In Apotheken gibt es nun den digitalen Nachweis über die Corona-Impfung - aber nicht alle sind schon an die entsprechende Software angeschlossen. Die Apothekerkammer ist trotzdem zufrieden.

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hessenschau vom 14.06.2021
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Apotheken haben am Montag mit dem Ausstellen digitaler Corona-Impfnachweise begonnen. Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind (zwei Wochen nach der zweiten Impfung), können sich dort eine Bescheinigung mit einem QR-Code abholen.

Technische Probleme

Der Start ist der Apothekerkammer zufolge in Hessen gelungen. "Es klappt gut", sagte die Präsidentin Ursula Funke am Montag. Zwar habe es am Morgen noch einige technische Probleme mit dem Portal gegeben, diese seien aber schnell behoben worden. Sicher hätten mancherorts immer wieder Leute auch mal warten müssen, insgesamt habe es jedoch geklappt.

Auf das Online-Portal mein-apothekenmanager.de, wo man teilnehmende Apotheken abrufen kann, kam es dem Deutschen Apothekerverband zufolge zu einer "extrem hohen Nachfrage". Phasenweise war das Portal am Vormittag nicht zu erreichen.

Wie viele der rund 1.400 Apotheken in Hessen die digitalen Impfnachweise ausstellen, ist laut Funke nicht bekannt. Sie gehe von einem flächendeckenden Angebot aus. "Es kann sein, dass der eine oder andere noch nicht dabei ist." Jede Apotheke müsse sich selbst bei dem Portal anmelden.

"Kunden sollten nicht gleich in die Apotheken stürmen"

Die Sprecherin des hessischen Apothekerverbandes, Katja Förster, hatte dem hr gesagt, nicht alle Apotheken könnten sofort beginnen, da nicht jede die technischen Voraussetzungen habe und an das Nachweisportal des Verbandes angeschlossen sei.

Förster erwartete am Montag einen Ansturm auf die Apotheken und appellierte: "Die Kunden sollten nicht gleich in die Apotheken stürmen. Die Apotheken freuen sich auch, wenn ihre Kunden ein bisschen Geduld mitbringen. Aber jeder wird seinen Nachweis bekommen."

Nachweise auch in Impfzentren und Praxen

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Digitaler Corona-Impfnachweis

Das Logo der CovPass-App ist neben einem Impfbuch auf einem Smartphone zu sehen.
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Die Apothekerinnen und Apotheker prüfen Personalausweis und Impfpass und geben die Daten in ein Online-Portal des Robert-Koch-Instituts (RKI) ein. Dann wird der QR-Code ausgedruckt, den man scannen kann und dann auf dem Smartphone hat. Neben der App CovPass und der Corona-Warn-App des Bundes wird der Nachweis ab Mittwoch auch über die Luca-App möglich sein.

Menschen, die bereits in den Impfzentren vollständig geimpft wurden und für die entsprechende Kontaktdaten vorliegen, erhalten den QR-Code per Post zugesendet. Das kann allerdings noch dauern.

Die Impfzentren kündigten an, den digitalen Impfnachweis ebenfalls auszustellen. Das Impfzentrum Frankfurt etwa wollte "unter gegebenen technischen Voraussetzungen" damit ebenfalls am Montag starten. Andere Impfzentren kündigten an, ab Dienstag den digitalen Impfpass auszustellen. Auch in Arztpraxen sollen die digitalen Nachweise erstellt werden. Bis Ende Juni sollen alle Impfzentren und die Hausärzte an die entsprechende Software angebunden sein.

Ausweis für grenzüberschreitendes Reisen

Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfpasses aus Papier. Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union um. Dafür wurden einheitliche Details eines Zertifikats vereinbart, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann.

Der Ausweis gilt in der ganzen EU und auch in Norwegen, in der Schweiz, Liechtenstein und in Island. Ab Juli soll er für er grenzüberschreitende Reisen in der EU genutzt werden können.

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