Die Arolsen Archives suchen Freiwillige für ihr Projekt "Jeder Name zählt".

Angesichts des Ausfalls von Gedenkfeiern für die Opfer des Nationalsozialismus wegen der Corona-Pandemie rufen die Arolsen Archives zur Mithilfe an dem Projekte "Jeder Name zählt" auf. Dabei könnten Freiwillige den Opfer und Überlebenden der NS-Verbrechen auf eine neue Art und Weise gedenken, sagte eine Sprecherin des Internationalen Zentrums über NS-Verfolgung in Bad Arolsen am Donnerstag: "Indem sie die Namen von Deportationslisten und Dokumenten aus den Konzentrationslagern online digitalisieren und für Suchende weltweit auffindbar machen."

Innerhalb von weniger als einem Jahr haben die Archives mit der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel eine der größten Sammlungen über die Opfer der Nationalsozialisten online gestellt. Diese umfasst Original-Dokumente und Kopien über Millionen von Zwangsarbeitern sowie Transport- und Deportationslisten über Millionen Menschen, die in Konzentrationslager und Ghettos verschleppt wurden. Bis 2025 wollen die Arolsen Archives alle Namen in der historischen Sammlung online recherchierbar machen.