Der Vorstandsvorsitzende des AWO-Bezirksverbandes Hessen-Süd, Wilhelm Jost, muss sein Amt ruhen lassen.

Das Bundesschiedsgericht der Arbeiterwohlfahrt habe Wilhelm Jost seines Amtes enthoben, teilte der AWO-Bundesverband am Montag in Berlin mit. Die "einstweilige Anordnung" wurde vom Bundesverband erwirkt. Jost habe eine "akute Gefährdungslage des Bezirksverbands Hessen-Süd maßgeblich mitbegründet und eine Gegensteuerung erschwert", begründete Bundesvorstand Wolgang Stadler den Antrag. Jost sprach von einer "Rufmordkampagne". Die Vorwürfe seien "Nonsens". Der AWO-Bundesverband betreibt seit 2018 ein Aufsichtsverfahren gegen den Bezirksverband Hessen-Süd.