Mädchen auf der Schulbank

Die Viertklässler dürfen neben den Schülern an weiterführenden Schulen am Montag in ihre Klassenräume zurückkehren. Eine Schülerin hatte geklagt, machte dann aber einen Rückzieher.

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Auch an den Grundschulen beginnt am Montag - zumindest eingeschränkt - wieder der Unterricht. Die Viertklässler dürfen wie von der Landesregierung geplant in ihre Klassenräume zurückkehren. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel teilte am Freitag mit, dass eine Schülerin aus Frankfurt am selben Tag ihren Eilantrag zurückgenommen hatte (Az. 8 B 1300/20.N).

Darin hatte sie darauf gepocht, dass für Viertklässler der Schulbesuch weiterhin untersagt sein müsse. Zur Begründung ihres Antrags hatte sie sich auf Belange des Infektions- und des Gesundheitsschutzes berufen, die in Zeiten der Corona-Pandemie nicht hinreichend gewährleistet seien, sagte ein Sprecher des VGH.

Dieselbe Schülerin verhinderte eine Rückkehr im April

Im April hatte dasselbe Mädchen mit seiner ersten Klage Erfolg. Die Wiederöffnung der Grundschulen wurde verschoben. Die Viertklässler würden im Vergleich zu Schülern, denen aus Gründen des Infektionsschutzes der Schulbesuch weiter untersagt werde, ohne hinreichenden Grund ungleich behandelt, lautete die Begründung der Richter. Am 27. April kehrten nur die Abschlussjahrgänge an den weiterführenden Schulen zurück.

Ab Montag werden nun also wie geplant alle anderen Jahrgänge der weiterführenden Schulen sowie die Viertklässler unter strengen Regeln wieder in den Präsenzunterricht gehen. Die übrigen Grundschüler der Klassen 1 bis 3 sollen am 2. Juni in die Klassenräume zurückkehren.

11.000 Eltern befürworten Schulstart

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Schulstart für Viertklässler am Montag

Leeres Klassenzimmer in der Grundschule - Stühle sind hochgestellt
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Gegen die aktuelle Klage hatten Eltern eine Petition ins Netz gestellt. "Sorgen haben wir alle, aber die meisten Schüler und Eltern befürworten einen Schulstart der 4. Klassen", heißt es darin. Am Freitagmittag hatte die Petition knapp 11.000 Unterstützer.

Klage einer Lehrerin scheitert

Noch am selben Tag wies der VGH in Kassel die Klage einer Frankfurter Grundschullehrerin gegen eine vorangegangene Entscheidung am Frankfurter Verwaltungsgericht zurück (1 B 1308/20). Die Beamtin hatte dagegen geklagt, unter den aktuellen Sicherheits- und Hygieneauflagen in der Coronakrise zur Anwesenheit im Klassenzimmer verpflichtet zu sein.

Der VGH begründete die Ablehnung damit, dass an der Schule der Antragstellerin bereits "hinreichende" Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, um eine Gefährdung von Schüler und Lehrkräften zu minimieren. Auch das Land habe ausreichend Schutzmaßnahmen für ein stufenweises Hochfahren des Unterrichts erlassen.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 15.05.2020, 16.45 Uhr