Park der Hochschule Geisenheim

Grüne Oasen mitten in der Stadt, die nicht jeder kennt und Parks, die einen Ausflug lohnen: Eine neue Broschüre (auch als PDF) stellt 119 unbekannte Gartenanlagen und Naturdenkmäler im ganzen Rhein-Main-Gebiet zusammen. Fünf Geheimtipps daraus stellen wir hier vor.

Park der Hochschule Geisenheim: Grüne Forschungsstätte

Die Hochschule Geisenheim steht in einer langen Tradition von breit gefächerten, "grünen" Lehrangeboten in Verbindung mit praxisnaher Forschung. Hervorgegangen ist sie aus der Königlich Preußischen Lehranstalt für Obst- und Weinbau aus dem Jahr 1872. Heute bietet sie Studiengänge in Wein- und Gartenbau, Landschaftsarchitektur, Logistik und Management Frischprodukte sowie Getränketechnologie an.

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zum hr2.de Download Parkporträts: Ins Grüne – 119 Parks und Gärten in FrankfurtRheinMain

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Das Herzstück der im Januar 2013 gegründeten "Hochschule Neuen Typs" bilden zwei denkmalgeschützte Parkanlagen. Der etwa drei Hektar große Hochschulpark wurde ursprünglich als Obstgarten angelegt und ist offen für alle.

Weitere Informationen

Information

Von-Lade-Straße 1
65366 Geisenheim
www.hs-geisenheim.de
ÖPNV: Geisenheim Hochschule- University/Buslinie 185
täglich geöffnet / Eintritt frei

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Schlossgarten Weilburg: Feinstes Barock über der Lahn

Schloss Weilburg liegt eindrucksvoll oberhalb der Lahn. Barocke Terrassen prägen den Weilburger Schlossgarten, in fünf Stufen ziehen sie sich zur Lahn hinunter.

Schloss Weilburg

Eine Besonderheit im Weilburger Schlossgarten sind die beiden Orangerien: Die Obere Orangerie verbindet Kirche und Schloss miteinander. Sie wird noch heute entsprechend ihres ursprünglichen Zwecks genutzt. Alljährlich finden hier die überregional bekannten Weilburger Schlosskonzerte statt. Die Untere Orangerie überbrückt durch ihre Lage den Höhenunterschied zwischen dem Oberen und dem Unteren Schlossgarten.

Weitere Informationen

Information

Schlossplatz 3
35781 Weilburg
www.schloesser-hessen.de
ÖPNV: Weilburg Rathaus/ Denkmal/Buslinien LM-61, LM-62, X89
täglich geöffnet bis Einbruch der Dunkelheit / Eintritt frei
Schloss Weilburg ist leider nicht barrierefrei!

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Garten Kölsch in Büdingen: Bürgergarten zwischen historischen Mauern

Garten Kölsch in Büdingen

Der farbenprächtige Garten Kölsch schmiegt sich zwischen zwei Stadtmauern: im Osten die wehrhafte Mauer um die Altstadt von 1350, im Westen die mächtige Stadtbefestigung aus dem 16. Jahrhundert.

Das sumpfige Gelände wurde erst Anfang des 19. Jahrhunderts trockengelegt. Der Garten selbst befand sich lange Zeit im Besitz der Büdingerin Edith Kölsch (1893–1985). Sie pflanzte dort Stauden, die sie von ihren zahlreichen Reisen durch Europa mitgebracht hatte. Gäste waren ihr jederzeit willkommen, ganz gleich, ob sie aus botanischem Interesse oder zum Plaudern den Weg in den Garten fanden.

1985 verstarb Edith Kölsch hochbetagt. Schon zu Lebzeiten hatte sie den Garten der Stadt Büdingen vermacht, in der Hoffnung, ihr Lebenswerk würde fortgeführt. Seit 2003 gibt es den Garten Kölsch in seiner jetzigen Form und seitdem wird er von einer Gruppe aus der Bürgerschaft gepflegt.

Weitere Informationen

Information

Am Altstadtparkplatz
www.gartenkoelsch.de
ÖPNV: Büdingen Mühltor/ Buslinie FB-24, AST FB-24
täglich geöffnet / Eintritt frei

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Schlosspark Rumpenheim in Offenbach: Malerisch verwildert

Schloss Rumpenheim

Zwischen dem 17. und dem frühen 19. Jahrhundert bauten die Landgrafen von Hessen-Kassel das Schloss Rumpenheim in mehreren Etappen zu der heutigen repräsentativen dreiflügeligen Anlage aus. Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäude ließen sie im angrenzenden Dorf errichten.

Audiobeitrag

Audio

zum hr2.de Audio Sabine von Bebenburg über grüne Oasen in FrankfurtRheinMain

Sabine von Bebenburg
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Zeitgleich entstand der Schlosspark, der mit Blickachsen in die Mainlandschaft und das Umland ausgreift und sich mit diesen verzahnt. Dem heutigen Park ist noch anzusehen, dass seine einzelnen Bereiche nach und nach geschaffen wurden, ohne dass sie jemals durch einen einheitlichen Plan insgesamt gestaltet wurden. Deshalb fallen im unmittelbaren Umfeld des Schlosses auch noch Spuren einer älteren formalen Gartenanlage auf.

Sie erinnern beispielsweise daran, dass sich hier einst ein Friedhof befand und es außerdem geometrische Gemüse- und Blumengärten gab, die der Versorgung der fürstlichen Tafel und als Erwerbsquelle dienten.

Weitere Informationen

Information

Breite Straße, Schlossgartenstraße
63075 Offenbach am Main
www.offenbach.de
ÖPNV: Offenbach-Rumpenheim Marstallstraße/Buslinien 101, 107
täglich geöffnet / Eintritt frei

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Peterskirchof in Frankfurt: Grüne Oase zwischen Bankentürmen

Friedhof der Peterskirche Frankfurt

Die Peterskirche kennen vor allem jüngere Frankfurter als Konzertlocation "Jugend-Kultur-Kirche". Ihr Kirchhof ist der Vorgängerfriedhof des Hauptfriedhofs und beinhaltet in seinen Mauern rund 200 Epitaphien, Grabinschriften, aus der Zeit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis 1828. Er ist damit der älteste erhaltene christliche Friedhof der Stadt. Unter anderem sind dort Goethes Eltern Johann Caspar und Catharina Elisabeth begraben.

AIDS-Mahnmal auf dem Peterskirchhof Frankfurt

Heute ist der Peterskirchhof nach mehrfacher Umgestaltung als schöner, kleinräumiger Ruhegarten erschlossen. Ein gestalteter Winkel in der Stützmauer der Peterskirche ist seit 1994 das Frankfurter AIDS-Mahnmal.

Weitere Informationen

Information

Bleichstraße
60313 Frankfurt am Main
www.gruenflaechenamt.stadtfrankfurt.de
ÖPNV: Frankfurt Peterskirche/ Buslinie 36
täglich geöffnet / Eintritt frei

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Sendung: hr2-kultur Kulturcafé, 05.06.2020, 17:10 Uhr.