Eine Barista steht an einer Espressomaschine und bereitet einen Milchkaffee.

Das lange Pfingstwochenende lädt traditionell zum Ausflug oder zum Kurzurlaub ein. Doch was ist wo trotz Corona möglich? Auch wenn die Inzidenzen sinken, muss genau geplant werden.

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hs
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Mit dem Wohnwagen übers lange Wochenende verreisen, wandern im Taunus, mit Freunden auf ein Bier treffen oder mit den Kindern in den Freizeitpark: Die Corona-Inzidenzen sinken, die Freude auf das lange Pfingstwochenende wächst von Tag zu Tag.

Viele zieht es nach Monaten der Zwangspause in die mancherorts wieder geöffneten Terrassen und Biergärten der Restaurants und Cafés, auch beliebte Ausflugsziele und Freizeitparks wie die Lochmühle in Wehrheim (Hochtaunus) öffnen wieder. An einigen Orten erwarten Hotels ihre ersten Gäste, Campingplätze stehen bereit.

Die ersten sieben Kreise und Städte öffnen

Lockere Pfingsttage - mit Öffnungen, Ausflugsmöglichkeiten und großzügigeren Kontaktregeln - sind jedoch noch nicht überall möglich. Nur in den elf (von 26) Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen, in denen die Bundesnotbremse nicht mehr greift, wird nach dem zweistufigen Öffnungsplan der Landesregierung gelockert. Dort fallen unter anderem die nächtlichen Ausgangssperren weg.

Im Kreis Bergstraße, in Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, Marburg-Biedenkopf, im Hochtaunuskreis, Rheingau-Taunus und Vogelsbergkreis gilt aktuell die Lockerungsstufe 1 - die Inzidenz in den Kreisen und Städten lag hier zuletzt stabil unter 100. Am Samstag kommen auch die Kreise Gießen, Main-Taunus und Odenwald hinzu.

Sogar einen Schritt weiter ist bereits die Wetterau, die ab Freitag mit dem Erreichen von Stufe 2 als erster Kreis noch mehr Normalität einführt. Dort liegt die Inzidenz seit mehreren Tagen unter 50.

Wo sind Öffnungen möglich?

Das hängt von der Inzidenz ab, also der Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Oberhalb des Grenzwertes von 100 greift die Bundesnotbremse mit den entsprechenden Regeln wie der nächtlichen Ausgangssperre. Liegt in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen (Sonn- und Feiertage werden nicht mitgezählt) die Inzidenz darunter, werden ab dem übernächsten Tag einige Beschränkungen gelockert.

Dann greift zunächst Stufe 1 des neuen zweistufigen Öffnungskonzepts der Landesregierung. Die zweite Stufe ist erreicht, wenn die Kreise weitere 14 Tage in Folge unter der 100er-Schwelle bleiben oder fünf Tage nacheinander eine Inzidenz von unter 50 aufweisen. Hier werden wiederum Sonn- und Feiertage mitgezählt, und die Umsetzung folgt unmittelbar am nächsten Tag.

Was ist bei Ausflügen zu beachten?

In Kreisen und kreisfreien Städten der Stufe 1 dürfen Außenbereiche von Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Zoos, Freizeitparks oder Freilichtmuseen unter Auflagen öffnen, eine Anmeldung ist nötig. Für den Besuch von Innenräumen gilt zudem die Maskenpflicht, ein tagesaktueller Corona-Test wird empfohlen. In der Stufe 2 ist eine Anmeldung nicht mehr nötig, die Einrichtungen sind unter Auflagen geöffnet. Ein Test wird empfohlen.

Zoos und botanische Gärten dürfen ihre Außenbereiche auch in Regionen, die von der Bundesnotbremse geregelt werden, für Gäste öffnen. Die Besucherinnen und Besucher müssen aber einen negativen Schnelltest vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Vollständig Geimpfte und Genesene mit Nachweis sind davon befreit.

Sind Übernachtungen möglich?

Hotels, Campingplätze, Ferienhäuser oder Jugendherbergen sind in Regionen, die in die Lockerungsstufe 1 fallen, mit Auflagen geöffnet. Ein Corona-Test ist bei der Anreise nötig sowie zwei Mal pro Woche. Gemeinschaftsbereiche wie Frühstücksräume dürfen nur zu maximal 60 Prozent ausgelastet sein, in der Stufe 2 bis zu 75 Prozent. Vollständig Geimpfte oder Genesene müssen den Test nicht nachweisen.

In den 15 hessischen Kreisen und kreisfreien Städten, in denen noch die Bundesnotbremse gilt, sind touristische Übernachtungen hingegen nicht erlaubt.

Kann man in Biergärten einkehren?

In Regionen, in denen die Corona-Regeln der Stufe 1 gelten, darf die Außengastronomie öffnen. Es müssen Auflagen wie ein tagesaktueller Corona-Test sowie Abstands-, Hygiene- und Kontaktregeln beachtet werden. Gäste müssen bis zum Platz eine Maske tragen, es gilt eine Sitzplatzpflicht. Zudem werden die Kontaktdaten erfasst.

Die Stufe 2 des Corona-Konzepts sieht unter Auflagen auch die Öffnung der Innenbereiche von Lokalen vor - hier ist wieder ein Coronatest verpflichtend. Für die Außengastronomie brauchen Gäste dann keinen negativen Test mehr, es gilt eine Testempfehlung. Draußen und drinnen gelten weiterhin Hygieneauflagen.

Mit wie vielen Personen darf man sich treffen?

In den Regionen der Stufe 1 sind Treffen mit insgesamt zwei Haushalten möglich - vollständig Geimpfte und Genesene dürfen zusätzlich dazukommen. In der Stufe 2 dürfen Angehörige von zwei Haushalten oder zehn Personen zusammenkommen. Geimpfte/Genesene/Kinder unter 14 zählen nicht mit.

In den Kreisen und Städten, die noch von der Bundesnotbremse geregelt werden, sollen sich Treffen auf einen Haushalt plus eine weitere Person sowie ihre maximal 14 Jahre alten Kinder beschränken.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 20.5.2021, 19.30 Uhr