"Wir sind 100 Jahre Antifa": Banner auf der Demonstration am Freitagabend in Frankfurt

Rund 1.500 Menschen haben in Frankfurt an das 100-jährige Bestehen der antifaschistischen Bewegung erinnert. In Sprechchören wurde die Polizei kritisiert. Anders als am 1. Mai blieb alles weitgehend friedlich.

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hessenschau vom 07.05.2021
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Am Vorabend des 8. Mais haben in Frankfurt rund 1.500 Menschen an das 100-jährige Bestehen der antifaschistischen Bewegung und das Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert. Mit einer Schweigeminute gedachten sie am Freitagabend im Frankfurter Stadtteil Gallus vor dem Gebäude, in dem in den 60er Jahren der Auschwitz-Prozess verhandelt wurde, der Opfer von Nationalsozialismus und Faschismus.

Kritik an Polizei und Notrufpannen in Hanau

Der Zug in die Innenstadt wurde von einem großen Polizeiaufgebot begleitet. Bis zum Abend verlief der Demonstrationszug friedlich, sagte eine Polizeisprecherin. Im Vorfeld der Demonstration war befürchtet worden, dass es zu ähnlichen Auseinandersetzungen kommen könnte wie am 1. Mai.

Im Sprechchören wurde immer wieder Kritik an der Polizei und am hessischen Innenminister Peter Beuth (CDU) laut. "Wo wart ihr in Hanau?" skandierte die Menge angesichts der Notrufpannen in der Nacht des Anschlags vom 19. Februar 2020. Mit "Immer diese rechtsextremen Einzeltäter" wurde vor einer Verharmlosung rechtsextremer Gewalttaten gewarnt.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 07.05.2021, 19.30 Uhr