Mehrere Einwegmasken hängen an einem beleuchteten Weihnachtsbaum

Gelockerte Kontaktbeschränkungen an Weihnachten, Ausgangssperren an Silvester und Gottesdienste unter Auflagen: Das Coronavirus hat auch die anstehenden Feiertage fest im Griff. Diese Regeln gelten bis ins neue Jahr.

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zum Video Pressestatement Volker Bouffier zu Regelungen an Weihnachten und Silvester

Bouffier bei der Pressekonferenz in der Staatskanzlei
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Das öffentliche Leben in Hessen ist Mitte Dezember weitgehend heruntergefahren worden. Bis vorerst 10. Januar herrscht ein verschärfter Lockdown. Einige Regeln werden aber über die Weihnachtsfeiertage etwas gelockert. Weil die Übersicht leicht verloren gehen kann, hier die Bestimmungen fürs Fest.

Private Treffen und Kontaktbeschränkungen

Bis auf die Weihnachtsfeiertage gelten die bisherigen Beschränkungen weiter: Private Treffen dürfen weiterhin nur von Angehörigen aus zwei Haushalten, höchstens jedoch mit fünf Personen stattfinden. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

Vom 24. bis 26. Dezember können - über die bestehenden Kontaktbeschränkungen hinaus - Treffen im engsten Familienkreis mit vier weiteren Personen jenseits des eigenen Hausstands stattfinden. Kinder unter 14 Jahren sind ebenfalls ausgenommen. Zum engsten Familienkreis zählen insbesondere Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister und Lebenspartner. Kontrollen wird es aber nicht geben, die Regierung spricht für den privaten Bereich eine dringende Empfehlung aus.

Ausgangsbeschränkungen

In Regionen mit nächtlichen Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und 5 Uhr beginnen diese am 24. Dezember erst drei Stunden später um Mitternacht, am 25. und 26. Dezember um 22 Uhr. Für Silvester gibt es keine Ausnahmen. Aktuell gelten diese Regelungen in insgesamt 15 Kreisen und Städten mit anhaltend hohen Sieben-Tage-Inzidenzen.

Sollte in den betroffenen Regionen die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter der Marke von 200 Neuinfektionen liegen, kann die Sperre jederzeit aufgehoben werden. Nach dem Kreis Groß-Gerau (seit Sonntag) und der Stadt Hattersheim (seit Dienstag) ist dies seit Mittwoch auch im Rheingau-Taunus-Kreis der Fall. Im Umkehrschluss hat eine dreitägige Inzidenz von über 200 eine Ausgangssperre zur Folge.

Gottesdienste

Gottesdienste an Weihnachten dürfen nur unter strenger Einhaltung der Hygieneregeln stattfinden: Das sind das Tragen der Maske, 1,50 Meter Abstand und der Verzicht auf gemeinsames Singen. Eine vorherige Anmeldung ist Pflicht.

Die Kirchengemeinden lassen sich viel einfallen, damit der Weihnachtsgottesdienst in diesem Jahr nicht komplett ausfallen muss. Geplant sind unter anderem eine Predigt in der Manege, im Sportplatz-Flutlicht oder auf der Autokino-Bühne. Ein Fuldaer Pfarrer entwickelte sogar eine "Andacht to go" für das heimische Wohnzimmer.

Einkaufen und Dienstleistungen

Öffnen dürfen nur Geschäfte, die Dinge des öffentlichen Bedarfs anbieten wie Supermärkte, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Banken, Kioske und Tiermärkte. Die Ausgabe bestellter Waren in den Geschäften ist zulässig. Wochenmärkte bleiben geöffnet, Floh- und Weihnachtsmärkte sind dagegen untersagt.

Dienstleistungsbetriebe

Dienstleistungsbetriebe der Körperpflege wie beispielsweise Friseursalons, Kosmetikstudios oder Massagepraxen müssen zu bleiben. Ausgenommen sind medizinisch notwendige Behandlungen. Auch Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe wie Reinigungen, Waschsalons oder Auto- und Fahrradwerkstätten dürfen öffnen.

Essen und Trinken

Restaurants bleiben auch über die Feiertage geschlossen. Die Lieferung und Abholung von Speisen für zu Hause bleibt weiter möglich. Vor Ort darf nichts gegessen oder getrunken werden. In der Öffentlichkeit darf zudem kein Alkohol mehr getrunken werden.

Silvester und Neujahr

Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern "an publikumsträchtigen öffentlichen Orten" ist laut Corona-Verordnung verboten. Die Kommunen entscheiden selbst, wo das gilt: Die südhessischen Kreise Darmstadt-Dieburg, Odenwald und Bergstraße beispielsweise haben ein Verbot für den gesamten öffentlichen Raum erlassen. In Frankfurt gilt das Verbot in Altstadt, Innenstadt und im Bahnhofsviertel sowie in einzelnen Bereichen weiterer Stadtteile.

Der Verkauf von Feuerwerk und Pyrotechnik ist in diesem Jahr bundesweit untersagt. Verboten ist die Abgabe unabhängig vom Bestelldatum. Bei Zusammenkünften gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen von maximal fünf Personen aus zwei Haushalten. Von den Kreisen erlassene Ausgangssperren gelten auch an Silvester.

Alten- und Pflegeheime

In Alten- und Pflegeheimen müssen Beschäftigte und Besucher zu jeder Zeit spezielle Schutzmasken tragen. Bewohner dürfen zweimal pro Woche von bis zu zwei Personen besucht werden. Das Personal muss regelmäßig, mindestens einmal pro Woche, auf Corona getestet werden.

Weitere Regelungen

Skilifte und Eishallen sind geschlossen. Eisbahnen und ähnliche Angebote unter freiem Himmel bleiben offen. Auch Kinderspielplätze bleiben geöffnet.