Lebkuchenherz mit der Aufschrift "Frohe Weihnacht"

Ob Glühwein, heiße Maronen oder Lebkuchen - in Frankfurt, Kassel, Darmstadt oder Wiesbaden soll es trotz der Corona-Krise auch in diesem Jahr Weihnachtsmärkte geben. Zur Zeit feilen die Städte an Hygiene-Konzepten.

Die Weihnachtsmärkte in den meisten hessischen Städten sollen trotz Corona stattfinden, allerdings unter strengen Auflagen. Was bislang geplant ist:

  • In der Landeshauptstadt Wiesbaden soll das Weihnachtsmarkt-Geschehen auf vier separate Flächen verteilt werden. In einigen dieser Bereiche werde es Zugangskontrollen mit Erfassung von Kontaktdaten geben, teilte die Stadtverwaltung mit. Dort dürfen sich gleichzeitig maximal 250 Personen aufhalten. In einem Bereich mit Kunsthandwerk-Anbietern werde es lediglich eine Maskenpflicht, aber keine Kontrollen geben.
  • In Frankfurt ist nach Auskunft der zuständigen Tourismus und Congress GmbH bislang lediglich die Entscheidung gefallen, dass es einen Weihnachtsmarkt geben soll. Allerdings sei auch klar, dass dieser nicht in gewohnter Weise auf dem Römerberg stattfinden könne. Noch gebe es keine fertigen Hygienekonzepte, sagte eine Sprecherin.
  • Auch Kassel will nicht auf den Weihnachtsmarkt verzichten. Dort sollen die Abstände zwischen den Marktständen vergrößert werden.
  • In Darmstadt ist geplant, den üblichen Weihnachtsmarkt auf mehrere innerstädtische Zonen auszuweiten. Ebenso wie in Wiesbaden sollen Fahrgeschäfte für Kinder, Händler und Glühweinstände räumlich voneinander getrennt werden. Geschlossene Hütten oder Zelte sind laut Stadt nicht erlaubt, und insgesamt wird es trotz der größeren Veranstaltungsfläche weniger Stände geben als in den vergangenen Jahren.
  • In Offenbach steht noch nicht fest, ob in diesem Jahr überhaupt ein Weihnachtsmarkt stattfindet. Eine Rathaussprecherin sagte, eine endgültige Entscheidung werde auch frühestens im Oktober fallen.

In einer Reihe kleinerer hessischer Kommunen wie beispielsweise in Schwalmstadt (Schwalm-Eder) entschlossen sich die Verantwortlichen, 2020 auf Weihnachtsmärkte zu verzichten. Als erste Gemeinde im Bundesland hatte Biebertal (Gießen) einen entsprechenden Beschluss bereits Mitte August gefällt.