Grafik, welche den mobilen Impfpass symbolisiert. Vor einem Hintergrund aus einer mikroskopischen Aufnahmen eines Coronavirus ist ein Icon eines Smartphones zu sehen, auf dessen Screen ein einzelnes Virus mit einem Häkchen dargestellt ist.

Vollständig geimpfte Menschen sollen künftig ihre Immunisierung mit einem digitalen Impfpass auf dem Handy nachweisen können. Wie genau das funktioniert und welche Vorteile es hat: Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat den Startschuss für einen digitalen Impfpass gegeben. Die Tests seien erfolgreich gewesen, sagte er in Berlin. Wer gegen Corona geimpft ist, kann das künftig mit dem Smartphone nachweisen. Hier die Einzelheiten.

Was ist der digitale Impfpass?

Der digitale Impfnachweis ist eine Alternative zum gelben Impfpass; er wird auf dem Smartphone abgespeichert, das viele Menschen sowieso ständig dabei haben.

Wer bekommt den digitalen Impfpass und wo?

Den Impfnachweis sollen alle Menschen erhalten, die im Impfzentrum oder beim Arzt einen in der EU zugelassenen Covid-19-Impfstoff zum zweiten Mal (oder beim Johnson & Johnson-Vakzin einmalig) erhalten. Bis Ende Juni sollen alle Impfzentren und die Hausärzte an die entsprechende Software angebunden sein.

Bereits Durchgeimpfte können den digitalen Impfpass gegen Vorlage eines Impfnachweises und eines Personalausweises seit 14. Juni auch in Apotheken erhalten - wobei nach Angaben des Hessischen Apothekerverbandes zum Start noch nicht alle Apotheken dabei sind.

Menschen, die bereits in den Impfzentren vollständig geimpft wurden und für die entsprechende Kontaktdaten vorliegen, erhalten den QR-Code per Post zugesendet. Das kann allerdings noch dauern.

Was kostet der digitale Impfpass?

Der digitale Impfpass ist für die Bürger kostenlos.

Bekommen Genesene auch einen Impfpass?

Auch Genesene gelten nach einmaliger Impfung als vollständig geimpft. Sie erhalten auf Wunsch auch den digitalen Impfnachweis.

Wie genau wird der digitale Impfpass generiert?

Nach Eingabe der Daten im Impfzentrum, beim Arzt oder in der Apotheke wird ein QR-Code erstellt, den die Nutzer direkt mit dem Smartphone abscannen können. Sie können ihn sich auch ausdrucken lassen und später einscannen. Zum Scannen muss die Corona-Warn-App oder die Covpass-App benutzt werden. Die neuste Version der Corona-Warn-App hat das Feature schon integriert. Die Covpass-App steht seit 14. Juni zur Verfügung. Beide Apps sind kostenlos. Sie speichern die Impfbescheinigung lokal auf dem Smartphone. Der Nachweis sollte ab Mittwoch (16. Juni) auch über die Luca-App möglich sein.

Wie sicher sind meine persönlichen Daten auf dem digitalen Impfpass?

Es sollen keine persönlichen Daten auf externen Servern gespeichert werden, sondern nur lokal auf dem eigenen Handy. Das Zertifikat dient dabei lediglich dazu nachzuweisen, dass die auf dem Smartphone hinterlegten Daten authentisch sind und tatsächlich zu der angegebenen Person gehören.

Welche Vorteile hat der digitale Impfpass?

Er erleichtert zum Beispiel den Besuch von Restaurants oder Geschäften. Dort kann man den digitalen Impfpass einfach auf seinem Handy vorzeigen und braucht keinen Corona-Test mehr zu machen. Alternativ kann man natürlich auch seinen gelben Impfpass zeigen.

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Gilt der digitale Impfpass nur in Deutschland?

Der Ausweis gilt in der ganzen EU und auch in Norwegen, in der Schweiz, Liechtenstein und in Island. Ab Juli soll er für er das grenzüberschreitende Reisen in der EU genutzt werden können. Er kann dazu dienen, Einreisen zu erleichtern und die Quarantänepflicht aufzuheben. An der jeweiligen Grenze wird die App dann geöffnet und der Code abgescannt. Ausnahmen gelten für Länder mit Virus-Mutationen.

Können im Ausland Geimpfte ihre Daten übertragen?

Der digitale Impfnachweis ist ein EU-weit gültiger Nachweis. Auch in den anderen Mitgliedsstaaten wird der Nachweis genutzt.

Was machen Menschen, die kein Smartphone haben?

Man kann sich das Impfzertifikat auch in Papierform ausstellen lassen oder weiter den gelben Impfausweis vorzeigen. Die digitale Version ist keine Pflicht.

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