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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found AWO-Bezirksverband setzt Task-Force für Aufklärung ein

Ex-SPD-Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin und AWO-Logo

Der AWO-Bezirksverband Hessen-Süd will mit einer Task Force die Vorwürfe gegen die Kreisverbände Frankfurt und Wiesbaden aufklären. Leiten soll die Arbeitsgruppe die frühere SPD-Bundesjustizministerin Däubler-Gmelin.

Seit rund einem Monat sorgen die AWO-Kreisverbände Frankfurt und Wiesbaden für Negativschlagzeilen wegen überhöhter Gehälter und teure Dienstwagen. Mehrere Stellen wie etwa der AWO-Bundesverband, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und das Finanzamt prüfen aktuell die Vorwürfe.

Ex-Ministerin leitet Aufklärungs-Task Force

Nun setzt auch der AWO-Bezirksverband Hessen-Süd eine eigene Arbeitsgruppe ein, um die Vorwürfe gegen den Frankfurter und den Wiesbadener Kreisverband zu prüfen und "restlos aufzuklären". Leiten soll die als Task Force titulierte Arbeitsgruppe die frühere SPD-Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin.

Die Task Force soll neben der Aufklärung auch "Empfehlungen für mögliche Konsequenzen erarbeiten", teilte der Verband weiter mit. "Das bezieht mögliche Veränderungen unserer Verbandsstruktur mit ein."

"Rufschädigend für die Freie Wohlfahrtspflege"

Der Frankfurter AWO-Kreisverband steht seit Wochen in der Kritik. Es laufen staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen Betruges und der Untreue mit Geldern der Stadt. Hinzu kommen Medienberichte über Luxus-Dienstwagen, teure Hotelübernachtungen und ungewöhnlich hohe Gehälter für einige Mitarbeiter.

Am Donnerstag war der langjährige Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Frankfurt, Jürgen Richter, zurückgetreten. Auch die AWO Wiesbaden steht in der Kritik wegen ungewöhnlich hohen Gehältern einiger Mitarbeiter.

Angesichts der Vorwürfe befürchtet die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege einen hohen Imageschaden für alle Wohlfahrtsverbände. "Das ist absolut ein Thema und auch sehr rufschädigend - nicht nur für die AWO sondern für die Freie Wohlfahrtspflege insgesamt", sagte Gerhard Timm, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

"Es ist völlig klar, dass wir das, soweit die Vorfälle zutreffen, natürlich auf das Schärfste verurteilen", betonte Timm: "Das muss jetzt Konsequenzen haben."

Am kommenden Dienstag will der AWO-Bundesverband in Frankfurt Stellung nehmen zu den Prüfungen durch den Bundesverband.

Sendung: hriNFO, 13.12.2019, 18:40 Uhr