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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found AWO-Protect geht in die Insolvenz

Die Grafik zeigt einen Wachmann mit Hund vor einem Hintergund, auf welchem das Logo der Arbeiterwohlfahrt beleuchtet ist.

Gegen die AWO-Tochterfirma Protect ermittelt die Staatsawaltschaft wegen Betrugs und Untreue. Über sie soll die Frankfurter Arbeiterwohlfahrt Millionen von der Stadt kassiert haben. Nun hat das Unternehmen Insolvenz angemeldet.

Die im Zuge der AWO-Affäre in die Schlagzeilen geratene Sicherheitsfirma AWO-Protect hat Insolvenz angemeldet. Das bestätigte der Geschäftsführer Klaus Roth dem hr am Mittwoch. Das Unternehmen sei "verbrannt", sagte Roth. Im Zuge der AWO-Affäre seien Aufträge gekündigt worden. Die Firma sei deshalb zahlungsunfähig.

Millionen steuerfrei kassiert

Bei der AWO-Protect handelt es sich um ein Tochterunternehmen der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt. Sie steht im Zentrum der Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen führende AWO-Funktionäre aus Frankfurt und Wiesbaden wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, der Stadt Frankfurt für die Bewachung zweier von der AWO betriebenen Flüchtlingsunterkünfte, überzogene Kosten in Rechnung gestellt zu haben.

Das Unternehmen konnte steuerfrei wirtschaften. Denn die Sicherheitsfirma ist als gemeinnützige GmbH organisiert - als deutschlandweit einziger Sicherheitdienstleister. Insgesamt soll die AWO-Protect über zwei Jahre rund 7,1 Millionen Euro von der Stadt kassiert haben.

Nach Angaben des Geschäftsführer beschäftigte die AWO-Protect zuletzt noch vier Mitarbeiter. Zu Spitzenzeiten sollen es 20 gewesen sein.

Sendung: hr-iNFO, 05.02.2020, 12 Uhr