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Trübe Aussichten fürs Feuerwerk

Ein küssendes Paar vor nebligem Feuerwerk.

Trübe Aussichten fürs neue Jahr prophezeit die hr-Wetterredaktion. Wer sich nun noch mehr als sonst um Job, Familie und Zukunft sorgt, dem sei gesagt: Es geht (vorerst) nur um die Silvesternacht.

Feuchte Luft, die von der Nordsee nach Hessen gepustet wird, soll in Verbindung mit dem Böllerdunst vielerorts dafür sorgen, dass von dem Feuerwerksspektakel kaum etwas zu sehen ist. In vielen Regionen Hessens werde dichter Nebel entstehen, sagt hr-Meteorologe Ingo Bertram. "Wenn nicht schon vor Mitternacht, dann im Laufe des Feuerwerks." Wir empfehlen: Augen zu und durch!

Mehr: Eberhard und das Feuerwerk vernebeln den Blick ins Neue Jahr

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Frankfurt hat das heißeste Pflaster

Sommer am Main

Weil's so schön ist, bleiben wir beim Wetter. Das Jahr 2019 war aus meteorologischer Sicht ein im wahrsten Sinne des Wortes bewegtes. Dafür sorgte nicht nur ein Tornado der Stärke F1, der im Juli bei Wetzlar einigen Schaden anrichtete. Die abgelaufenen zwölf Monate bescherten uns auch die heißeste seit dem Beginn der Aufzeichnung je gemessene Temperatur in Hessen mit 40,2 Grad am 25. Juli.

Dass diese Rekordtemperatur an der Messstation Frankfurt-Westend festgestellt wurde, ist kein Zufall: Der Stadtteil gilt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) deutschlandweit als besonders heißes Pflaster. 12,3 Grad hatte es dort im Jahresdurchschnitt. Auf die gleiche Durchschnittstemperatur kommt bundesweit nur eine Messstelle in Köln. Ob das nun Grund zur Freude ist, soll jeder für sich entscheiden.

Mehr: Wetterbilanz 2019 - heiß, trocken und von Unwettern geschüttelt

Alsfelder verlegt 75.000 Stolpersteine

Gunter Demnig

Jeden Tag eine gute Tat: Wenn es nach dieser Faustregel geht, darf sich der Alsfelder Künstler Gunter Demnig demnächst mal ein paar Tage zurücklehnen. Er hat nämlich unlängst im bayrischen Memmingen seinen 75.000. Stolperstein verlegt. Aufhören will er damit noch lange nicht, wie der 72-Jährige im Interview verrät. Denn: "Die meisten der Opfer haben weder ein Grab noch Grabsteine und jetzt gibt es wenigstens einen Ort der Erinnerung."

Stolpersteine werden im Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Sie erinnern an Menschen, die im Nationalsozialismus ermordet und verfolgt wurden. Die Steine tragen die Namen der Opfer und werden vor ihren ehemaligen Wohnhäusern in den Boden eingelassen. Demnig hat einen großen Teil seiner Zeit seit Anfang der 90er Jahre dieser wertvollen Aufgabe gewidmet – im vergangenen Jahr etwa sei er etwa 270 Tage unterwegs gewesen, um in ganz Europa solche Gedenksteine zu verlegen. Auch von Morddrohungen lässt sich der Alsfelder dabei übrigens nicht entmutigen.

Mehr: Alsfelder Künstler verlegt 75.000. Stolperstein

Weniger Flüchtlinge in Hessen

Eine Frau mit Kopftuch wartet im Ankunftszentrum in Gießen

Auch in diesem Jahr ist die Zahl derer zurückgegangen, die in Hessen nach Schutz suchen. Von Januar bis einschließlich 4. Dezember wurden laut Sozialministerium 8.510 Asylsuchende hierzulande registriert. Die Gesamtzahl für das Jahr 2018 hatte nach Behördenangaben noch bei rund 10.200 gelegen, 2017 bei knapp 12.000.

Nachdem die Zahl der Flüchtlinge im Herbst und Winter des Jahres 2015 auf einen Höchststand gestiegen war, setzt sich landes- und bundesweit damit eine Entwicklung fort: Es kommen nach und nach weniger Schutzsuchende, nicht zuletzt durch die Abschottung der Balkanroute. Rund 16 Prozent aller hier registrierten Flüchtlinge stammen aus der Türkei, die damit in dieser Hinsicht die größte Gruppe stellt.

Mehr: Zahl der Flüchtlinge geht weiter zurück

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Zum Artikel auf hr-inforadio.de hr-iNFO: Der Tag in Hessen

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Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 30.12.2019, 20:15 Uhr