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Studie zum Wohnungsmangel in Hessen

Wohnungen in Frankfurt

367.000 - so hoch beziffert eine Studie des Darmstädter Instituts für Wohnen und Umwelt die Summe der Wohnungen, die bis zum Jahr 2040 in Hessen fehlen werden. Den Autoren zufolge wird es dabei große regionale Unterschiede geben: Während in Nord- und Mittelhessen das Wohnungsangebot zum Teil den Bedarf übersteigen werde, herrsche in Südhessen, und dabei insbesondere im Rhein-Main-Gebiet, weiterhin besonders große Wohnungsnot.

Als Ursache für den Mangel sehen die Autoren unter anderem das Bevölkerungswachstum an. Sie gehen davon aus, dass in zwanzig Jahren in Hessen 60.000 mehr Menschen leben werden als heute. Und: "Wir werden älter und bleiben daher länger in unseren Wohnungen. Außerdem wohnen Menschen inzwischen anders, immer mehr leben allein, zu zweit oder in einer Kleinfamilie", ergänzte Wohnungsbauminister Tarek Al-Wazir (Grüne).

Mehr: Hessen braucht 367.000 neue Wohnungen

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Langener Waldsee schließt wegen "chaotischer Zustände"

Eingang am Langener Waldsee

Das Strandbad Langener Waldsee wird ab Dienstag bis auf Weiteres geschlossen. Wie die Stadt Langen mitteilte, könne die Sicherheit der Besucher nicht mehr gewährleistet werden. Die Schließung sei von Betreibergesellschaft, Stadt und Polizei als Reaktion auf die chaotischen Zustände am Wochenende beschlossen worden.

Trotz der eindeutigen Aussage von Polizei und Stadt, dass die Anreise zum Strandbad nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß möglich sei, hätten sich auch am Wochenende wieder viele Menschen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet mit dem Auto oder Motorrad auf den Weg zum See gemacht. Einige Besucher ließen sich demnach auch von Polizei und Security nicht davon abhalten, ihre Fahrzeuge verbotenerweise an der angrenzenden B44 oder im Wald abzustellen. Rettungswege seien zugeparkt worden, was angesichts der zurzeit erhöhten Waldbrandgefahr besonders gefährlich sei.

Mehr: Langener Waldsee wird auf unbestimmte Zeit gesperrt

"Verschickungskind" spricht über seine Kur

Willi Schmidt in seinem Garten in Ebsdorfergrund-Wittelsberg.

Als Kind wurde Willi Schmidt aus Ebsdorfergrund (Marburg-Biedenkopf) zur Kur geschickt - 1967 ins nordhessische Bad Karlshafen und drei Jahre später nach St. Peter-Ording an der Nordsee. Wie unzählige "Verschickungskinder" in ganz Deutschland erlebte er dort Gewalt und Härte.

Abends im Schlafsaal habe er regelmäßig Ohrfeigen kassiert - unabhängig davon, ob er laut gewesen sei, erinnert sich Schmidt. Das sei für ihn eine neue Erfahrung gewesen. Er habe sich oft in den Schlaf geweint. Dass er während der Kur die Masern bekommen habe, sei letztlich seine Rettung gewesen. "Im Krankenzimmer hatte ich meine Ruhe."

Mehr: Ehemaliges "Verschickungskind": "Ich hatte das Gefühl, dass ich das nicht überleben werde"

Das Wetter: Schauer und Hitzegewitter

Am Montagabend entwickeln sich bei Sonne und Wolken vielerorts teils heftige Schauer und Gewitter. Die hr-Wetterredaktion warnt vor Starkregen, der binnen kurzer Zeit hohe Regenmengen von 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter mit sich bringen kann. Es können Sturmböen bis 100 km/h auftreten. Dabei ist es mit 31 bis 36 Grad schwül-heiß.

In der Nacht zum Dienstag gibt es noch weitere und durchaus heftige Schauer und Gewitter, die langsam abklingen. Die Nacht bleibt mit Temperaturen bis 23 Grad warm. Am Dienstag ist es teils bewölkt, teils sonnig und erst noch trocken. Dann bilden sich aber wieder mächtige Wolkentürme, die am Nachmittag und Abend kräftige Hitzegewitter bringen können. Es bleibt schwül bei 31 bis 36 Grad. Erneut drohen schwere Sturmböen.

Mehr: Das Wetter in Hessen

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 10.08.2020, 20:15 Uhr