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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Virus-Mutation in Limburger Altenheim

Eine Pflegekraft testet einen Bewohner auf das Coronavirus.

In einem Limburger Altenheim tobte das Coronavirus zuletzt besonders heftig. 100 Proben wurden daraufhin zur Untersuchung in ein Speziallabor gebracht. Dort ist nun eine Mutation des Virus erkannt worden.

In einem Limburger Altenheim ist eine Mutation des Corona-Virus entdeckt worden. Das teilte der Landkreis am Freitagabend nach entsprechenden Untersuchungen der Frankfurter Uniklinik mit. Ob es sich dabei um die vor allem in Großbritannien auftretende Variante des Virus handelt oder die zunächst in Südafrika festgestellte, war am Abend nicht bekannt. Zur genauen Klärung seien weitere Untersuchungen in einem Speziallabor nötig. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen Ende Januar vorliegen.

Die drei betroffenen Personen im Altenheim St. Georg - zwei Beschäftigte und ein Bewohner - befinden sich in Quarantäne. In dem Heim hatte es den Angaben zufolge einen lang anhaltenden Ausbruch mit mindestens einer Infektion eines zwischenzeitlich Genesenen gegeben, weswegen 100 Proben zur weiteren Untersuchung kamen. Das Gesundheitsamt hat ein Amtshilfeersuchen an das Robert-Koch-Institut zur weiteren Unterstützung der Ermittlungen gestellt.

Bekannte Mutationen in Hessen angekommen

Am Freitag war zunächst bekannt geworden, dass in Hessen erstmals die Coronavirus-Variante B.1.351 nachgewiesen wurde, die bisher vor allem in Südafrika aufgetreten und womöglich besonders ansteckend ist. Wie das Sozialministerium am Freitag in Wiesbaden mitteilte, war der Patient Ende Dezember aus Südafrika eingereist und liegt derzeit im Krankenhaus. Auch Kontaktpersonen seien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

"Die aktuellen Fälle verdeutlichen, dass wir absehbar immer wieder neue Coronavirus-Varianten finden werden", teilte Sozialminister Kai Klose (Grüne) mit. In dieser Woche war bereits die in Großbritannien verbreitete Virus-Variante B.1.1.7 entdeckt worden. Minister Klose appellierte in diesem Zusammenhang daran, auf alle vermeidbaren Auslandsreisen zu verzichten.

Die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Mutation wurde nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO in 50 Ländern nachgewiesen, die in Südafrika nachgewiesene Variante in 20 Ländern.

Sendung: hr-iNFO, 15.01.2021, 21 Uhr