Das Maskottchen "Mr. Monopoly" zeigt die hessische Edition des Spieleklassikers.

Gelnhausen gibt es schon für kleines Geld, Frankfurt und Wiesbaden werden hingegen richtig teuer: Neuerdings gibt es den Brettspiel-Klassiker "Monopoly" in einer hessischen Variante. Zigtausende wirkten bei der Erstellung mit.

Seit Jahrzehnten erhitzt "Monopoly" die Gemüter von Brettspiel-Fans und Familien auf der ganzen Welt - jetzt gibt es den Klassiker auch in einer hessischen Edition. Sie wurde am Dienstag in Frankfurt vorgestellt.

Während man im klassischen "Monopoly" Straßen und Gebäude wie die Schlossallee oder den Südbahnhof kauft, geht es in der hessischen Variante gleich um ganze Städte: von Herborn über Bensheim, Bad Hersfeld und Rüsselsheim bis Frankfurt.

Das Spielbrett und die Verpackung der neuen hessischen Monopoly-Edition

Welche Städte und Gemeinden auf dem Spielfeld gelandet sind, darüber konnten die Hessinnen und Hessen im vergangenen Jahr online abstimmen. "Auf unseren Aufruf hin wurden von rund 16.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mehr als 360 Orte genannt, die unbedingt auf das Spielfeld sollten", erklärt Florian Freitag. Seine Agentur "polar 1" produziert Themen-Editionen von "Monopoly".

"An der finalen Auswahl beteiligten sich dann mehr als 120.000 Menschen. So eine große Resonanz hatten wir bisher noch bei keiner Edition", sagt Freitag.

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Diese Orte haben es ins hessische "Monopoly" geschafft

Nordhessen: Bad Wildungen, Kassel
Osthessen: Bad Hersfeld, Fulda
Mittelhessen: Herborn, Marburg, Nidda, Wetzlar, Butzbach, Weilburg, Gießen
Rhein-Main: Offenbach, Hanau, Seligenstadt, Gelnhausen, Raunheim, Frankfurt, Rüsselsheim, Wiesbaden
Südhessen: Bensheim, Gernsheim, Darmstadt

Ende der weiteren Informationen

Am teuersten im hessischen "Monopoly" sind die Städte Wiesbaden und Frankfurt - sie ersetzen hier die edle Parkstraße und die Schlossallee. An Stelle der vier Bahnhöfe, die es im klassischen "Monopoly" gibt, findet man in der hessischen Variante vier Sehenswürdigkeiten: den Frankfurter Römer, den Edersee, die Grube Fortuna in Solms (Lahn-Dill) und die Wasserkuppe.

Bürgermeister: "Mein Herz hat gelacht"

Mit dabei beim Hessen-"Monopoly" ist auch Gelnhausen. Deren Bürgermeister Daniel Glöckner (FDP) ist begeistert: "Ich habe ein 'Monopoly'-Spiel, seit ich sieben oder acht Jahre alt war", sagte Glöckner dem hr. "Wenn man dann erfährt, die eigene Stadt ist mit dabei - da hat mein Herz gelacht."

Das Maskottchen "Mr. Monopoly" in Gelnhausen

Gelnhausen ersetzt im hessischen "Monopoly" die Seestraße, gehört damit also zu den weniger kostspieligen Feldern im Spiel. "Natürlich hätte man gerne die Schlossallee", sagt Bürgermeister Glöckner.

Auch wenn es dafür nicht gereicht hat: Gelnhausen hat eine eigene Ereigniskarte bekommen. "Sie unternehmen einen Ausflug in die Stadt des Telefonerfinders Philipp Reis und besuchen das 'begehbare Ohr'", heißt es da. Für Bürgermeister Glöckner ist klar: "Besseres Marketing gibt es nicht."

Mehr als 250 Spielvarianten

Das Hessen-"Monopoly" soll in den nächsten Tagen in den Handel kommen. Nach Angaben des Herstellers gibt es bislang schon 6.000 Vorbestellungen.

Monopoly ist demnach in mehr als 250 verschiedenen Varianten erhältlich - darunter auch schon andere mit Bezug zu Hessen: zum Beispiel eine Frankfurt-Version oder eine Edition für Fans des SV Darmstadt 98.

Sendung: hr-fernsehen, maintower, 23.03.2021, 18 Uhr