Blockade der A648 an der Theodor-Heuss-Allee in Frankfurt.

Stau fürs Klima: Aktivistinnen und Aktivisten der Initiative "Letzte Generation" haben mehrere Autobahnen in Frankfurt blockiert. Rund um die A66 und die A648 kam es zu massiven Behinderungen.

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Blockade-Aktionen auf Autobahnen

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Umwelt-Aktivistinnen und -Aktivisten der Initiative "Letzte Generation" haben am Montagmorgen wichtige Zufahrten entlang der A648 und der A66 in Frankfurt blockiert. Nach Angaben der Polizei klebten sich zwei Teilnehmer der Protestaktion am Katharinenkreisel im Stadtteil Bockenheim in unmittelbarer Nähe zur Autobahnauffahrt zur A648 an der Fahrbahn fest. Weitere Teilnehmer blockierten die Theodor-Heuss-Allee an der Frankfurter Messe.

A66 rund um Miquelallee blockiert

Infolge der Protestaktion musste die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Frankfurt-Rödelheim und Westkreuz gesperrt werden. Ebenfalls gesperrt wurde die B44 zwischen Katharinenkreisel und Senckenberganlage sowie die Verbindungen am Westkreuz Frankfurt von der A5 zur A648. Der Verkehr im Berufsverkehr staute sich massiv. Erst am späten Vormittag konnten die Protestierenden von der Fahrbahn befreit werden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. "Wir haben die Personalien festgestellt und Platzverweise erteilte", sagte der Sprecher.

Parallel kam es auch rund um die A66 an der Miquelallee zu Protesten. Insgesamt drei Blockaden sorgten an den Abfahrten Richtung Bockenheim sowie am Autobahnende an der Hansaallee für kilometerlange Staus. Die Autobahn wurde stadteinwärts zeitweise ab dem Nordwestkreuz gesperrt.

Protest gegen Investitionen in Öl und Gas

Laut einer am Morgen veröffentlichten Pressemitteilung der Aktivistengruppe richtet sich der Protest gegen weitere Investitionen der Bundesregierung in Gas- und Ölprojekte. Unter anderem verweist die Initiative auf den geplanten Neubau von Terminals für Fracking- und Flüssiggas aus Katar und Amerika. "Olaf Scholz und die Bundesregierung wollen damit Fakten für Jahrzehnte schaffen, anstatt die Gelder sinnvoll in erneuerbare Energien zu stecken", hieß es in der Mitteilung weiter.

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"Letzte Generation" blockiert Autobahnzufahrt

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Aktivistinnen und Aktivisten der "Letzten Generation" haben in den vergangenen Monaten immer wieder mit Verkehrsblockaden auf die aus ihrer Sicht verfehlte Klima- und Energiepolitik aufmerksam gemacht. In Frankfurt hatten sie Ende Februar eine Zufahrtsstraße zum Frankfurter Flughafen blockiert. Auch beim Bundesliga-Spiel der Frankfurter Eintracht am Sonntag gegen den SC Freiburg kam es zu einem Zwischenfall: Zu Beginn der Partie banden sich zwei Umwelt-Aktivisten mit Kabelbindern am Torpfosten fest und sorgen für eine Spielunterbrechung.

AfD empört

Empörung löste der morgendliche Protest derweil nicht nur bei Autofahrern rund um Frankfurt, sondern auch bei der hessischen AfD aus. In einer Pressemitteilung bezeichnete der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion im Landtag, Klaus Gagel, die Klima-Aktivistinnen und Aktivisten als "Spinner" und "Chaoten", die den Rechtsstaat verachten und die freiheitliche Wirtschaftsordnung zerstören wollten. Zum Inhalt der Proteste äußerte sich die AfD nicht.

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