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Schule für alle nach den Sommerferien

Mathe-Unterricht in einer 7. Klasse der Offenbacher Bachschule.

Nachdem in der vergangenen Woche die Grundschulen den Anfang gemacht haben, sollen nach den Sommerferien auch die restlichen Schulformen in den Präsenzunterricht und zur Fünf-Tage-Woche zurückkehren. Das teilte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Dienstag mit. Das Corona-Abstandsgebot gilt im Unterricht nicht. Dies mache ein geregeltes Klassen- und Kurssystem ohne Begrenzung der Gruppengröße möglich, so Lorz.

Der Minister berief sich bei der Lockerung auf die positiven Rückmeldungen aus den Grundschulen, medizinische Empfehlungen sowie die Ergebnisse einer Konzeptgruppe, in der Vertreter von Schülern, Eltern, Lehrern, Ministerium und Schulämtern mitgearbeitet hätten. "Wir gehen diesen Schritt aus Überzeugung - wohlwissend, dass es ein Nullrisiko nicht geben kann und dass im Bedarfsfall lokal oder auch flächendeckend erneut Einschränkungen erforderlich werden können", sagte Lorz.

Mehr: Wieder Präsenzunterricht für alle nach den Sommerferien I Erste Klagen gegen Präsenzpflicht an Schulen angedroht

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Video-Geständnis in Lübcke-Prozess

Der Hauptangeklagte Stephan Ernst am dritten Prozesstag

Der Prozess um den Mord an Walter Lübcke ist am Dienstag vor dem Frankfurter Oberlandesgericht mit einem zweiten Vernehmungsvideo des mutmaßlichen Täters Stephan Ernst fortgesetzt worden. Nachdem Ernst kurz nach der Tat im Juni 2019 zunächst die Schuld auf sich genommen hatte, belastete er in der nun gezeigten richterlichen Vernehmung vom Januar dieses Jahres seinen Mitangeklagten Markus H. schwer. 

Ernst behauptet in der vorformulierten Stellungnahme, er und H. hätten bereits länger geplant gehabt, zu Lübckes Wohnhaus in Wolfghagen-Istha zu fahren, um den Kasseler Regierungspräsidenten zu schlagen oder einzuschüchtern. Am fraglichen Abend auf Lübckes Terrasse habe H. die Tatwaffe in der Hand gehalten, aus der sich nach einem Wortgefecht versehentlich ein Schuss gelöst habe. Ernst wolle sich im Laufe des Prozesses persönlich erklären, kündigten derweil seine Anwälte an.

Mehr: Lübcke-Prozess mit zweitem Vernehmungsvideo fortgesetzt

Rassismus-Debatte um Städel-Bild

Der Leiter der Sammlung Gegenwartskunst im Städel, Martin Engler, steht vor Georg Herolds  "Ziegeln_ _ _ r "

Ein Bild im Frankfurter Städel sorgt derzeit für eine hitzige Rassismus-Debatte und einen Shitstorm gegen das Museum. Das Werk des deutschen Künstlers Georg Herold aus dem Jahr 1981 zeigt einen dunkelhäutigen Menschen, der von einem wütenden weißen Mob mit einem Ziegelstein beworfen wird. Eine grüne Ampel gibt dazu indirekt die Erlaubnis. Darf Kunst das? Oder soll sie sogar?

Eine Studentin, die ein Foto des Gemäldes auf Instagram postete und das Städel kritisierte, trat eine hitzige Diskussion los. Ihr Post wurde zigfach geteilt und hunderte Male kommentiert. Forderungen, das Bild abzuhängen, will das Städel zum "Schutz der Kunst und des Diskurses" nicht nachkommen, wie es Sammlungsleiter Martin Engler formuliert. Das Museum müsse ein Ort bleiben, in dem auch konträre und provokante Themen verhandelt werden. Eine gewollt rassistische Botschaft sieht Engler zudem angesichts der Vita des Künstlers nicht. Das Werk nehme sogar "eigentlich eher eine anti-rassistische Haltung ein“.

Mehr: Hängt im Städel in Frankfurt rassistische Kunst?

Wetter: Zweigeteiltes Hessen

Nachdem der Dienstag im ganzen Land wechselhaft mit Sonne, Wolken und ein paar Tropfen ausklingt, zeigt sich die Wetterlage in Hessen am Mittwoch höchst unterschiedlich. Während das Thermometer im Norden bei dichten Wolken und teils kräftigen Regenfällen auf maximal 21 Grad klettert, steht dem restlichen Teil des Landes ein schwül-heißer Sommertag bevor. Bis zu 31 Grad werden im Süden erwartet. Dazu ist es freundlich. Erst im Laufe des Nachmittags muss örtlich mit starken Schauern oder Gewittern gerechnet werden.

Mehr: Das Wetter in Hessen

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 30.6.2020, 20.15 Uhr