklassen die einzigen, die ganz zurück an die Schulen sollen. Zwar begrüßt Landesschüler*innensprecher Paul Harder, dass die Landesregierung die Schulen nicht weiter als Einrichtungen sehe, die "immun sind gegen eine Infektion mit dem Coronavirus". Im Interview mit hessenschau.de äußert er jedoch auch viel Kritik an der Landesregierung.

Große Zweifel hat Harder daran, wie der Distanzunterricht funktionieren soll, "der über bloßes Aufgabenlösen mit Arbeitsblättern oder einer Art Frontalunterricht mit Lehrer-Präsentationen hinausgeht". Da habe die Landesregierung entsprechende Maßnahmen zur Qualifizierung der Lehrer sowie die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler verschlafen. Und auch sonst sieht er Versäumnisse.

Mehr: "Der politische Wille für eine gute Lösung fehlt" / Kritik an Lockdown-Regeln für Schulen

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Jurist: "Ansteckungsrisiko hängt nicht davon ab, wie weit oder wohin man fährt"

Die Grafik zeigt die Karte des Bundeslandes Hessen mit einem Icon Ortsindikator und einem gestrichelten Kreis mit der Bezeichnung "15 km" in Übergröße.

Ab Montag gelten in Hessen erweiterte Lockdown-Regeln. Die Begrenzung der Bewegungsfreiheit in Hotspots auf 15 Kilometer um den Wohnort beschneidet die Freiheit der Betroffenen dabei besonders stark. Der Grundrechte-Experte Uwe Volkmann der Uni Frankfurt bezweifelt, dass diese drastische Maßnahme rechtmäßig ist.

Sinn machen würde die Regel seiner Meinung nach nur, wenn es Gebiete mit extrem unterschiedlichen Infektionszahlen gebe, "also solche mit ganz hohen neben solchen, wo es praktisch keine Infektionen gebe", so Volkmann im Interview mit hessenschau.de. Diese Situation sehe er in Hessen aber nicht. Das sei aber ein Problem für die Verhältnismäßigkeit und letztendlich Rechtmäßigkeit einer solchen Maßnahme.

Mehr: Verfassungsexperte bezweifelt Rechtmäßigkeit der 15-km-Regel / Corona-Regeln an Schulen, im Nahverkehr oder in Geschäften - ein Überblick

Serienbrandstifter muss lange ins Gefängnis

Eine von mehreren Festnahmen eines mutmaßlichen Serienbrandstifters, der Anschläge auf alternative Zentren verübt haben soll

Nach einer Serie von Brandstiftungen im Rhein-Main-Gebiet ist ein 47 Jahre alter Mann vom Landgericht Frankfurt zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn in 16 Punkten angeklagt, darunter wegen Brandstiftung in Hanau, Frankfurt und Oberursel (Hochtaunus). Zehn Taten davon gestand der Mann vor Gericht. Zudem sprach ihn das Gericht wegen gefährlicher Körperverletzung in einem Fall schuldig.

Nicht Teil der Anklage war eine mutmaßliche Brandserie auf alternative Lebens- und Kulturprojekte. Bei den Bränden gilt der Mann ebenfalls als Hauptverdächtiger. In diesen Fällen ermittelt der Staatsschutz in Frankfurt.

Mehr: Siebeneinhalb Jahre Haft für Rhein-Main-Serienbrandstifter

Maßnahmen der Ausflugsorte gegen Besucher

Eine Frau spaziert auf der gesperrten Landesstraße bei Königstein.

Die hessischen Schneegebiete sind in den vergangenen Tagen von Ausflüglern geradezu überrannt worden. Damit sich das am kommenden letzten Ferien-Wochenende nicht wiederholt, haben die Ausflugsorte einige Vorkehrungen getroffen und sperren zum Beispiel Zufahrten.

Im Hochtaunuskreis werden beispielsweise die Zufahrtsstraßen zum Großen Feldberg am Wochenende gesperrt. Im Taunusstein (Rheingau-Taunus) gibt es sogar Schließungen bestimmter Wohngebiete sowie von Feld- und Waldwegen. Was wo gilt - ein Überblick:

Mehr: So wollen die Ausflugsorte den Schneetourismus ausbremsen

Das Wetter: Es wird kalt

Zum Wochenende lässt zwar der Schnee nach - dafür wird es aber in Hessen noch einmal kälter. In der Nacht zum Samstag kühlt die Luft ab auf 0 bis -6 Grad, auf den Bergen werden sogar -4 bis -7 Grad erreicht. Auf den Straßen ist streckenweise mit Glätte durch Schnee oder überfrierende Nässe zu rechnen.

Auch tagsüber bleibt es am Samstag kalt. Die Höchstwerte liegen zwischen -2 Grad im Upland und bis +3 Grad an Rhein und Main, auf den Bergen sind es -5 bis -2 Grad. Meist bleibt es trocken, am ehesten im Norden und Osten treten einzelne leichte Schneeschauer auf.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 08.01.2020, 20.15 Uhr