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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Auch Waldeck-Frankenberg und Wiesbaden lockern weiter

Menschen sitzen in der Außengastro, davor ein Schild mit der Aufschrift "Open!"

Die Schüler zurück in den Klassenraum, die Restaurants offen, das Leben leichter: In ganz Hessen gilt seit Donnerstag die Lockerungsstufe zwei. Waldeck-Frankenberg und Wiesbaden zogen nach.

Das erste Mal wieder im Restaurant Essen gehen, Einkaufen ohne Termin- und Testpflicht oder einfach bloß jeden Tag wieder in die Schule dürfen: Während rundherum munter gelockert wurde, mussten die Stadt Wiesbaden und der Kreis Waldeck-Frankenberg wegen höherer Inzidenzen bislang noch zuschauen. Nachdem die beiden Nachzügler in der vergangenen Woche erst aus der Notbremse gefallen waren, ging es allerdings schnell: Am Donnerstag durfte auch hier endlich gelockert werden.

Nach fünf Tagen mit einer Inzidenz unter einem Wert von 50 sind auch Wiesbaden und Waldeck-Frankenberg als letzter hessischer Kreis und als letzte kreisfreie Stadt in Lockerungsstufe 2 der Landesverordnung gerutscht.

Inzidenzen deutlich gesunken

Seit vergangenem Samstag liegen die Werte dort unter der 50er-Grenze und sinken täglich weiter. Am Donnerstag lag die Inzidenz in Wiesbaden bei 32,3, in Waldeck-Frankenberg sogar bei 22,4. Zum Vergleich: Vor einer Woche lagen die Werte in Wiesbaden noch bei 64,3, in Waldeck-Frankenberg bei 71,0 (Stand: Donnerstag, 3. Juni).

Nach den Vorgaben des hessischen Stufenplans müssen die hessischen Kreise oder kreisfreien Städte nach Inkrafttreten von Stufe 1 entweder weitere 14 Tage eine Inzidenz unter 100 vorweisen oder fünf Tage in Folge unter 50 liegen, um die zweite Stufe zu erreichen.

Als erster hessischer Kreis hatte die Wetterau die zweite Lockerungsstufe zwei erreicht - dort wurde bereits zum Pfingstwochenende Mitte Mai gelockert.

Alle Schüler wieder im Präsenzunterricht

Mit den Nachzüglern Waldeck-Frankenberg und Wiesbaden gelten nun in ganz Hessen weitreichende Corona-Lockerungen: Alle Schüler und Schülerinnen sind seit Donnerstag wieder komplett im Präsenzunterricht, zudem herrscht Regelbetrieb in den Kitas.

Möglich sind unter anderem wieder Treffen in größeren Gruppen mit zwei Haushalten oder zehn Personen - Geimpfte, Genesene und Kinder unter 14 zählen nicht mit. Restaurants dürfen Gäste mit Testpflicht wieder im Innenbereich bewirten, in der Außengastronomie wird ein Corona-Test lediglich empfohlen.

Ebenso dürfen die Schwimmbäder wieder öffnen, genauso wie Innenräume von Kultur- und Freizeiteinrichtungen. In Geschäften entfällt das "Click and Meet"-Prinzip. Zugangsbeschränkungen und Hygieneauflagen bleiben, die Termin- und Testpflicht für Kunden entfällt.

Veranstaltungen unter Hygieneauflagen sind mit 100 (ungeimpften) Personen unter Auflagen und Testpflicht drinnen wieder möglich, draußen mit bis zu 200 (ungeimpften) Personen, ein Test wird empfohlen. Hotels, Ferienhäuser und Campingplätze dürfen rechtzeitig zur Sommersaison ihre Auslastung auf 75 Prozent erhöhen. Die Regeln im Überblick.

Dann werden die Regeln wieder strenger

Strenger werden die Corona-Regeln wieder, sollten die Inzidenzen in den Kreisen und kreisfreien Städten deutlich steigen. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Kreis an drei Tagen in Folge über 100, gilt erneut die Bundesnotbremse. Eine Rückstufung in die erste Stufe des hessischen Stufenplans ist nicht vorgesehen. Ende Juni läuft die Bundesnotbremse aus.

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