Eine Aktivistin klettert in einem Wald auf einen Baum.

Aus Protest gegen die Rodung für den Ausbau der A66 haben Aktivisten in Frankfurt weitere Baumhäuser errichtet. Sie fordern den Baustopp des umstrittenen Riederwaldtunnels.

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zum Video Protest gegen Rodung für A66-Ausbau

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Umweltaktivisten demonstrieren mit einer Waldbesetzung gegen die für den Riederwaldtunnel im Osten Frankfurts geplante Rodung. Seit dem globalen Klimastreik der Bewegung "Fridays for Future" vor zwei Wochen halten sie im Teufelsbruch, Erlenbruch und Riederwald friedlich Bäume besetzt und haben dazu in bis zu 15 Metern Höhe Plattformen und Hütten gebaut, die miteinander verbunden sind.

Fahrrad-Demonstration am Samstag

Nun haben sie aus Protest gegen den Ausbau der Autobahn 66 weitere Baumhäuser errichtet. Vor dem Gelände gibt es zusätzlich eine Mahnwache. Auf Plakaten forderten die Umweltschützer den Stopp des umstrittenen Großprojekts und ein Umdenken in der Verkehrspolitik. "Wenn Stadtentwicklung weiterhin mit der Kettensäge gemacht wird, gibt es Protest", sagte Alexis Passadakis vom Bündnis "Ende Gelände Frankfurt" am Donnerstag.

Das Bündnis fordert gemeinsam mit Anwohnern des Riederwaldes ein bundesweites Autobahn-Moratorium. Es solle geklärt werden, welche geplanten Autobahn-Projekte tatsächlich noch nötig sind. "Wir werden sehen, welche Bedeutung der Konflikt hier bekommt", sagte Passadakis.

Weit mehr als 100 Unterstützer erwartet

"Fridays for Future" befürchtet, dass durch die Rodung artenreiche Gebiete verloren gehen und "der Klimawandel angeheizt wird". Unterstützt wird der Protest auch von dem Bündnis Verkehrswende Frankfurt.

Die beteiligten Aktionsgruppen, die derzeit mit zwischen 10 und 20 Aktivisten den Wald besetzen, rechnen nach eigener Darstellung mit insgesamt weit mehr als 100 Unterstützern. Für Samstag kündigten sie zudem zwei Protestzüge zum Teufelsbruch an, darunter eine Fahrrad-Demonstration.

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Besetzungsposten am Riederwald in Frankfurt.
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Der rund 2,2 Kilometer lange Lückenschluss der A66 soll künftig Frankfurt und Hanau besser miteinander verbinden. Für den Bau sollen in den kommenden Monaten auf einem rund 40.000 Quadratmeter großen Areal bis zu 200 Jahre alte Bäume bis etwa Ende Februar 2022 gefällt werden. Nach Darstellung des Landes wurden als Ausgleich dafür bereits im März 2018 rund 12.000 junge Bäume im Stadtteil Schwanheim gepflanzt.

Riederwaldtunnel politischer Dauerbrenner

Der Weiterbau der A66 und ihr Anschluss an die A661 durch den geplanten Riederwaldtunnel zählen seit Mitte der 1980er-Jahre zu den politischen Dauerbrennern in Frankfurt. 

Befürworter erhoffen sich von dem Bau einen besseren Verkehrsfluss, Kritiker fürchten ein Verkehrschaos. Immer wieder gibt es Proteste und Klagen gegen das rund 480 Millionen Euro teure Bundesprojekt.

Riederwaldtunnel Frankfurt
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