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Vor zwei Jahren wurde Walter Lübcke erschossen

Walter Lübcke während einer Rede.

Zum zweiten Jahrestag des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben Abgeordnete des Landtags an den CDU-Politiker erinnert und vor den Gefahren des Rechtsextremismus in Deutschland gewarnt. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) würdigte Lübcke als standhaften Politiker, der sich für ein freies Land und einen demokratischen Rechtsstaat eingesetzt habe. Für seine Einstellung habe Lübcke mit dem Leben bezahlt.

Der SPD-Abgeordnete Günter Rudolph wertete den Mord an Lübcke als Angriff auf die Demokratie. Für rechte Gewalt machte er auch Pegida, AfD und Querdenker mitverantwortlich. Der FDP-Abgeordnete Stefan Müller forderte eine Überprüfung der Strukturen beim Verfassungsschutz. Linken-Politiker Hermann Schaus beklagte eine schleppende Aufklärung durch den Lübcke-Untersuchungsausschuss.

Walter Lübcke war in der Nacht zum 2.Juni 2019 auf seiner Terrasse von dem Neonazi Stephan Ernst erschossen worden. Lübcke hatte sich für die Aufnahme von Flüchtlingen eingesetzt.

Mehr: "Dürfen extremistischen Gruppen nicht die Demokratie überlassen"

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Einigung bei Continental in Karben

Bei Continental wird gestreikt.

In ihrem Streit um die Zukunft des Continental-Werks in Karben (Wetterau) haben sich IG Metall und Arbeitgeber nun doch auf einen Kompromiss geeinigt. Nach Angaben der Gewerkschaft vom Dienstag soll es bis Ende 2022 keine Entlassungen geben. Außerdem wurde bei den Abfindungen für Beschäftigte, die bereit sind, das Unternehmen frühzeitig zu verlassen, nachgebessert, ebenso bei den Möglichkeiten für Altersteilzeit und Vorruhestand.

Gewerkschafter Jörg Köhlinger sprach von einem "tragfähigen Ergebnis" und der "Chance einer nachhaltigen Standortentwicklung". Die IG Metall hatte den vorläufig vereinbarten Sozialtarifvertrag vor knapp zwei Wochen überraschend platzen lassen und Nachbesserungen bei Kündigungsschutz und Abfindungen verlangt. Darüber hinaus bleibt es beim langfristigen Erhalt des Geschäftsfeldes Engineering Service mit knapp 200 Mitarbeitern sowie der Verlängerung eines Teilbetriebs mit 150 Beschäftigten bis Ende 2025.

Mehr: Continental und IG Metall einigen sich auf Stellenabbau in Karben

Toter bei Unfall auf A45

Unfall Langenselbold

Bei einem schweren Unfall auf der Verbindung der Autobahnen 45 und 66 ist am Dienstagmorgen ein Mensch getötet worden. Laut Autobahnpolizei brannten an der Unfallstelle zwischen dem Langenselbolder Dreieck und dem Hanauer Kreuz zwei Autos aus, nachdem ein Lkw in einen Stau gefahren war. Warum der Laster nicht bremste, war zunächst unklar. Insgesamt waren sieben Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt.

Wegen der Aufräumarbeiten bildeten sich im morgendlichen Berufsverkehr auf beiden Autobahnen lange Staus. Auch auf der A5 kam es am Morgen zwischen Homberg (Ohm) und Grünberg (Gießen) zu Behinderungen, nachdem zwei Laster zusammengeprallt waren. Dabei wurde ein 47 Jahre alter Lkw-Fahrer schwer verletzt und musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden.

Mehr: Toter bei Unfall am Stauende auf A45

Ende für Anfang in Darmstadt

Markus Anfang

Nun ist es amtlich: Trainer Markus Anfang verlässt nach nur einer Saison den SV Darmstadt 98. Der 46-Jährige nimmt ein Angebot des Erstliga-Absteigers Werder Bremen wahr. Dass Anfang die Lilien zu Wochenbeginn mit dieser Nachricht überraschte, obwohl er einen Vertrag bis 2022 hatte, sorgte zunächst für mächtig Knatsch - und einen Verhandlungspoker.

Ein erstes Angebot aus Bremen über 200.000 Euro Ablöse lehnten die Südhessen zunächst ab. Wie der hr-sport erfahren hat, legten die Norddeutschen aber noch einmal nach. Eine genaue Summe ist nicht bekannt, dem Vernehmen nach hatte Darmstadt aber eine deutlich höhere Summe verlangt. Zurück bleibt die Verstimmung über die Art und Weise von Anfangs Abschied.

Mehr: Nach Knatsch am Montag: Anfang doch nach Bremen

Wetter: Mittwoch sonnig, Gewitter ab Donnerstag

In der Nacht zeigt sich der Himmel oft klar oder nur locker bewölkt. In den nördlichen Landesteilen gibt es mitunter dichtere Wolken, es bleibt aber meist trocken. Die Tiefstwerte liegen zwischen 12 und 7 Grad.

Am Mittwoch scheint vielfach die Sonne oder es ist nur locker bewölkt. Im Norden und Nordosten gibt es mitunter dichtere Wolken, aber es bleibt weitgehend trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 und 28 Grad. Am Donnerstag und Freitag gibt es neben Sonnenschein teilweise starke Bewölkung mit Schauern und Gewittern, die kräftig sein können. Mit Höchstwerten um 27 Grad ist es schwülwarm.

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Sendung: hr-iNFO, Der Tag in Hessen, 20:15 Uhr