Der frühere Chef der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (AWO), Jürgen Richter, und dessen Frau Hannelore werfen der Frankfurter Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) üble Nachrede und Verleumdung vor.

Weber fordert von der AWO-Frankfurt mehr als 900.000 Euro an städtischem Geld zurück. Der Anwalt des Ehepaars Richter teilte am Freitagabend mit, Weber habe von einem "System Richter" gesprochen, das einen Abrechnungsbetrug ermöglicht habe. Mit dieser Aussage soll sich nach dem Willen der Richters nun der Staatsanwalt beschäftigen.

Weber müsse Beweise vorlegen, dass es diesen Betrug gegeben habe und das Ehepaar Richter persönlich für diesen Betrug verantwortlich sei. So habe es die Bildungsdezernentin öffentlich dargestellt. Laut eines von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachtens soll der Frankfurter Kreisverband der AWO allein mit ihren Kindergärten binnen zwei Jahren mehr als 900.000 Euro unterschlagen haben. Stadträtin Weber sprach von einer "betrügerischen Abrechnung".