Fahrradfahrer sind auf der A661 unterwegs.

Rund 3.500 Menschen sind aus umliegenden Städten nach Frankfurt geradelt, um für mehr Klimaschutz und eine Verkehrswende zu demonstrieren. Die Route führte auch über zwei Autobahnen.

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hessenschau vom 02.05.2021
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Mit einer Fahrrad-Sternfahrt nach Frankfurt haben am Sonntag zahlreiche Menschen für eine Verkehrswende demonstriert. Veranstalter und Polizei sprachen von rund 3.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Auf vier Routen fuhren sie aus allen vier Himmelsrichtungen zum Mainkai am Frankfurter Mainufer. Dort versammelten sie sich gegen 15 Uhr zu einer Abschlusskundgebung.

Fahrradfahrer versammeln sich am Mainkai.

Bis zu 40 Kilometer weit gefahren

Startpunkte waren Friedberg, Hanau, Darmstadt, Mainz-Kastel und Frankfurt-Zeilsheim, wobei die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis zu 40 Kilometer zurücklegten. Die Routen führten auch über einen Teil der Stadtautobahnen A648 und A661. Beide waren am Mittag etwa eine Stunde lang für den Autoverkehr gesperrt.

Die Grafik zeigt eine Karte des Rhein-Main-Gebietes, in welche die Verläufe der Wege mit Start- und Zielpunkt eingezeichnet ist.

Die Polizei twitterte, die Demonstration verlaufe wie erwartet sehr friedlich. Die Corona-Auflagen würden "vorbildlich" eingehalten.

Viele Teilnehmer der #FahrradSternfahrt sind bereits unterwegs in Richtung #Frankfurt . Die pandemiebedingten Auflagen der Versammlungsbehörde werden vorbildlich eingehalten, der Ablauf ist derzeit wie erwartet sehr friedlich. 🚲 #0205ffm

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Forderung: Verkehrswende in Koalitionsverträge aufnehmen

Zu der Sternfahrt aufgerufen hatten mehrere Initiativen und Vereine wie der Radentscheid Frankfurt, Attac, BUND und Greenpeace. Anlässlich der laufenden Koalitionsverhandlungen in vielen Stadtparlamenten im Rhein-Main-Gebiet forderten sie die Aufnahme verbindlicher Ziele für eine Verkehrswende in die Koalitionsverträge.

"Jeder Mensch, der in Frankfurt Fahrrad fahren möchte, muss sich dabei sicher fühlen", teilte der ADFC Frankfurt mit. "Deshalb fordern wir Lückenschlüsse für den Radverkehr und die Ausdehnung der Maßnahmen der Fahrradstadt Frankfurt auf die Außenbezirke der Stadt." Greenpeace forderte unter anderem Tempo 30 für Autofahrer in der gesamten Innenstadt.

Ein Mann im Eisbärkostüm und weitere Demonstrierende versenken symbolisch eine Erdkugel im Main.

In Frankfurt verhandeln derzeit die Grünen mit SPD, FDP und der erstmals im Stadtparlament vertretenen europäischen Partei Volt. Im August 2019 hatten die Stadtverordneten dafür gestimmt, Frankfurt zur Fahrradstadt zu machen. Dazu sollen unter anderem bis 2023 neue Radwege mit einer Gesamtlänge von 45 Kilometern entstehen.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 02.05.2021, 19.30 Uhr