Demonstranten stehen während der Abschlusskundgebung auf dem Römerberg
Teilnehmer des Ostermarsches in Frankfurt. Bild © picture-alliance/dpa

Zum Abschluss der Ostermärsche haben Tausende Demonstranten in Frankfurt ein Ende der deutschen Rüstungsexporte gefordert. Weitere Ostermärsche gab es in Kassel und Marburg.

Videobeitrag

Video

zum Video 4.000 bei Ostermarsch in Frankfurt

Ende des Videobeitrags

Mit Aktionen und Kundgebungen in mehr als 30 Städten hat die Friedensbewegung am Ostermontag ihre traditionellen Ostermärsche für Frieden, Abrüstung und eine gerechtere Welt beendet. Bei der größten Veranstaltung in Hessen auf dem Frankfurter Römerberg forderten rund 4.000 Aktivisten aus Frankfurt, Darmstadt und Offenbach eine friedliche und soziale Entwicklung der Europäischen Union und einen Stopp aller Waffenexporte.

Weitere Informationen

Geschichte der Ostermärsche

Ausgangspunkt der Ostermarschbewegung waren vor 60 Jahren Proteste gegen Atomwaffen in Großbritannien. In der Bundesrepublik gingen in den 80er Jahren bis zu 300.000 Menschen bei den Ostermärschen auf die Straße.

Ende der weiteren Informationen

Statt des Nato-Ziels einer Erhöhung der Rüstungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts solle mehr Geld für Bildung, Gesundheit, Umwelt und Wohnen aufgewendet werden, appellierten Redner.

Insgesamt gab es bundesweit mehr als 100 Protestveranstaltungen, wie Willi van Ooyen, Sprecher Infostelle Ostermarsch in Frankfurt, sagte. Weitere hessische Ostermärsche gab es am Ostermontag in Kassel und Marburg.

Zwischenstopp beim Rüstungsunternehmen

In Kassel beteiligten sich rund 1.000 Menschen am Ostermarsch. In zwei Routen zogen sie nach einem Zwischenstopp beim Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann zur Abschlusskundgebung vor das Rathaus. 400 Ostermarschierer waren zum traditionellen Marburger Osterspaziergang gekommen.

An den diesjährigen Ostermärschen hätten sich deutlich mehr Menschen als im vergangenen Jahr beteiligt, bilanzierte van Ooyen. Zehntausende hätten bundesweit seit Karfreitag ein Zeichen des Protestes gegen weltweite Kriege und die Politik der Aufrüstung gesetzt.

An Karfreitag waren in Bruchköbel bei Hanau etwa 200 Menschen auf die Straße gegangen. Dabei ging es vor allem um den Atomausstieg und einen Stopp von Rüstungsexporten. Am Samstag kamen die meisten Menschen in Erbach beim Odenwald-Ostermarsch zusammen. Auch in anderen Städten war für Abrüstung demonstriert worden, etwa in Erbach und Michelstadt, Fulda, Mainz-Wiesbaden, Limburg und Marburg/Stadtallendorf.

Sendung: hr-iNFO, 02.04.2018, 16 Uhr