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Drei Gründe für den Werra Burgensteig

Ausgezeichnet als einer der schönsten Wanderwege in Deutschland – hier gibt es spannende Geschichte, märchenhafte Burgen und romantische Aussichtspunkte auf 133 Kilometern Wanderweg zu entdecken.

Ganz offiziell beginnt der Werra-Burgen-Steig in der südlichsten Stadt von Niedersachsen, im historischen Fachwerkstädtchen Hann. Münden. Nach wenigen Kilometern sind Wanderer aber wieder auf hessischem Boden, die restliche Route verläuft durch Hessen entlang der Werra.

Wo Werra und Fulda sich küssen

Die acht Kilometer lange erste Wanderung beginnt direkt am Weserstein, einem Findling, bei dem die Flüsse Werra und Fulda zusammenfließen. Weiter geht es zum Welfenschloss und durch den historischen Stadtkern von Hann. Münden. Im Schloss gibt es historische Renaissancegemächer und Wandmalereien zu erkunden.

Schloss Berlepsch

Endlich in Hessen - der zweite Abschnitt ist 13 Kilometer lang und führt durch ein Waldstück entlang des Naturschutzgebietes Kreideberg bis hin zum imposanten Schloss Berlepsch. Die Burganlage entstand 1369 als mittelalterliche Wehrburg, mittlerweile ist das Schloss Eventlocation und es gibt Führungen. Das Schloss diente auch schon als Filmkulisse.

Der dritte Wanderabschnitt ist neun Kilometer lang und führt über das Naturdenkmal Kaisereiche, einer ca. 230 Jahre alten Eiche bis hin zum Marktplatz in Witzenhausen.

Burg Ludwigstein

Die nächste Wanderetappe ist um die zehn Kilometer lang. Belohnt wird man mit Burg Ludwigstein. Die imposante Burganlage mit Burgherberge hat 200 Betten, in denen 15.000 Besucher jährlich übernachten. Außerdem gibt es Abenteuer und Spielmöglichkeiten im Freien und ein kleines Museum.

Der nächste Abschnitt ist mit 17 Kilometern der Längste der Route. Dafür wartet ein weiteres Highlight auf alle Wanderer: Der Aussichtspunkt auf den berühmten Zweiburgenblick. Dicht an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, wo sich Burg Ludwigstein und die Burgruine Hanstein (Thüringen) gegenüberstehen. Das Ende der der Etappe ist die Allendorfer Altstadt.

Schloss Rothestein

Schloss Rothestein

Die nächste Stecke führt entlang der der ehemaligen Gärtnerei von Schloss Rothestein bis zu dem gotischem Schlösschen. Mit den zahlreichen Erkern, Zinnen und Türmen und vielen verspielten Details bietet die neugotische Anlage einen malerischen Anblick. Derzeit ist das Schloss geschlossen und nicht öffentlich zugänglich, der Anblick aus der Ferne ist aber nicht weniger schön.

Boyneburg, Bismarckturm und Landgrafenschloss

Die siebte Etappe führt in einem weiten Bogen oberhalb des Dorfes Hitzelrode vorüber und bietet mehrere spannende Aussichtspunkte. Von dort oben genießt man den Ausblick auf viel Natur und die umliegenden Gebirgszüge.

Anschließend führt die Route am 26 Meter hohen Bismarckturm und der Burgruine Boyneburg vorbei. Die Boyneburg stammt ungefähr aus dem 11. Jahrhundert, die Ruine ist frei zugänglich. Letztes Highlight der Etappe ist das renaissancistische Landgrafenschloss in Eschwege.

Das Ende ist fast schon in Sicht: Die achte Etappe ist zwölf Kilometer lang. Nach einem Spaziergang durch die schöne Altstadt von Eschwege geht es durch den Wald über den Gipfel des Hundsrück.

Schlösser und Burgen warten erst wieder bei der nächsten Etappe. Dafür gibt es auf dem zehn Kilometer langen Weg von Röhrdaqueren bis nach Ringgau-Rittmannshausen jede Menge Kunstwerke und Installationen zu entdecken, zum Beispiel zur Wiedervereinigung.

Schloss Lüderbach, Ruine Brandenfels und Schlosshotel Hohenhaus

Wetterfoto-Oktober - Ralf Schäfer aus Eschwege

Auf dem vorletzten Abschnitt warten drei Schlösser zur Belohnung auf die Wanderer. Das verwunschene Lüderbacher Schloss wurde im 15. Jahrhundert erbaut, befindet sich in derzeit aber im Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich. Die verwilderte Burgruine Brandenfels ist der nächste Stopp. Bereits im Jahr 1248 errichtet, kann sie heutzutage leider nicht besichtigt werden, da Einsturzgefahr herrscht.

Dafür gibt es umso mehr im Schlosshotel Hohenhaus zu erkunden: In dem ehemaligen Rittergut kann man luxuriös übernachten und im prächtig angelegten Park zwischen Blutbuchen, Linden und Tulpenbäumen spazieren.

Krönender Abschluss auf der Tannenburg

Blick auf die Tannenburg bei Nentershausen

Nur noch 16 Kilometer, dann ist das Ziel erreicht. Auf der letzten Etappe des Werra-Burgen-Steig gibt es noch einiges zu besichtigen. Den Abschluss der 133 Kilometer langen Strecke macht die Tannenburg in Nentershausen.

Die Burg auf dem Tannenberg wurde im 14. Jahrhundert erbaut, heute gibt es dort Gastronomie, Vorführungen von altem Handwerk und ein lebendigen Mittelaltermuseum.

Sendung: hallo hessen, 20.06.2020, 16:00 Uhr