Die Abläufe im "Ankunftszentrum" für Geflüchtete in Gießen haben sich aus Sicht des Landes bewährt.

Bei der Erstaufnahme von Asylsuchenden sei Hessen sehr gut aufgestellt, sagte der Gießener Regierungspräsident Christoph Ullrich (CDU), dessen Behörde zuständig ist. Hier und da gebe es noch kleineren Optimierungsbedarf, "aber das läuft".

Das Zentrum wurde 2016 eingerichtet. Dort werden seitdem alle Schritte von der Registrierung über eine medizinische Untersuchung bis hin zur Stellung des Asylantrages gebündelt. Nach Angaben des Sozialministeriums dauert das Aufnahmeverfahren in der Regel wenige Tage.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Menschen in einer Erstaufnahmeeinrichtung - es gibt mehrere Standorte in Hessen - beträgt demnach derzeit drei bis vier Monate. Nach der Erstaufnahme-Phase werden die Asylbewerber auf die Kommunen verteilt. 2019 wurden etwa 8.500 neue Asylsuchende in Hessen registriert, 2018 waren es rund 10.000 Menschen.