Frankfurt von oben

Die Bevölkerung in Hessen wird bis zum Jahr 2040 wachsen. Um gerade einmal 1,3 Prozent, aber immerhin. Hier erfahren Sie, wo es künftig noch enger wird – und wo man in 20 Jahren besonders viel Platz hat.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bevölkerung in Hessen wächste bis 2040 laut Prognose um 1,3 Prozent

Menschen auf der Zeil in Frankfurt
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Wie sieht Hessen im Jahr 2040 aus? Wo wohnen die Menschen? Welche Städte werden einen Zuwachs erleben, und welche Landstriche drohen zu verwaisen? Antworten darauf gibt die Modellrechnung zur Bevölkerungsentwicklung, die das Hessische Statistische Landesamt am Montag veröffentlichte. Für die meisten sicher nicht überraschend: Die Menschen zieht es weiter in die Städte - und raus aus dem ländlichen Raum.

Der Prognose zufolge würden in rund 20 Jahren 6,35 Millionen Männer und Frauen in Hessen leben - etwa 80.000 mehr als noch 2018. Das Durchschnittsalter, so die Rechnung, steigt im gleichen Zeitraum um 2,7 auf 46,5 Jahre.

Auch Offenbach und Darmstadt wachsen

Den höchsten Bevölkerungszuwachs wird es laut der Modellrechnung in Frankfurt geben. Bis 2040 soll die größte hessische Stadt nochmal um 15,7 Prozent wachsen. Aus 753.056 Einwohnern (Stand: 31.12.2018) würden damit in nur zwei Jahrzehnten 871.286 werden. Zur Einordnung: Frankfurt würde damit etwa um die heutige Größe Offenbachs wachsen.

Apropos Offenbach: Frankfurts Nachbarstadt erlebt mit 14 Prozent Zunahme - und damit nur knapp hinter Darmstadt (15,1 Prozent) - bis 2040 einen ähnlichen Wachstumsboom. Auf den weiteren Plätzen folgen der Kreis Groß-Gerau (10,4), der Main-Taunus-Kreis (8,6), die Stadt Kassel (7,8) und der Kreis Offenbach (7,3).

Schlusslicht ist der Vogelsbergkreis

Verlierer sind die ländlichen, überwiegend mittel- und nordhessischen Regionen. Hier schrumpft die Bevölkerungszahl laut der Prognose, und der Anteil der älteren Menschen nimmt zu. Schlusslicht ist der Vogelsbergkreis mit 23 Prozent Rückgang. Dadurch würde die Bevölkerung dort von heute knapp 106.000 Menschen auf nur noch knapp 82.000 schrumpfen.

Sendung: hr-iNFO, 9.12.2019, 12 Uhr