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Tönnies-Schließung stellt Hessens Viehzüchter vor Probleme

Ein Schlachter zerteilt Schweine in einer Hausschlachterei.

Landwirt Jörg Kramm aus Grebenstein im Kreis Kassel hat möglicherweise bald ein Problem. Denn in knapp vier Wochen bekommt der Landwirt neue Mastferkel. Doch noch ist sein eigener Stall voll und er weiß nicht, ob er sich so schnell leeren wird. Denn die Hälfte seiner Schweine wurde bislang in der Großschlachterei Tönnies geschlachtet. Die ist wegen massenhafter Coronafälle aber zwischenzeitlich geschlossen worden.

Auch ausweichen ist derzeit kaum möglich, denn in Hessen gibt es vorwiegend kleine Schlachtbetriebe, die regional und für den Eigenbedarf schlachten. Die Fleischerinnung Frankfurt-Darmstadt-Offenbach schätzt, dass nur 20 Prozent des Fleischbedarfs regional in Hessen produziert werden. Obermeister Thomas Reichert bringt deswegen eine zentrale Schlachtstätte für die Region ins Gespräch. Diese solle von der Kommune oder vom Land betrieben werden.

Mehr: Tönnies-Schließung sorgt für Engpässe bei hessischen Bauern / Deshalb sehen sich hessische Fleischbetriebe bei Corona im Vorteil

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Trotz leichter Erholung kaum Passagiere am Flughafen Frankfurt

Flughafen Frankfurt Lufthansa Fraport Sujet

Die Luftfahrtbranche gehört in Coronazeiten zu einem der am härtesten getroffenen Wirtschaftszweige. Am Frankfurter Flughafen sind im Juni die Passagierzahlen im Vergleich zum Vormonat zwar leicht gestiegen. Doch im ersten Halbjahr sind die Passagierzahlen um über 60 Prozent eingebrochen.

So ging die Zahl der Passagiere am größten Airport Deutschlands im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat trotz leichter Erholung noch immer um knapp 91 Prozent auf 599.314 Fluggäste zurück. Im April und Mai waren die Zahlen noch dramatischer. Da waren die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr um fast 97 Prozent beziehungsweise 96 Prozent gefallen.

Mehr: Corona beschert Fraport Horror-Halbjahr nach Rekordjahr / Lufthansa streicht auch in den Führungsetagen Stellen

25 Jahre lang Frau nachgestellt: Haft für Stalker

Statue der Justizia

Stalker nehmen ihren Opfern viel Lebensqualität und ein großes Stück Privatsphäre. Selbst nach einem Wohnortwechsel machen die Täter ihre Opfer oft ausfindig. So auch in einem Fall vor dem Amtsgericht Frankfurt. Dort ist nun ein Mann zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte einer Frau in massiver Weise und über mehr als 25 Jahre hinweg nachgestellt - und das obwohl die Frau sich zwischenzeitlich beruflich im Ausland aufhielt.

Die Strafe muss der Mann antreten und wird nicht zur Bewährung ausgesetzt. Der 46-Jährige war bereits einschlägig vorbelastet.

Mehr: Zwei Jahre und fünf Monate Haft für Stalking

Das Wetter: Warm, aber zum Nachmittag zieht es zu

Der Dienstag beginnt schön: trocken, warm und mit Sonnenschein. Die Höchstwerte liegen bei 22 bis 29 Grad, auf den Bergen 19 bis 24 Grad. Doch zum Nachmittag droht das Wetter zu kippen. Von Nordwesten ziehen immer mehr Wolken auf und vor allem in der Nordwesthälfte kommt es hier und da zu Schauern, vereinzelt mit Blitz und Donner.

Mehr: Das Wetter in Hessen

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 13.07.2020, 20:15 Uhr