Teilnehmer an der CSD-Parade in Darmstadt 2019

50 Jahre nach den Anti-Schwulen-Razzien in New York haben die CSD-Paraden in Darmstadt und Kassel daran erinnert, dass Homosexuelle noch immer nicht überall gleichberechtigt sind.

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hs
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Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) reihte sich ein in den regenbogenbunten Demonstrationszug, der sich am Samstagmittag in seiner Heimatstadt am zentralen Karolinenplatz auf den Weg machte. Einmal durch die Innenstadt und zurück zum Ausgangsort ging es für die nach Polizei- und Veranstalterangaben rund 2.000 Teilnehmer der neunten Parade zum Christopher Street Day (CSD) in der südhessischen Großstadt. Dabei waren auffällig viele junge Frauen.

Unter dem Motto "50 Jahre Stonewall - Zusammen. Vielfältig. Solidarisch" erinnerten die Teilnehmer an die Anti-Schwulen-Razzien in der New Yorker Christopher Street im Juni 1969, die in der Bar "Stonewall" ihren Ausgangspunkt nahm. Sämtliche CSD-Paraden in diesem Jahr erinnern an diese Vorfälle.

Kasseler CSD trotzt schlechten Vorzeichen

Verbunden mit dem Rückblick auf den Ursprung der Lesben-, Schwulen- und Queer-Bewegung (LGBT) erinnerten die Demonstranten in Darmstadt auch daran, dass auch heute längst nicht alle Homosexuellen oder Transgender-Menschen gleichberechtigt seien. In einigen Ländern der Welt bringen sich Menschen in Lebensgefahr oder riskieren Haftstrafen, wenn sie sich dazu bekennen, nicht heterosexuell zu sein.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bunte CSD-Paraden in Darmstadt und Kassel

Drag Queens bei der CSD-Parade in Darmstadt 2019
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In Kassel trafen sich am Samstagmittag rund 500 Menschen zum jährlichen Umzug mit Regenbogenfahnen. Dabei stand der CSD dort zuletzt vor dem Aus. Der Organisationsverein hatte sich nach der Kundgebung 2018 trotz Besucherrekords aufgelöst.

Sendung: hr-iNFO, 17.08.2019, 15 Uhr