In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg und den Auswirkungen auf Hessen.

Es gibt neue Meldungen
Automatisch aktualisieren
  • Helaba verzichtet wegen Ukraine-Krieg auf Gewinnprognose

    Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) plant nach einem Gewinnsprung 2021 für dieses Jahr vorsichtiger. Wegen des Ukraine-Krieges und der aktuell sehr hohen Unsicherheiten im Markt sehe der Vorstand von einer konkreten Ergebnisprognose für 2022 ab, sagte der Vorstandsvorsitzende von Deutschlands drittgrößter Landesbank, Thomas Groß, am Donnerstag.

    Nach eigenen Angaben hat die Helaba ihr Engagement in Russland und der Ukraine in den vergangenen Jahren stetig zurückgeführt. Seit vergangener Woche sei das Neugeschäft mit Russland gestoppt, auch Zahlungen dorthin werden seit Montag vorerst nicht mehr durchgeführt. In beiden Ländern zusammen habe die Landesbank aktuell einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag im Risiko, hauptsächlich Export- und Handelsfinanzierungen.

    Helaba-Zentrale
  • Frankfurt schaltet Notfall-Nummer für Geflüchtete

    Geflüchtete Menschen aus der Ukraine und deren Angehörige in Frankfurt können sich künftig über eine Telefon-Hotline über die Hilfen der Stadt informieren. Mitarbeitende des Jugend- und Sozialamtes Fragen beantworten dort Fragen zu Unterbringung und sonstigen Unterstützungsmöglichkeiten der Stadt.

    Auch der Besondere Dienst für Flüchtlinge und Auswärtige in der Mainzer Landstraße unterstützt Schutzsuchende, etwa bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten. Frankfurterinnen und Frankfurter, die sich für die Ukraine engagieren wollen, können sich über eine städtische Plattform informieren und organisieren.

  • Landesapothekerkammer: Geld statt Arzneimittelspenden

    Obwohl es in der Ukraine bereits zu Versorgungsproblemen mit Medikamenten und Verbandsmaterial komme, fordert die Landesapothekerkammer Hessen Privatpersonen dazu auf, keine Arzneimittel für Menschen in der Ukraine zu spenden. Hilfreicher sei es, Geld an die Hilfsorganisationen der Apotheker zu spenden.

    "Lassen Sie die Expertinnen und Experten den Bedarf vor Ort erheben und zielgerichtet bedienen", so Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. "Der Kauf einzelner Packungen oder die Abgabe von Resten aus der Hausapotheke helfen da nicht weiter", sagte sie. Im Gegenteil führe dies zu Problemen bei der Logistik.

  • Stipendien für ukrainische Historiker

    Die an der Frankfurter Goethe-Universität angesiedelte Forschungsgruppe "Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer" will fünf Stipendien für ukrainische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anbieten. Damit wolle man "die Stimme der ukrainischen Wissenschaft stärken", sagte die Initiatorin des Stipendienprogramms Birgit Emich.

    Die Stipendien sind mit 3000 Euro monatlich dotiert und zunächst auf vier Monate begrenzt. Sie richten sich an Promovierte, die sich mit mittelalterlicher oder frühneuzeitlicher Geschichte befassen und religiöse Vielfalt in den Blick nehmen.

  • Benefizkonzert für die Ukraine

    Ein Zeichen für den Frieden setzen möchte das Land Hessen zusammen mit dem hr-Sinfonieorchester. Deswegen lädt das Orchester zu einem Benefizkonzert für die Ukraine in die Alte Oper ein. Auf dem Programm steht Beethoven.

  • Top-Thema

    Linke gegen Aussetzen der hessisch-russischen Partnerschaft

    Als Sanktion wegen des Angriffs auf die Ukraine will die Landesregierung die Partnerschaft mit der zentralrussischen Region Jaroslawl formell auf Eis legen. Die hessische Linke hat das am Donnerstag "als Schritt in die falsche Richtung" kritisiert. "Wichtiger denn je wäre es vielmehr, Gesprächskanäle offenzuhalten, Kontakte in die Gesellschaft und auch die unteren Ebenen des russischen Staats hinein zu nutzen", teilte Ulrich Wilken mit, rechtspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion. Stattdessen würden Ansätze der Völkerverständigung gefährdet, wie sie Menschen aus unterschiedlichen Kulturen nach dem Zweiten Weltkrieg zusammengebracht hätten.

    Die Landesregierung will die seit 31 Jahren bestehende Regionalpartnerschaft kommenden Montag aussetzen. Russlands Angriff auf die Ukraine müsse "Konsequenzen auf allen Ebenen nach sich ziehen", hatte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch zur Begründung gesagt.

  • Hessische Milliarden-Projekte gefährdet

    Die Sanktionen gegen Russland haben auch Auswirkungen auf die wissenschaftliche Arbeit in Hessen. In Darmstadt sind gleich zwei Großprojekte der Weltraum- und Grundlagenforschung durch die Folgen des Krieges bedroht.

  • Fridays for Future will gegen Krieg demonstrieren

    Die Fridays for Future-Bewegung in Frankfurt will am Donnerstagabend gegen den Krieg in der Ukraine auf die Straße gehen. Die Demonstration soll um 18 Uhr an der Frankfurter Hauptwache beginnen und unter entsprechenden Coronamaßnahmen stattfinden, wie die Organisatoren mitteilten. Die Fridays for Future-Bewegung in der Ukraine habe um Solidarität der Aktivistinnen und Aktivisten in Deutschland gebeten. Wegen der "Dringlichkeit der Lage" habe man den weltweiten Aktionstag auf den Donnerstag vorverlegt - üblicherweise finden die Proteste sonst Freitags statt.

    Die Frankfurter Organisatoren verurteilten den Krieg in ihrer Pressemitteilung als "völkerrechtswidrigen, aggressiven Akt Russlands", dessen Ursachen "auch in der Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und ständiger Konkurrenz um ihre Verteilung" liegen würden. "Eine Antwort auf den Krieg muss das Aufbrechen dieser Abhängigkeiten und die Überwindung des fossilen Systems sein", hieß es weiter.

  • Top-Thema

    Krankenhäuser sollen sich auf Kriegsverletzte vorbereiten

    Die hessischen Krankenhäuser sollen sich darauf vorbereiten, gegebenenfalls Kriegsverletzte aufzunehmen. Das hat das Sozialministerium den Krankenhäusern per Erlass am Donnerstag mitgeteilt. Es handle sich um eine "derzeit rein vorsorglich getroffene Regelung", sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne).

    Die Regelung sorge dafür, "dass alle Beteiligten informiert sind und auch mögliche Wechselbeziehungen zwischen der Versorgung von Kriegsverletzten und der andauernden COVID-Pandemie berücksichtigt werden." Im Ernstfall sei schnelles Handeln notwendig, daher müsse die Vorbereitung bereits jetzt erfolgen.

  • Peace-Zeichen vom Schulhof

    Die Schulen in Hessen haben am Mittwoch durch eine Schweigeminute ihre Solidarität mit der Ukraine gezeigt. In Birstein haben sich die Haupt- und Realschule noch etwas anderes überlegt: Die Schülerinnen und Schüler stellten sich zusammen mit ihren Lehrkräften auf dem Sportplatz in Form eines Peace-Zeichens auf.

    Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschule Birstein haben zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern gestern das Peacezeichen auf dem Sportplatz geformt, um damit ihre Solidarität mit dem ukrainischen Volk zum Ausdruck zu bringen.
  • Top-Thema

    Zentrale Anlaufstelle "Ukrainehilfe" in Marburg

    Die Stadt Marburg eröffnet am Donnerstag ab 13 Uhr eine zentrale Anlaufstelle "Ukrainehilfe". Im Georg-Gaßmann-Stadion sollen Geflüchtete zielgerichtete Unterstützung bekommen. Wie die Stadt mitteilte, sollen dafür die Ausländerbehörde, das Sozialamt und der Fachdienst Migration und Flüchtlingshilfe zusammenarbeiten. In der Anlaufstelle sollen die Geflüchteten dann in deutscher und ukrainischer Sprache wichtige Erstinformationen zu finanzieller Unterstützung, medizinischer Versorgung und Corona-Test- und Impfangeboten bekommen.

    Außerdem soll es vor Ort eine "Ukrainehilfe-Börse" geben, die Hilfsangebote aus der Bevölkerung mit dem konkreten Bedarf der Menschen zusammenbringen soll. "Egal, ob Sprachkenntnisse, Umzugshilfe, freie Wohnungsangebote – wir tragen alle Hilfen zusammen und vermitteln sie bedarfsgerecht weiter", so Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD). Ein Lager für Sachspenden soll es nicht geben. Bürgerinnen und Bürger sollen daher keine Sachspenden bringen, sondern Hilfsangebote zur Koordinierung anmelden.

    Wegweiser zur zentralen Anlaufstelle
  • Europaweites Glockenläuten auch in Hessen

    Als Zeichen gegen den Krieg sollen am Donnerstag um 12 Uhr für sieben Minuten Kirchenglocken in ganz Europa läuten - darunter auch verschiedene Kirchen in Frankfurt, Limburg und der Dom in Fulda.

    Die Europäische Vereinigung der Dombau-, Münsterbau- und Bauhüttenmeister hatte zu der Aktion aufgerufen. "Jede Minute steht für einen Tag dieses schrecklichen und unsinnigen Krieges", so die Idee der Vereinigung.

    der Dom in Fulda
  • Top-Thema

    Darmstadt rät von Sachspenden ab

    Bürgerinnen und Bürger in Darmstadt sollen keine weiteren Sachspenden in das Kongresszentrum darmstadtium bringen. "Deutlich zielführender und sinnvoller sind Geldspenden", teilte die Stadt am Mittwoch mit. Anders als bei der humanitären Notlage 2015 und 2016 seien die Geflüchteten aus der Ukraine derzeit auch aufgrund der Hilfsorganisationen in den angrenzenden Ländern relativ gut versorgt.

    Die Hilfslager in den Nachbarländern seien voll, teilweise komme es vor Ort bereits zu logistischen Problemen. Das hatte auch der Darmstädter Hilfskonvoi erlebt, der längere Zeit Schwierigkeiten hatte, Sachspenden an der slowakischen Grenze sicher und zielgerecht zu übergeben.

  • Eintracht-Fans fahren Hilfsgüter Richtung Ukraine

    Verschiedene Fan-Gruppen von Eintracht Frankfurt planen aktuell Hilfsaktionen für die notleidenden Menschen in der Ukraine. So sammeln derzeit Mitglieder der Eintracht-Fanszene Geld für einen Hilfstransport in den kommenden Tagen. Von dem Geld sollen dann per Lkw Lebensmittel und medizinische Notfall-Kits an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren werden. Von dort sollen die Hilfsgüter von ukrainischen Helfern nach Kiew gebracht werden.

    Eine weitere Aktion findet am Freitag an der Fan-Kneipe Schöppche in Frankfurt-Sachsenhausen satt. Ab 15 Uhr werden Sachspenden wie dicke Jacken, Decken und Hygieneartikel für Frauen und Kleinkinder gesammelt. Auch diese Hilfsgüter wollen die Fans anschließend per Lkw an die ukrainische Grenze fahren.

  • Top-Thema

    Hessen und der Ukraine-Krieg

    Der Krieg in den Ukraine bewegt die Menschen. Hessen hat vielfältige Beziehungen zu Russland und der Ukraine. In diesem Ticker möchten wir Sie über alles auf dem Laufenden halten, was unmittelbar unser Bundesland betrifft. tagesschau.de dokumentiert die weiteren Entwicklungen des Konflikts.

  • Lahn-Dill-Kreis schickt zehn Tonnen Hilfsgüter

    Rund zehn Tonnen Hilfsgüter hat der Lahn-Dill-Kreis auf die Reise in die Ukraine geschickt. Unter anderem seien 600 Feldbetten, 600 Wolldecken, 792 Hygiene-Sets, 2.000 Liter Trinkwasser, Nahrungsmittel, Verbandsmaterial, 1.000 Dosen Antibiotikum, 1.500 Schutzkittel und vier Stromerzeuger auf dem Weg. Das teilte der Kreis am Mittwoch mit. Die Hilfsgüter sollen in der Nacht auf Donnerstag zunächst in Polen eintreffen und von dort per Zug weiter nach Kiew transportiert zu werden. Dort sollen sie laut Plan am Freitag in ankommen.

  • Frankfurter Fernsehturm in Ukraine-Farben

    Der Frankfurter Europaturm leuchtet aus Solidarität mit der Ukraine in deren Landesfarben blau und gelb.

    Wenn es dunkel wird, dann leuchtet dieser Tage der Frankfurter Fernsehturm in Blau und Gelb, den Landesfarben der Ukraine. Von diesem Mittwoch bis einschließlich Sonntag soll die Beleuchtung bleiben, immer von den frühen Abendstunden bis Sonnenaufgang. Damit wollen die Stadt Frankfurt und die Eigentümerin des Europaturms, Deutsche Funkturm, nach eigener Aussage ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine setzen, die unter dem Krieg leiden. Bei dem russischen Angriff auf das Land war auch der Kiewer Fernsehturm beschossen worden.

  • Flucht von Odessa nach Marburg - mit Baby

    Die junge Mutter Kira ist aus dem ukrainischen Odessa vor dem Krieg geflohen. "Ich hatte mir zwei Tage lang die Nachrichten angeguckt", sagt sie - "und dann entschieden, irgendwas tun zu müssen, um meine Familie da rauszuholen." Mit ihrem neun Monate alten Baby hat es die Alleinerziehende bis nach Caldern bei Marburg geschafft - allerdings nur durch eine zufällige Begegnung. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

  • Top-Thema

    Luftfahrt spürt Auswirkungen des Krieges

    Die Lufthansa steuert auf neue Turbulenzen zu: Nach dem von Corona geprägten Geschäftsjahr 2021 muss Europas umsatzstärkster Luftverkehrskonzern jetzt mit den Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine zurechtkommen. Die Sperrung des russischen Luftraums bedeutet direkte Umsatzverluste wegen der wegfallenden Ziele in Russland und der Ukraine sowie hohe zusätzliche Kosten auf den umgeleiteten Verbindungen nach Fernost. Die Maschinen des Joint-Venture-Partners Air China können allerdings weiterhin über Russland fliegen und so auch der Lufthansa indirekt Umsätze bringen. Am Donnerstag will Vorstandschef Carsten Spohr in Frankfurt die Bilanz für das Geschäftsjahr 2021 vorlegen, das erneut mit einem Milliardenverlust abgeschlossen haben dürfte.

    Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport spürt nach eigenen Angaben ebenfalls die Auswirkungen des Ukraine-Krieges. Zwar sei der Passagierverkehr in Frankfurt derzeit nur wenig betroffen, teilte Fraport am Mittwoch mit: Demnach waren in dieser Woche 32 Abflüge verschiedener russischer Passagier-Airlines ab Frankfurt geplant. Über Zwischenstopps sei die Reise nach Russland noch immer möglich. Anders sehe es aber im Fracht-Geschäft aus: "Insbesondere die Airbridge Cargo ist als russischer Frachtcarrier ein wichtiger Kunde", so Fraport. "Dieses Cargo-Aufkommen kommt in diesen Tagen zum Erliegen."

  • Kostenloser ÖPNV für Ukraine-Geflüchtete

    Geflüchtete aus der Ukraine können bis auf Weiteres kostenlos mit Bus und Bahn im Liniennetz des Rhein-Main-Verkehrsverbundes fahren. Wie der RMV mitteilte, gilt dies für alle Nahverkehrszüge, also S-Bahnen, Regionalbahnen und Regional Express-Züge sowie für U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse. Als Fahrkarte reicht demnach ein gültiges Ausweisdokument der Ukraine. Auch der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) möchte so verfahren.

    Die Wiesbadener Verkehrsgesellschaft ESWE teilte am Mittwoch außerdem mit, dass auch ein sogenanntes "0-Euro-Ticket" Geflüchtete aus der Ukraine zur kostenlosen Fahrt in ihren Bussen berechtigt. Unterstützt wird die Aktion auch vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

  • Schweigeminute an Schulen

    Hessenweit haben sich Schulen an einer Schweigeminute wegen des Krieges in der Ukraine beteiligt. Der Aufruf von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sei überwiegend positiv aufgenommen worden, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums am Mittwoch. Die Schweigeminute sollte Anteilnahme und Mitgefühl mit dem ukrainischen Volk und allen ausdrücken, die unter dem Krieg zu leiden haben.

    Der Minister forderte die Schulen auch auf, das Thema inhaltlich in den Unterricht einzubauen. Die Schüler seien durch den russischen Angriff auf die Ukraine mit einem Thema konfrontiert, das bislang in der Regel nicht zu ihrer unmittelbaren Lebenswirklichkeit gehört habe, hatte Lorz bei seinem Aufruf am Dienstag erklärt. Besonders Kinder und Jugendliche bräuchten nun Unterstützung und Begleitung, weil der Krieg bei ihnen Ängste und Sorgen hervorrufe.

    Videobeitrag

    Video

    Krieg in der Ukraine: Schweigeminute in Hessens Schulen

    hs16_020322
    Ende des Videobeitrags
  • Wintershall: Keine weiteren Projekte in Russland

    Audiobeitrag

    Audio

    Wintershall: Keine weiteren Gas- und Ölprojekte in Russland

    Erdgasförderanlage des Kasseler Öl- und Gaskonzerns Wintershall
    Ende des Audiobeitrags

    Wintershall Dea verfolgt angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine keine zusätzlichen Projekte zur Förderung von Gas und Öl mehr. Das hat der Vorstand der Wintershall Dea AG mit Sitz in Kassel und Hamburg entschieden. Außerdem werde man die Finanzierung von Nord Stream 2 in Höhe von rund einer Milliarde Euro abschreiben, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Zahlungen nach Russland würden "grundsätzlich mit sofortiger Wirkung" eingestellt.

    In den bestehenden Erdgas-Förderprojekten Juschno-Russkoje und Achimov in Sibirien bleibe das Unternehmen aber vertreten, hieß es in der Mitteilung. Die Förderprojekte versorgen demnach Europa mit Energie. Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea ist an der Finanzierung der umstrittenen Pipeline Nord Stream 2 beteiligt, für deren Betrieb die Bundesregierung das Genehmigungsverfahren ausgesetzt hat.

  • hr-Reporterin berichtet von der slowakisch-ukrainischen Grenze

    hr-Reporterin Bo Hyun Kim begleitet gerade den Hilfstransport, der in der Nacht von Montag auf Dienstag von Darmstadt in Richtung der ukrainisch-slowakischen Grenze aufgebrochen ist. Der Reisebus hat zuerst Hilfsgüter in eine slowakische Grenzstadt geliefert. Jetzt holt er Geflüchtete nach Hessen. In ihrem Instagram-Video schildert unsere Reporterin ihre Eindrücke von der slowakisch-ukrainischen Grenze.

  • Top-Thema

    Darmstädter Helfer erreichen Ukraine-Grenze

    Der in Darmstadt gestartete Hilfstransport hat die ukrainische Grenze erreicht. Die Hilfsgüter sind trotz bürokratischer Hürden überbracht. Ob wie geplant Geflüchtete mit nach Deutschland kommen, ist unklar.

    Videobeitrag

    Video

    Darmstädter Hilfstransport erreicht ukrainische Grenze

    hs16_020322
    Ende des Videobeitrags
  • Top-Thema

    Debatte um Wiedereinführung der Wehrpflicht

    Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat eine Debatte über die Wiedereinführung der Wehrpflicht ausgelöst. In Hessen wird sie zurückhaltend geführt, nachdem die Junge Union und die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Hessen als CDU-Organisationen der CDU eine "zeitnahe Wiedereinführung" gefordert haben - auch für Frauen. Linken-Fraktionschef Jan Schalauske sagte, mehr Militarisierung führe nicht zu mehr Abschreckung oder Sicherheit. Der FDP-Innenexperte, Stefan Müller, warnte davor, das Rad zurück zu drehen. Die Wiedereinführung sei bei bundesweit rund 800.000 wehrpflichtigen Frauen und Männern praktisch nicht umzusetzen.

    Ein Sprecher der SPD-Landtagsfraktion betonte, das werde nicht auf Landesebene entschieden. Trotzdem werde man sich möglicherweise kommende Woche mit diesem Thema beschäftigen. Der parlamentarische Geschäftsführer von Bündnis 90 Die Grünen, Jürgen Frömmrich, sagte auf hr-Anfrage, es spreche einiges dafür, es bei der derzeitigen Regelung ohne Wehrpflicht zu belassen. Andreas Lichert, Co-Landeschef der AfD, verwies darauf, dass seine Partei die Wehrpflicht seit langem fordere. Die Landesverteidigung sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, "der Auftrag der Bundeswehr Verpflichtung für jeden Staatsbürger".