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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found AWO Hessen Süd beruft Geschäftfsführer ab

Der Bezirksverband Hessen-Süd der Arbeiterwohlfahrt zieht personelle Konsequenzen aus der anhaltenden AWO-Affäre. Nach hr-Informationen wurde der SPD-Politiker Ansgar Dittmar als Geschäftsführer abberufen.

Der Vorstand des AWO Bezirksverbandes Hessen-Süd hat nach Informationen des hr Konsequenzen aus der anhaltenden AWO-Affäre gezogen und sich von seinem Geschäftfsführer Ansgar Dittmar getrennt. Der SPD-Politiker war seit Mitte 2019 Chef des Verbandes, der rund 3.000 Mitarbeiter in sozialen Einrichtungen in Hessen hat.

Vorwurf: Veruntreuung

Die Mitglieder des Vorstandes hielten eine weitere Beschäftigung Dittmars für nicht tragbar. Ausschlaggebend war nach hr-Informationen seine Rolle als Vorstandsmitglied im Frankfurter Kreisverband. Unter seiner Aufsicht sollen dort über dubiose Tochterfirmen Veruntreuungen stattgefunden haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines möglichen Schadens in Millionenhöhe.

Beim AWO-Bezirksverband hieß es am Samstag, Dittmars Abberufung als Geschäftsführer könne man nicht bestätigen. "Herr Dittmar befindet sich aktuell in seinem geplanten Winterurlaub", teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

Dittmar ist Rechtsanwalt und war bis 2016 Bundesvorsitzender der Schwusos, der Arbeitsgruppe der Lesben und Schwulen in der SPD. Er ist im Vorstand des Bezirksverbandes SPD Hessen-Süd. Der Bundesvorstand der Arbeiterwohlfahrt hatte bereits im Dezember auf ein Ausscheiden Dittmars aus seinen AWO-Ämtern gedrängt. Dittmar hatte dies seinerzeit abgelehnt.

Sendung: hr-iNFO, 01.02.2020, 14.00 Uhr