Wasserkuppen-Ferienhäuser aus Holz im Schnee
Zwei der geplanten vierzehn Ferienhäuser sind fertig. Die ersten Touristen waren schon da. Bild © Feriendorf Wasserkuppe

Auf der Wasserkuppe entsteht Hessens höchstes Feriendorf mit Holzhäusern für Sport- und Wellnessurlauber. Nun ist der erste Teil offiziell eröffnet worden.

In den Nachthimmel schauen konnten Besucher der Wasserkuppe schon immer gut. Sie liegt mitten im Sternenpark Rhön. Für Faule geht das bald auch vom Bett aus - durch große Glaselemente im Dach. Die Luken für Sternengucker sind eine der Besonderheiten, mit denen das Feriendorf Wasserkuppe Besucher auf Hessens höchsten Berg locken will. Seit Dienstag ist der erste Teil des Dorfes offiziell eröffnet.

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Drei Jahre lang wurde geplant, bis Weihnachten sollen alle Ferienhäuser fertig sein: Mit 14 Unterkünften für Touristen wollen Andreas Schubert und Boris Kiauka den Tourismus auf der Wasserkuppe ankurbeln. Im Winter ein Skigebiet, ist sie als höchster Berg der Rhön im Sommer ein beliebtes Ziel für Gleitschirmflieger - für sie betreiben Schubert und Kiauka eine Flugschule und zwei Hotels nebenan.

"Bisher mussten wir pro Jahr etwa 5.000 Übernachtungen in unseren Hotels absagen", berichtet Kiauka. Deshalb der Plan: ein nachhaltiges Feriendorf, um mehr Besucher unterbringen zu können und neue anzulocken.

Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit

Von oben betrachtet liegen die Häuser da wie in die Landschaft getupft, viel frisches Holz zwischen Hauptstraße und Waldrand. Etwa 30 Fichten mussten weichen für das Projekt, ein Vielfaches an Bäumen haben Schubert und Kiauka für ihre Holzhäuser verarbeitet. "Wir haben mit rhöntypischen Materialien gebaut, das Holz kommt von hier", sagt Kiauka über ihr Konzept.

Torsten Raab, Fachdienstleiter im Biosphärenreservat Rhön, sieht das Dorf positiv. "An der Stelle gab es keinen schützenswerten Bestand und sie haben ein Holzhaus entwickelt, was da gut reinpasst", befindet Raab. Er koordiniert die nachhaltige Entwicklung des Naturschutzgebiets. "Wir möchten Gäste, die sich mit dem Reservat auseinandersetzen und länger bleiben. Das kann man mit so einem Angebot erreichen."

4,5 Millionen Euro investiert

Zwei Häuser sind schon fertiggestellt, acht Einzel- und vier Doppelhäuser sollen bis Ende des Jahres folgen. In ein Doppelhaus passen - wenn man die Hälften verbindet - bis zu 16 Urlauber. In den meisten anderen kommen bis zu sechs Touristen unter. Die ersten von ihnen waren über Silvester schon da.

4,5 Millionen Euro haben Schubert und Kiauka in ihr Projekt investiert, dafür rechnen sie mit bis zu 10.000 Übernachtungen in den nächsten Jahren. "Wir hoffen, dass das Ganze sich wirtschaftlich umsetzen wird und die Gäste begeistert nach Hause fahren", sagt Kiauka. "Von einer starken Wasserkuppe profitiert die ganze Region."