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Schülern drohen wieder Ehrenrunden

Leeres Klassenzimmer

War die Versetzung im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie garantiert, können Schülerinnen und Schüler ohne ausreichende Leistungen in diesem Jahr wieder sitzenbleiben. Das geht aus einem Schreiben hervor, das das Kultusministerium an die Schulen verschickt hat. Allerdings sind die Regeln gegenüber der Zeit vor Corona etwas weniger streng. So können Jungen und Mädchen in Einzelfällen trotzdem versetzt werden, wenn Gründe vorliegen, die sie nicht zu vertreten haben.

Außerdem soll es einen Vorjahresbonus geben: Waren im vergangenen Jahr die Bedingungen für eine Versetzung erfüllt, in diesem Jahr aber nicht, so können die Betreffenden trotzdem die nächste Klassenstufe erreichen. Wer in beiden Jahren die Voraussetzung nicht erfüllt hat, dem droht allerdings die Ehrenrunde. Überdies gibt es die Möglichkeit, freiwillig zu wiederholen. Freiwillige Ehrenrunden sollen nicht gezählt werden.

Mehr: Sitzenbleiben in Hessen wieder möglich

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Erbach verlässt Odenwälder Anti-Rechts-Bündnis

Einer der Streitpunkte: Das "Anti-Rassismus-Fahrrad" in Erbach

Die Stadt Erbach steigt aus dem Bündnis "Odenwald gegen Rechts" aus. Bürgermeister Peter Traub (FDP) wirft der Initiative Einseitigkeit vor und bemängelt, dass sie sich gegen alles richte, was rechts der Mitte sei. So stört sich Traub auch daran, dass sich das Bündnis explizit gegen die AfD wendet, eine Partei, die demokratisch in die Erbacher Stadtverordnetenversammlung gewählt worden sei.

Harald Staier, Kopf von "Odenwald gegen Rechts", findet es wiederum "unglaublich", dass die Stadt die AfD als eine normale demokratische Partei darstelle. Zwei weitere Anti-Rechts-Bündnisse in Darmstadt und im Kreis Darmstadt-Dieburg ziehen gar Vergleiche zu den 1920er und 1930er Jahren. Damals hätten "Verharmlosung und Ingnoranz" zum Aufstieg der NSDAP geführt. Traub versicherte seinerseits, Erbach werde sich weiter gegen politischen Extremismus engagieren.

Mehr: Erbach steigt aus Anti-Rechts-Bündnis aus

CDU und Grüne gegen NSU-Petition

NSU-Komplex auflösen

Eine Petition zur Offenlegung geheimer NSU-Akten ist im Petitionsausschuss des Landtags an den Stimmen von CDU und Grünen gescheitert. Eine Veröffentlichung der als geheim eingestuften Akten werfe grundsätzliche Fragen hinsichtlich rechtlicher Aspekte, Persönlichkeitsrechten Unbeteiligter und Informantenschutz auf, teilten die hessischen Grünen mit. Die Initiatoren warfen den Grünen vor, sich zu "Komplizen des Schweigens" zu machen, um den Koalitionsfrieden mit der CDU zu wahren.

SPD, Linke und AfD waren dafür, die Akten öffentlich zugänglich zu machen. Die FDP enthielt sich. "Transparenz hilft bei der Aufklärung", sagte SPD-Chefin Nancy Faeser. Die Offenlegung könne helfen, verloren gegangenes Vertrauen in die Behörden wieder herzustellen. Der Geheimbericht, in dem es auch um mögliche Verfehlungen des hessischen Verfassungsschutzes geht, umfasst rund 300 Seiten. Kommenden Mittwoch soll eine weitere Abstimmung im Plenum des Landtags erfolgen. SPD und Linke fordern dazu eine Debatte und eine namentliche Abstimmung.

Mehr: Grüne und CDU stimmen gegen Freigabe der NSU-Akten

Skatepark in Dieburg wieder frei von Rollsplit

Foto des Skateparks in Dieburg - ohne Rollsplit. Im Vordergrund ein Haufen Rollsplitt, in dem eine Schaufel steckt. Im Hintergrund zwei Skater auf einer Halfpipe sitzend.

Der Skatepark in Dieburg, der innerhalb weniger Tage zu einem Politikum geworden ist, ist wieder befahrbar. Mehrere Erwachsene befreiten die Anlage von Rollsplit, den die Stadt dort hatte ausschütten und verteilen lassen. Die Kommune hatte zu dieser ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen, nachdem weder Absperrbänder noch Polizeikontrollen verhindern konnten, dass sich immer wieder Jugendliche ohne Abstand und Maske auf dem wegen der Corona-Pandemie gesperrten Platz trafen.

Offen ist, von wem die Putzaktion nun ausging. Nach hr-Informationen war in einer Querdenker-Gruppe in dem Messengerdienst Telegram zu der Räumung aufgerufen worden. Der Polizei liegen hierzu nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse vor. Es stammten aber nicht alle Beteiligten aus dem Raum Dieburg, hieß es. Der Stadt kommt die Aktion letztlich zupass. Wegen anhaltend niedriger Inzidenzen sollte der Rollsplit sowieso kommende Woche beseitigt und der Platz wieder freigegeben werden. "Der Aufwand der Reinigung hat sich nun deutlich verringert", sagte Bürgermeister Frank Haus (parteilos).

Mehr: Dieburger Skatepark wieder freigeschaufelt

Wetter: Es bleibt unbeständig

In der Nacht zum Samstag klingen die Schauer ab. Die Luft kühlt auf bis zu 4 Grad ab. Am Samstagvormittag ist es zum Teil noch längere Zeit freundlich, gegen Mittag verdichten sich die Wolken, und es entwickeln sich immer öfter Schauer, auch einzelne Gewitter sind möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen 11 und 16 Grad, auf den Bergen ist es deutlich kühler. Es weht ein mäßiger, zeitweise auch frischer Süd- bis Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen in Schauernähe und auf den Bergen.

Am Sonntag ist es weiterhin wechselhaft mit mehr Wolken als Sonne, im Tagesverlauf bilden sich erneut Schauer oder kurze Gewitter. Die Höchstwerte betragen 10 bis 16 Grad. Auch in den Folgetagen setzt sich das wechselhafte und kühle Wetter fort.

Mehr: Das Wetter in Hessen (App-Nutzer hier klicken)

Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 20:15 Uhr