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zum Video Auf dem Drive-In-Weihnachtsmarkt in Elz

Weihnachtsmarkt-Buden, davor ein Auto

Die Fans von Glühwein, Karussell und Deko-Schnickschnack müssen dieses Jahr sehr tapfer sein. Die meisten Weihnachtsmärkte sind abgesagt. Aber diese Hessen retten mit kreativen Ideen doch ein bisschen Weihnachtsmarkt-Feeling - zum Beispiel mit einem Drive-in-Weihnachtsmarkt.

Drive-in-Weihnachtsmarkt in Elz
Lebensgroße Weihnachtskrippe in Rasdorf
Warme Füße in Weilburg
Plätzchen für alle in Villmar-Aumenau
Hausbesuch vom Nikolaus in Heringen-Widdershausen
Geschenke-Rettung am Telefon in Frankfurt

In Elz gibt es Glühwein nur für Beifahrer

Weihnachtsmarkt-Bude mit Riesen-Plastik-Schneemann

Drive-In-Kinos haben im Sommer eine Renaissance erlebt. In Elz (Limburg-Weilburg) ist das Prinzip Vorfahren - Kaufen - Konsumieren auf die Adventszeit übertragen worden. Auf einem ehemaligen Industriegelände ist so ein coronakonformer Weihnachtsmarkt entstanden. Die Gäste können hier mit ihrem Auto vor die Weihnachtshütten fahren und Glühwein, Eierpunsch, gebrannte Mandeln, Lebkuchen, Waffeln, Dekoration, Mützen und natürlich weihnachtliche Speisen bestellen. Geöffnet ist am 2. und 3. Adventswochenende.

In Rasdorf wird's besinnlich

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zum Video Adventsweg in Rasdorf

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Ende des Videobeitrags

Advent ohne Geschäftstrubel: Das kann doch auch eine Chance sein - auf Ruhe und Besinnlichkeit, findet man in der Point-Alpha-Gemeinde Rasdorf (Fulda). Auf dem dortigen Adventsweg am Dorfanger kann man ab dem 1. Advent an 14 Stationen mit lebensgroßen Figuren die Weihnachtsgeschichte nacherleben.

In Weilburg muss man keine kalten Füße kriegen

Alt-Bürgermeister Schick im Weihnachtsladen Weilburg

Die kleineren, lokalen Weihnachtsmärkte sind oft eine gute Gelegenheit für Vereine oder soziale Einrichtungen, etwas Geld dazu zu verdienen. Der langjährige Bürgermeister von Weilburg, Hans-Peter Schick, ist deshalb schon seit vielen Jahren mit einem Stand zugunsten der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg dabei.

Die Absage des Weihnachtsmarktes auf dem historischen Marktplatz wollte er nicht einfach so hinnehmen, denn der Verkauf ihrer Arbeiten bedeute für die Menschen mit Behinderung Anerkennung und Erfolg. Dank guter Vernetzung fand Schick einen Ort für sein Ersatz-Projekt: Ein leerstehendes ehemaliges Modegeschäft in der Neugasse wird nun zum Weihnachtsladen.

Neben den Holz-Produkten der Lebenshilfe-Werkstatt gibt es hier unter anderem Nistkästen, Seifen und Badezusätze von inzwischen 13 Partnern, außerdem Marmeladen von Pfarrer Ulrich Finger und der Evangelischen Frauenhilfe. Und nebenbei gern einen Plausch mit Alt-Bürgermeister Schick, der selbst hinter dem Verkaufstresen steht.

Weitere Informationen

Weihnachtsladen Weilburg

Neugasse 7
Vom 4. bis 23. Dezember.
Täglich von 10 bis 18 Uhr, Sonntags 12 - 18 Uhr

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"Plätzchen-Klappe" in Aumenau

Ein Pärchen greift in eine Truhe mit dem Schild "Aumenauer Plätzchenklappe"

Der Adventszauber im Ortsteil Aumenau ist in den vergangenen Jahren zu einem echten Geheimtipp in und um Villmar (Limburg-Weilburg) geworden: ein liebevoller kleiner Weihnachtsmarkt mit handgeschnitzten Pommes und regionalen Produkten wie dem Wildbret der örtlichen Jäger. Sogar eine eigene "Plätzchenkönigin" wurde in den vergangenen zwei Jahren gewählt.

Daraus würde in diesem Jahr nichts werden, erkannten die Verantwortlichen vor einigen Wochen. "Wir wollten aber den Kopf nicht in den Sand stecken", erzählt Andreas Städtgen vom Förderverein Kultur- und Sozialzentrum. Immerhin habe man einen Ruf als Plätzchen-Dorf zu verteidigen.

So entstand die Idee zur "Plätzchen-Klappe": Im "Park der Erinnerung", einer Grünfläche im Ortskern, soll an den vier Adventssonntagen eine weihnachtlich geschmückte Truhe zu finden sein. Darin: selbstgebackene Plätzchen in Zellophantütchen, unter anderem von den beiden bisherigen Plätzchenköniginnen Susanne I. und Beate I. Spaziergänger dürfen sich dort für den Hausgebrauch bedienen und gern auch anderen mit Selbstgebackenem eine Freude machen.

Der Nikolaus in Widdershausen kommt motorisiert

Weihnachtlich geschmückter Schlitten, gezogen von Krad, im Hintergrund Nikolaus mit Menschen

Auch im Dorf Widdershausen muss der jährliche Weihnachtsmarkt ausfallen - nicht aber der Besuch des Nikolaus. Der kommt in dem Stadtteil von Heringen (Hersfeld-Rotenburg) normalerweise mit einem motorisierten Schlitten angefahren und verteilt kleine Geschenke. Das soll auch in diesem Jahr so sein.

Mit dem selbstgebauten Gefährt verteilen Mitglieder der Dachorganisation der örtlichen Vereine kleine Geschenke an die Kinder des Dorfes, die ihre Stiefel gut erreichbar vor der Tür abgestellt haben. Wenn das Krad mit lauter Musik durch die Straßen fährt, wird das nicht zu überhören sein. "Die Kinder bekommen dann den Nikolaus wenigstens mit Abstand oder durch das Fenster zu sehen", verspricht Fabian Kiefer vom Organisationsteam. Damit kein Stiefel übersehen wird, bittet das Team um Anmeldung.

Für die nette Idee werden die Organisatoren schon auf Facebook gefeiert: "Es gibt sie also doch noch, die guten Nachrichten", schreibt eine Nutzerin.

Geschenke-Rettung am Telefon in Frankfurt

Junger Mann im Weihnachts-Pulli am Telefon

Die Absage des Frankfurter Weihnachstmarktes ist wirtschaftlich sicher die schwerwiegendste Entscheidung - befürchtet wird ein Schaden in Millionenhöhe. Aber abgesehen von den Sorgen der Händler stehen auch manche Besucher vor einem echten Problem: Als Stammkunden kaufen sie seit Jahren ihre Lederhandschuhe oder ihren Weihnachtsbaumschmuck an bestimmten Ständen. Wer dahinter steckt, das wissen viele nicht.

Bei der Stadt fragten daher immer öfter Leute an, wie sie denn Kontakt zu "ihrem" Lieblingsstand aufnehmen könnten, erzählt Sabine Gnau von der Tourismus+Congress GmbH. Eine Hotline soll dieses Bedürfnis nun bedienen: Montags bis Freitags recherchieren Mitarbeiter auf Anfrage die Kontaktdaten für alle, die auf der Webseite mit der Aussteller-Übersicht nicht fündig werden. Die Angabe zum Sortiment und der ungefähre Standort genügen.

Weitere Informationen

Hotline zur Buden-Suche

069/21 23 89 90
Montag - Freitag 10.00 - 16.00 Uhr

Ende der weiteren Informationen

Nicht immer haben die Anbieter auch einen Online-Shop für ihre Produkte. "Aber", sagt Sabine Gnau, "manchmal freuen sich die Leute auch einfach, am Telefon mal mit jemandem über das Thema plaudern zu können."

Sendung: hr3-Morningshow, 3.12.2020, 06:00 Uhr