Fünf Neugeborene liegen nebeneinander.
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass eines dieser Babys entweder Marie oder Alexander heißt. Bild © picture-alliance/dpa

Sie rufen Marie und es kommen drei Kleinkinder angerannt? Kein Wunder, denn Marie war 2018 der beliebteste Mädchenvorname in Hessen und ist seit Jahren ein Dauerbrenner - ebenso wie Alexander bei den Jungs.

Nach Marie und Alexander folgen 2018 nach Angaben der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) auf den weiteren Plätzen der Top-Ten-Liste von Erst- und Zweitnamen für Babys in Hessen Sophie und Maria sowie Paul und Noah. Die Spitzengruppe der Mädchennamen bleibt damit im Vergleich zu 2017 unverändert, bei den Jungen standen 2017 Elias und Ben auf Rang zwei und drei.

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Henry und Johanna als Neuzugänge

Neu in den Top Ten bundesweit waren 2018 Johanna (Platz 10) und Henry (Platz 9) in die Liste der zehn Namen aufgerückt, die bei Eltern von Neugeborenen am beliebtesten waren. Die GfdS wertete die Daten von 700 Standesämtern verteilt auf ganz Deutschland aus und erfasste nach eigenen Angaben rund 90 Prozent aller vergebenen Namen. Bei der Liste mit ausschließlich Erstnamen stehen - wie schon 2017 - Emma und Ben ganz vorne.

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Schwangere mit Babynamen auf dem Bauch

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Henry neu in den bundesweiten Top Ten der Babynamen

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Chris und Steffi sind längst schon erwachsen

Die GfdS in Wiesbaden bereitet die Daten nach Geschlecht, Bundesländern sowie nach Nord-Süd- und Ost-West-Vergleichen auf. Die Liste der am häufigsten vergebenen Vornamen wird seit 1977 jährlich veröffentlicht. Damals wurden die Top-Ten-Listen noch von Stefanie und Christian angeführt, auf den zweiten und dritten Plätzen folgten Christina und Sandra, beziehungsweise Michael und Stefan.

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Die GfdS wird unter anderem regelmäßig von den Standesämtern um Rat gebeten, wenn Eltern ungewöhnliche Namen für ihre Kinder eintragen lassen wollen. So waren Pfefferminza und Gastritis nicht erlaubt, dafür gibt es aber Kleinkinder, die Alemmania, Blaubeere und Katzbachine heißen. Dabei sei nicht der Geschmack der Namensexperten entscheidend, sondern vielmehr, ob sich für die Wunschnamen beispielsweise historische Belege finden lassen und klar erkennbar ist, ob es sich um einen Mädchen- oder einen Jungennamen handelt. Der Verein wird von der Bundesregierung und der Kultusministerkonferenz der Länder gefördert.

Sendung: hr-iNFO, 02.05.2019, 10.30 Uhr