CSD Frankfurt

Bunte Kleider, aufwändige Kostüme oder einfach oben ohne: Mehr als 5.000 Demonstranten sind am Samstag beim Christopher Street Day durch Frankfurt gezogen. Vor zehntausenden Zuschauern setzten sie sich für die Akzeptanz sexueller Minderheiten ein.

Videobeitrag

Video

zum Video Tausende Menschen feiern friedlich auf Christopher Street Day

hs
Ende des Videobeitrags

Der bunte Demonstrationszug mit über 100 Gruppen startete am Samstagmittag am Frankfurter Römerberg. Mit Plakaten wie "Bleiberecht für Rainbow Refugees" oder "I can't think straight" zogen Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle und andere Teilnehmer des Christopher Street Days (CSD) durch die Stadt.

Bildergalerie

Bildergalerie

zur Bildergalerie So bunt ist der Christopher Street Day in Frankfurt

Ende der Bildergalerie

Polizei und Veranstalter sprachen von rund 5.200 Teilnehmern, der Demonstrationszug sei etwa vier Kilometer lang gewesen. Besucht haben den CSD demnach etwa 50.000 Menschen, die das Spektakel am Straßenrand beobachteten.

Demo für Gleichberechtigung und Akzeptanz

Die Demonstranten forderten Gleichberechtigung und Akzeptanz sexueller Minderheiten und erinnerten an das in den vergangenen Jahren Erreichte. Viele der Teilnehmer waren von außerhalb Frankfurts angereist. "Bei uns in Erfurt ist die Demo immer sehr viel kleiner, mir gefällt es hier", sagte ein 42-Jähriger. Es sei wichtig, beim CSD Flagge zu zeigen. Sexuelle Minderheiten würden noch immer diskriminiert und genössen in der Gesellschaft keine Gleichberechtigung.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Tausende feiern CSD in Frankfurt

CSD in Frankfurt
Ende des Audiobeitrags

Trotz Hitze hatten sich viele Demonstranten am Samstag die Regenbogenflagge umgewickelt. Ein Mann lief als Eisbär verkleidet herum, ein anderer tanzte in Unterhose, während aus einer der Boxen Katy Perrys "I Kissed A Girl" über den Römerberg wummerte und ein Einhorn-Luftballon gen Himmel stieg.

Das Motto: 50 Jahre Stonewall - Wir sind Bewegung

Das Feierprogramm hatte bereits am Freitagmittag auf der Konstablerwache begonnen. Motto des diesjährigen CSD, zu dem Teilnehmer und Besucher aus ganz Hessen erwartet wurden, war "50 Jahre Stonewall - Wir sind Bewegung". Damit wurde an das Aufbegehren der schwulen Gemeinschaft gegen häufige Razzien und polizeiliche Repressalien gegen Besucher der Homosexuellen-Kneipe "Stonewall Inn" in der New Yorker Christopher Street erinnert.

Die Regenbogenflagge der CSD-Gemeinschaft weht am Wochenende nicht nur vom Frankfurter Rathaus, dem Römer, sondern auch auf der Partyzone an der Konstablerwache in der Frankfurter Innenstadt.

Wer in der Stadt etwas erledigen will, sollte auf öffentliche Verkehrsmittel setzen. Denn laut Polizei ist im Innenstadtbereich mit Einschränkungen im Straßenverkehr zu rechnen.

"Wir haben bereits viel erreicht"

"Wir haben bereits viel erreicht, sind aber noch lange nicht da, wo wir sein wollen - dass andersgeschlechtliche und -sexuelle Lebensweisen ausnahmslos akzeptiert werden", heißt es bei den Organisatoren im Programmheft des Frankfurter CSD. In Frankfurt wird der CSD seit 1992 gefeiert, seit 2003 läuft auch die Kirchengemeinde "Frieden und Versöhnung" mit.

Weitere Informationen

Der CSD startete am 18. Juli mit einem Open Air-Kino. Am Freitag um 15 Uhr wurde er offiziell eröffnet. Bis zum 21. Juli sind Veranstaltungen und Partys in der ganzen Stadt geplant. Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier. youfm hat zum 50. Jahrestag des CSD nachgefragt, was ein Coming-Out und sexuelle Freiheit heute bedeuten. Und bei hr3 war Fabienne Diamond zu Gast, die in Aschaffenburg seit Jahren als Drag Queen auftritt und seit einigen Wochen als Frau lebt.

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 20.07.2019, 19:30 Uhr