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Soldat hortete Waffen und Sprengstoff - drei Männer festgenommen

Umfangreicher Waffenfund

Spezialkräfte haben am Wochenende einen 21 Jahre alten Bundeswehrsoldaten aus Glashütten (Hochtaunus) und dessen 63 Jahre alten Vater festgenommen. Ein Bruder des Sohnes stellte sich. Gegen die Männer werde wegen des Verdachts auf Volksverhetzung, unerlaubten Waffen- und Sprengstoffbesitzes sowie gefährlicher Körperverletzung ermittelt, teilten das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Hanau am Montag mit.

Die Beamten stellten bei dem Trio Waffen, Munition und Sprengstoff sicher, darunter auch eine Handgranate. Es handele es sich überwiegend um Material, das nicht aus Bundeswehrbeständen stammt. Die Männer sollen sich außerdem "in rechtsextremer Weise geäußert" haben. Gegen alle drei wurden Haftbefehle erlassen. Weitere Angaben machten die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht.

Mehr: Waffen und Munition bei Bundeswehrsoldat gefunden

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Online-Petition für flexiblere Impfungen

Eine Spritze mit dem Astrazeneca-Impfstoff wird aufgezogen.

Geringere Wirksamkeit, Nebenwirkungen, nur empfohlen für unter 65-Jährige - von allen bislang zugelassenen Corona-Impfstoffen hat der von Astrazeneca das schlechteste Image. Die Folge: Viele, die eigentlich schon dürften, wollen sich nicht mit Astrazeneca impfen lassen. Beträchtliche Mengen des Impfstoffs bleiben ungenutzt liegen. Ein unmöglicher Zustand, wie eine Offenbacher Ärztin findet. Sie hat deshalb eine Petition gestartet.

Darin fordert sie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, sofort einen bestimmten Prozentsatz des Astrazeneca-Impfstoffs für alle Impfwilligen freizugeben, also auch für solche Menschen, die nicht zur Priorisierungsgruppe eins oder zwei gehören. Sie sollen sich registrieren lassen und nachrücken können, wenn Termine von Impfberechtigten nicht wahrgenommen werden. Auch Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte sich zuletzt offen für eine Lockerung der Impfreihenfolge gezeigt. Es müsse aber geklärt werden, wie das konkret gehen könne.

Mehr: Offenbacher Ärztin startet Petition für flexiblere Impfungen

Testbetrieb: Neues Anflugverfahren soll Städte entlasten

Flughafen Frankfurt

Seit Montag testet die Deutsche Flugsicherung (DFS) tagsüber ein neues Anflugverfahren für den Frankfurter Flughafen. Dabei weichen die Maschinen größeren Städten aus, um sie vom Fluglärm zu entlasten. Laut DFS spart das Verfahren außerdem Treibstoff. Profitieren könnten davon unter anderem Offenbach, Hanau und Mainz. Kleinere Kommunen wie etwa Babenhausen (Darmstadt-Dieburg) müssen dagegen mit mehr Fluglärm rechnen.

Genutzt wird der sogenannte segmentierte Anflug seit zehn Jahren in der Nacht, wenn verspätete Flugzeuge ausnahmsweise noch nach 23 Uhr landen dürfen. Dass die Anflüge jetzt auch tagsüber getestet werden können, liegt unter anderem am starken Rückgang des Flugverkehrs durch die Corona-Pandemie. Erste Erkenntnisse aus dem Testbetrieb sollen im Herbst vorliegen. Geklärt werden soll dabei auch, ob das Verfahren auch bei mehr Flugbetrieb am Tage durchgeführt werden kann.

Mehr: Landende Flugzeuge sollen größeren Städten ausweichen

Mitternachts-Haareschneiden in vielen Friseursalons

Friseur in Oberursel

Seit Montag dürfen Friseurgeschäfte wieder Kunden empfangen. Manche wollten keinen Moment warten, um wieder loszulegen und öffneten ihre Salons pünktlich um 0.01 Uhr. Über fehlende Kundschaft brauchten sie zu dieser ungewöhnlichen Stunde nicht klagen. Viele hatten den Moment herbeigesehnt, wieder auf dem Frisierstuhl Platz nehmen zu können und nahmen das Angebot dankbar an, wie etwa in Espenau (Kassel), Oberursel (Hochtaunus) und Wetter (Marburg-Biedenkopf).

Der Landesinnungsverband des Friseurhandwerks sieht in der Lockerung der Corona-Beschränkungen einen Hoffnungsschimmer für die stark belastete Branche. Viele Salons wären während des zweiten Lockdowns fast bankrott gegangen, erklärte Geschäftsführer René Hain. Sie mussten seit Dezember von Rücklagen leben oder waren auf finanzielle Hilfe angewiesen. "Die Hoffnung ist jetzt, wieder seinen eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können", sagte Hain.

Mehr: Friseure schneiden wieder Haare - einige seit Mitternacht

Das Wetter: Noch einmal Sonne und 16 Grad

In der Nacht zum Dienstag ist es zunächst sternenklar, später bilden sich im Norden und in der Mitte örtlich Nebelfelder. Die Tiefstwerte liegen zwischen 2 und -5 Grad. Am Dienstag ist es nach Auflösung örtlicher Nebelfelder wieder verbreitet sonnig. Die Temperaturen klettern auf 11 bis 16 Grad.

In den folgenden Tagen wird es zunehmend wechselhaft. Während am Mittwoch noch einmal 17 Grad erreicht werden, gehen die Temperaturen danach deutlich zurück. Am Freitag kann bei 0 bis 8 Grad vor allem im Süden auch wieder etwas Schnee fallen.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 01.03.2021, 20.15 Uhr