Der Verfassungsschutz hat bei einer Neubewertung von bislang als nicht mehr aktiv geltenden Rechtsextremisten 20 Personen wieder in den aktiven Datenbestand aufgenommen.

Bisher seien 50 von 200 Fällen geprüft worden, berichtete die "Frankfurter Rundschau" (Donnerstag) unter Berufung auf eine Antwort von Innenminster Beuth (CDU) an die Linke im Landtag. 150 weitere Überprüfungen stehen demnach noch an. Anlass der Neubewertung ist der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU). Er war im Juni 2019 auf seiner Terrasse in Wolfhagen-Istha (Kassel) erschossen worden. Als tatverdächtig gilt der mittlerweile in Untersuchungshaft sitzende Rechtsextremist Stephan Ernst.