Die kleine Paula am Mittwoch im wieder eröffneten Frankfurter Zoo vor einer Glasscheibe der Pinguin-Anlage.

Nachdem der Kronberger Opel-Zoo seinen Besucheransturm bereits erlebt hatte, können die Menschen nach monatelangem Lockdown auch wieder die Tiere im Frankfurter Zoo bestaunen. Weitere Tierparks haben ebenfalls geöffnet.

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hsk
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Lange mussten die Hessen darauf verzichten, den Tieren im Frankfurter Zoo ihre Aufwartung zu machen. Seit Mittwoch ist der Haupteingang wieder für Besucher geöffnet. Die jüngst beschlossene Lockerung der Corona-Maßnahmen macht es möglich. Betreten kann man den Zoo nur, wenn man sich vorher online angemeldet hat. Für den Besuch gibt es zwei Zeitfenster von 9 Uhr bis 12.45 Uhr sowie von 13.15 bis 17 Uhr. Es sind jeweils 400 Besucher zugelassen. Auch Besitzer von Jahreskarten müssen ein Zeitfenster buchen.

Am Mittwochvormittag war die Situation am Eingang entspannt, wie eine Sprecherin des Zoos sagte. Das erste Zeitfenster sei nicht ganz ausgebucht gewesen, der Nachmittag hingegen schon. Auch die kommenden Tage seien bereits gut gebucht. Einzelne Plätze gebe es noch für den Freitagvormittag.

Anfassen nur am Zaun

Im Zoo gelten Hygiene- und Abstandsregeln. Auf dem gesamten Gelände muss eine medizinische Maske getragen werden. Schaufütterungen und ähnliche Vorführungen finden bis auf Weiteres nicht statt, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Das Menschenaffen-Haus, der Katzendschungel, das Nashornhaus und die Vogelhallen bleiben geschlossen.

Anfassen der Zwergziegen an der Streichelwiese war am Mittwoch möglich, allerdings nur am Zaun. Die Tore zur Wiese blieben zu. Handdesinfektionsmittel stand bereit. Die obere Etage des Exotariums ist derzeit wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Alle anderen Tierhäuser sind nach Angaben des Zoos geöffnet. Der Eingang Rhönstraße bleibt bis voraussichtlich Ende April geschlossen.

Ansturm zur Wiedereröffnung im Opel-Zoo

Im Kronberger Opel-Zoo war der Andrang zur Öffnung am Montag enorm. Bereits am Morgen bildeten sich lange Schlangen vor der Kasse. Früh hieß es: "Wir sind für den Rest des Tages ausverkauft." Eine Sprecherin sagte: "Auch am kommenden Wochenende gibt es nur noch vereinzelt Karten für die 9-Uhr-Slots."

Über ein Online-Ticketsystem konnten die Besucher ihre Karten für den Zoobesuch kaufen. Angeboten wurden drei Zeitfenster, zu denen jeweils 500 Menschen auf das Gelände dürfen, Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet. "Wir haben die Anzahl der Tickets auf 500 beschränkt, weil sie ja auch alle an der Kasse vorbei müssen, das ist so ein bisschen das Nadelöhr", sagte die Sprecherin. Man wolle den Menschen ein sicheres Ausflugsziel bieten. Der Opel-Zoo hat die Terminvergabe zunächst für die kommenden zwei Wochen freigeschaltet.

Geöffnet sind alle Anlagen und die Tierhäuser, wenn sich die Tiere nicht auf den Außengehegen aufhalten. Geschlossen bleiben Spielplätze und der Streichelzoo, weil der Zoo dort die Einhaltung der Abstandsregeln nicht überwachen kann. Auch das beliebte Kamel-Reiten ist nicht möglich. Das Zoo-Restaurant bleibt zu, die Kioske wollen Essen zum Mitnehmen anbieten.

Weitere Tierparks in Hessen:

Vivarium Darmstadt öffnet Außenbereiche

Der Darmstädter Zoo öffnete ebenfalls am Montag seinen Außenbereich. Der Spielplatz und der Zooshop blieben geschlossen. Tickets müssen auch hier vorab online auf der Webseite gekauft werden. Es besteht Maskenpflicht.

Tierpark Herborn seit Montag wieder offen

Auch der Tierpark Herborn (Lahn-Dill) öffnete am Montag nach vier Monaten erzwungener Pause wieder seine Außenbereiche. Anmeldung und vorgeschriebener Vorab-Ticketkauf über die Homepage.

Greifvogel-Flugschau im Tierpark Sababurg

Der Tierpark Sababurg in Hofgeismar (Kassel) hat seine Tore am Mittwoch geöffnet. Auch hier ist der Besuch nur über vorherige Online-Anmeldung über die Homepage des Tierparks möglich. Die Reservierung ist kostenfrei , man benötigt für den Eintritt zusätzlich eine Tages- oder Jahreskarte. Es gibt Zeitfenster für den Einlass, die Dauer des Aufenthalts ist aber nicht vorgegeben, wie Betriebsleiter Uwe Pietsch erklärte. Der Tierpark ist von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Schaufütterungen finden nicht statt, außerdem sind das Tierpark-Museum, die Wellensittich-Voliere, die Pinguin-Anlage und die Kontaktgehege noch geschlossen, ebenso das Gasthaus "Zum Thiergarten". Eine Greifvogel-Flugschau findet drei Mal täglich (außer montags) statt. Im Freien besteht keine generelle Maskenpflicht, wohl aber im Eingangsbereich, an den Toiletten und rund um die Imbissstände.

Wildpark Hanau und Tiergarten Weilburg

Der Hanauer Wildpark Alte Fasanerie von Hessen Forst macht derzeit Führungen. Davon gibt es täglich zwei. Jede dauert zwei Stunden. Man muss sich dafür per E-Mail mit Namen, Adresse und Rufnummer anmelden. Anmeldungen müssen bis 12 Uhr am Vortag erfolgen. Laut Internetseite des Tierparks ist ein Buchungsportal für Einzelbesuche in der Entstehung und soll demnächst online gehen.

Zwei Wölfe im Wildpark Alte Fasanerie Klein-Auheim

Der Tiergarten Weilburg, der ebenfalls zu Hessen Forst gehört, hat seine Tore auch am Mittwoch geöffnet. Die Terminvergabe findet über die Homepage statt. Am Eingang findet eine Ausweiskontrolle statt. Es gibt zwei Besuchszeitfenster jeweils von 9 bis 13 sowie von 14 bis 18 Uhr. Es besteht Maskenpflicht auf dem gesamten Gelände.

Vogelburg Weilrod wartet - zumindest noch ein bisschen

Die Betreiber der Vogelburg Weilrod (Hochtaunus) sind optimistisch, dass sie zum geplanten Frühjahr-Starttermin am 15. März öffnen können.

Hessische Tier- und Wildparks

Der Wild- und Freizeitpark Willingen wartet ab

Auch in Willingen (Waldeck-Frankenberg) sieht man zur Zeit mehr Risiken als Chancen: Der Aufwand für reservierte Tickets sei zu groß, und man befürchte, dass viele Besucher ohne Anmeldung kommen, die dann weggeschickt werden müssten, sagt ein Sprecher. Die Betreiber des Wild- und Freizeitparks wollen die nächste Entscheidungsrunde von Bundesregierung und Ländern am 22. März abwarten.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 08.03.2021, 16.45 Uhr