Foto von spielenden Kindern im Garten des AWO Kita Familienzentrums in der Marshallstraße. Im Hintergrund eine Erzieherin und ein Erzieher.

Der Jubel ist groß: Die Kita Marshallstraße in Gießen ist bei der Verleihung des Deutschen Kita-Preises geehrt worden. Die Einrichtung freut sich über 10.000 Euro und hat große Pläne.

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Ein Grundstück mit Bauwagen, ein Spielhaus und die Verschönerung des Gruppenraums: Die Erzieherinnen und Erzieher der Kita Marshallstraße haben schon große Pläne, was sie und ihre Kita-Kinder mit dem Preisgeld anfangen wollen. 10.000 Euro sind es geworden, der zweite Platz beim Deutschen Kita-Preis. Der wurde am Mittwochabend online per Livestream vergeben, unter anderem vom Bundesfamilienministerium.

Mit Händen und Füßen sprechen und spielen

"Wir lieben es, hier in einer multikulturellen Kita zu arbeiten mit Kindern aus verschiedensten Kulturen und sozialen Schichten", sagt Kita-Leiterin Monika Jackmuth. "Wir führen Menschen zueinander."

Die Gießener Kita ist deshalb preiswürdig, weil sie zum Beispiel mit Gebärden- und Gesten-Liedern ihren 31 Kindern aus rund zehn Nationen hilft, die deutsche Sprache spielerisch zu erlernen. "Viele Kinder, die die deutsche Sprache nicht verstehen, verstehen die Gebärden, und so geht es viel einfacher", sagt Erzieher Christian Beuchling.

Mit Tablet und Gartenarbeit für die ganze Familie

Neben der sogenannten "gebärdenunterstützten Kommunikation" bringen die Erzieherinnen und Erzieher den Ein- bis Sechsjährigen mit dem Kita-Tablet die digitale Welt näher. Adrian und Hala sind beide sechs Jahre alt und mächtig stolz auf ihren ersten Stopp-Trick-Film mit kleinen Bauernhoftieren - allein produziert mit dem Tablet. "Das sieht dann so aus, als ob das Tier Füße hat und in echt laufen kann", freut sich Hala.

Außerdem erobern die Kita-Kinder nicht nur ihr eigenes Außengelände, sondern gehen regelmäßig in der gesamten Marshall-Siedlung mit den Erzieherinnen und Erziehern auf Erkundungstour. "Wir nutzen das alles als Erfahrungsort", sagt die Kita-Leiterin. Im Kita-Schrebergarten dürfen die Kinder Gemüse anpflanzen, der Garten soll ein Treffpunkt für alle Menschen in der Siedlung sein. "Wir sind ein Familienzentrum, das heißt, wir öffnen uns nach außen, und die ganze Familie steht bei uns im Mittelpunkt."

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