Im Zusammenhang mit dem Verdacht eines rechten Netzwerks in der hessischen Polizei, hat es nach Angaben der FAZ weitere Durchsuchungen gegeben.

Die Wohnungen und Diensträume von drei Frankfurter Polizisten sollen am Freitag durchsucht worden sein. Die Polizisten würden ihrer Amtsgeschäfte enthoben. Bei den Beamten soll es sich teils um neue Verdächtige handeln, so die Informationen der FAZ.

Bislang stehen sechs Polizisten unter Verdacht, in einer Chat-Gruppe rassistische und antisemitische Inhalte ausgetauscht zu haben. Im Zusammenhang mit dieser Gruppe besteht außerdem der Verdacht, dass sie hinter Drohschreiben an die Anwältin Seda Basay-Yildiz stecken. Diese Drohbriefe waren mit NSU 2.0 unterzeichnet.

Basay-Yildiz engagierte sich als Nebenklagevertreterin beim NSU-Prozess für Angehörige des Blumenhändlers Enver Simsek aus Schlüchtern (Vogelsberg). Er war das erste Opfer der rechtsextremistischen Mordserie geworden.