Auch Gartenmärkte dürfen ab Montag (8. März) in Hessen wieder öffnen.

Die Lockdown-Regeln werden ab Montag ein wenig gelockert - sei es bei den persönlichen Kontakten, im Handel oder in der Freizeit. Was ändert sich in Hessen? Alle Neuerungen in der Übersicht.

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Trotz steigender Infektionszahlen haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, die Corona-Regeln bundesweit etwas zu lockern. In Hessen treten die neue Regeln am Montag in Kraft und gelten zunächst bis zum 28. März. Ein Überblick:

Private Treffen

Bislang durfte ein Hausstand in der Öffentlichkeit nur eine weitere Person treffen. Ab Montag dürfen außerhalb der eigenen Wohnung maximal fünf Menschen aus zwei Hausständen zusammenkommen, Kinder im Alter bis 14 Jahren nicht mitgerechnet.

Für private Zusammenkünfte in den eigenen vier Wänden oder im eigenen Garten gelten diese Kontaktregeln als dringende Empfehlung.

Einkaufen

Baumärkte, Gartenmärkte, Baumschulen sowie Buchhandlungen dürfen nun auch wieder öffnen. Die Kundenzahl wird in diesen Geschäften begrenzt auf einen Kunden pro 10 Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche. Ist die Fläche größer, ist jeweils für 20 zusätzliche Quadratmeter ein weiterer Kunde erlaubt.

Frisöre dürfen bereits seit dem 1. März wieder öffnen. Lebensmittelgeschäfte oder Drogeriemärkte sind ohnehin geöffnet.

Bei den übrigen Einzelhändlern war das Bestellen und Abholen schon möglich. Ab Montag darf der Einzelhandel das sogenannte "Click-and-meet" anbieten: Jeweils ein Kunde pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche darf nach Anmeldung in einem bestimmten Zeitraum einkaufen.

Amateur- und Freizeit-Sport

Amateur- und Freizeit-Sport ist entsprechend der erweiterten Kontaktregeln möglich - also mit bis zu zwei Haushalten mit höchstens fünf Personen. Kinder bis einschließlich 14 Jahren dürfen Sport unter freiem Himmel auch in Gruppen treiben. Sportanlagen können vor Ort auch weiterhin geöffnet werden.

In Fitnessstudios kann - bei entsprechenden Hygienevorkehrungen - mit Einzelterminen trainiert werden. Erlaubt ist nur eine Person je 40 Quadratmetern Trainingsfläche. Die persönlichen Daten müssen erfasst werden.

Kultur und Freizeit

Museen, Schlösser, Gedenkstätten, Tierparks, Zoos und botanische Gärten dürfen mit umfassendem Hygienekonzept öffnen. Eine Terminvereinbarung ist notwendig. Dabei müssen persönliche Daten hinterlegt werden, um Kontakte nachverfolgen zu können.

Dienstleistungen im Bereich Körperpflege

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetiksalons und Fußpflege dürfen unter strengen Auflagen öffnen. Dazu zählen Terminvereinbarung und Kontaktdatenerfassung.

Wenn bei der Behandlung nicht durchgehend eine Maske getragen werden kann, soll ein tagesaktueller Schnelltest vorliegen oder vor Ort ein Selbsttest durchgeführt werden.

Mehr Tests

Auf Kosten des Bundes soll ab Montag jeder Hesse einmal in der Woche einen kostenlosen Schnelltest bei anerkannten Teststellen machen können - auch wenn er keine Symptome hat. Die Anbieter - Ärzte, Apotheker oder Center - rechnen laut der Landesregierung direkt mit der Kassenärztlichen Vereinigung ab.

Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag einschränkte, werden die Tests nicht in allen Bundesländern schon ab Montag durchgängig angeboten. Viele starteten jedoch in der neuen Woche.

Quarantäne

Nach einer positiven Selbsttestung muss sich der Getestete unmittelbar in Quarantäne begeben und zusätzlich einen PCR-Test machen.

Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten müssen sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Eine Verkürzung durch einen negativen Corona-Test ist nicht möglich. Die Vorgaben gelten auch für geimpfte Personen.

Weitere Informationen

Die genauen Bestimmungen der Landesregierung

Die Landesregierung erklärt die ab Montag (8. März) geltenden Corona-Regeln in Hessen im Detail in ihren aktualisierten Auslegungshinweisen auf der Internetseite corona.hessen.de. Den direkten Download (pdf) finden Sie hier.

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr-iNFO, 08.03.2021, 06.00 Uhr